Der Kopf hinter Jason Days Mentaltraining im Interview

FocusBand

Freddy hatte vor Kurzem die Chance, sich mit Graham Boulton zu unterhalten. Graham ist Geschäftsführer von T 2 Green Pty Ltd. — der Firma, die hinter dem Mentaltraining der Stars steckt. Graham entwickelte vor rund 8 Jahren das FocusBand und damit die mentale Trainingshilfe, die Jason Day einen Platz an der Weltspitze und Justin Rose eine olympische Goldmedaille sicherte.

Die Liste derer, die vom FocusBand und dem damit verbundenen Neurofeedback profitieren, ist lang. Unter anderem arbeiten Michelle Wie, Sandra Gal, Padraig Harrington und Jonathan Vegas damit.

Zum Zeitpunkt des Interviews, besaßen wir selbst noch kein FocusBand, was sich unmittelbar danach jedoch schnell änderte. Wir nutzen das Band zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Interviews seit knapp 5 Wochen und können nur sagen: Wir sind begeistert! Wer schon einmal eine Runde gespielt hat, bei der er mit den Gedanken zu 100% in der Gegenwart war, weiß warum.

Es ist auf dem Golfplatz sehr einfach, eine mentale Zeitreise in die Vergangenheit oder in die Zukunft anzutreten und sich von Zweifeln und Ängsten lenken zu lassen. Das FocusBand misst unseren mentalen Zustand mithilfe von 3 EEG-Sensoren und übersetzt diesen in einfach zu verstehende Signale innerhalb der jeweiligen App. So werden wir in Echtzeit über unseren mentalen Zustand informiert und können aus dem Feedback lernen. Fällt so ein Band nicht auf? Nein, das FocusBand sieht aus wie ein herkömmliches, schwarzes Stirnband und verschwindet problemlos unter jeder Mütze.

FocusBand

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Was die einzelnen Apps können, warum wir durch einseitiges Training sogar schlechter werden und wie Justin Rose mit dem FocusBand arbeitet, erfahren Sie im Interview! Wir bedanken uns vorab schon einmal herzlich bei Graham Boulton für das Gespräch und seine Geduld, trotz der immer wieder abbrechenden Skype-Verbindung.

BelowPar: Das Wichtigste beim Schreiben ist, dass man über etwas Interessantes und Hilfreiches schreibt. Das FocusBand fällt zweifelsohne in beide dieser Kategorien und ich freue mich sehr, unseren Lesern mehr darüber zu erzählen. Fangen wir am besten chronologisch an: Wie entstand das FocusBand?

Graham Boulton: Die Liste der Spieler, die ihr Potential von der Range nicht auf den Platz übertragen können, ist lang. Wir kannten so viele Spieler, deren Bewegung aus biomechanischer Sicht wirklich perfekt aussah, die ihre Leistung im Turnier jedoch nicht abrufen konnten. Also blieb eine Sache übrig: Der Abstand zwischen den Ohren.

Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und kein Produkt gefunden, welches unseren Anforderungen gerecht wurde und, welches sich auch während der Bewegung einsetzen ließ. In der Tat gibt es bis heute kein anderes Produkt in dieser Kategorie, das sich während einer Bewegung einsetzen lässt. Also haben wir unser eigenes gebaut und die sogenannte schnelle Fourier-Transformation patentieren lassen.

Die schnelle Fourier-Transformation – das ist der Ablauf, der das elektrische Durcheinander des Gehirns in ein Frequenzband umwandelt. Dieser Teil ist wirklich wichtig, ansonsten funktioniert das gesamte Band nicht. Als all das fertig war, begann mein Sohn auf der Tour in den USA mit Jason Day zu arbeiten. Day schaffte den Sprung von Platz 39 der Weltrangliste auf Platz 1. Zu dieser Zeit waren alle gesammelten Informationen nur auf dem PC zugänglich. Das haben wir durch unsere Apps nun geändert.

Das sind die letzten 10 Jahre zusammengefasst.

BelowPar: Wow, 10 Jahre!

Graham: Es ist nicht nur das FocusBand. Wir bieten ein ganzheitliches Trainingssystem an. Wer das durchläuft, wird zweifelsohne ziemlich gut (lacht). Wir haben vor ca. 8 Jahren angefangen, das FocusBand zu entwickeln. Zunächst haben wir mit den Caddies, den Spielern, den Managern und den Coaches zusammengearbeitet. Langsam aber sicher machten wir daraus ein Paket, das man auch zuhause nutzen kann. Allerdings coachen wir nach wie vor — nicht nur online durch unsere Webinare. Mein Sohn reist oft und arbeitet mit vielen verschiedenen Spielern zusammen.

BelowPar: Auf der Website bietet Ihr ein Starter Pack, ein Intermediate Pack und ein Advanced Pack an. Das FocusBand ist jedoch immer dasselbe, was sich bei den verschiedenen Paketen ändert, sind die zusätzlichen Online-Trainings. Sehe ich das richtig?

Graham Boulton: Das ist richtig. Das FocusBand ist immer dasselbe und wird mit verschiedenen Apps genutzt. Wir veröffentlichten bis heute 8 verschiedene Apps, insgesamt haben wir 20 davon. Einige davon werden noch getestet. Die App mit dem Titel FocusBand hat übrigens einen Simulator, mit dem man die Oberfläche testen und ausprobieren kann.

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BelowPar: Ich habe mir einige YouTube-Videos über das FocusBand angeschaut. Ein YouTuber sprach davon, dass ihm das FocusBand bei der Abschaffung seines Yips half. Hast Du persönlich eine Lieblings-Übung mit dem Band?

Graham: Eine Lieblingsübung habe ich nicht. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, nicht eine einzige Sache, die zum Erfolg führt. Quick-Tipps sind nicht so mein Fall und ich kenne auch keine Erfolgsgeschichte, die nicht auf einem ganzheitlichen Ansatz basiert. Aus diesem Grund führen wir Spieler innerhalb unserer Apps und Webinare auch durch scheinbar einfache Dinge, wie die Atmung.

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Ich kenne einige Profis in Kalifornien, die mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen hatten. Mit dem FocusBand und dem damit verbundenen Neurofeedback, sind wir in der Lage, den Spieler zu 100% in die Gegenwart zu bringen. Ohne eine mentale Zeitreise und die damit verbundenen Sorgen, hat unser Unterbewusstsein den nötigen Freiraum, um das Gelernte problemlos abzurufen. So hat auch der Yips keine Chance mehr.

In der Gegenwart präsent sein — das Hier und Jetzt — ist wirklich der Schlüssel zum Erfolg. Wir achten beim Training mit dem FocusBand zunächst auf die Pre-Shot Routine und gehen sicher, dass der Spieler oder die Spielerin auf die kommende Aufgabe fokussiert und nicht abgelenkt ist. Zudem können wir beobachten, ob sich störende Gedanken während des Schwungs einschleichen. Falls ja, so sind wir in der Lage, den Zeitpunkt festzustellen und an einer entsprechenden Lösung zu arbeiten. Für diesen Fall haben wir 5 verschiedenen Übungen, die wir die Mushin-Drills nennen.

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Primär geht es darum, den eigenen Focus direkt vor den Augen zu halten, die Füße komplett auf dem Boden aufzusetzen, den Kontakt der Füße sowie die Körpermitte zu spüren. Durchläuft ein Spieler oder eine Spielerin diese Übungen vor dem Schlag, beziehungsweise vor der Pre-Shot Routine, stehen die Chancen gut, dass er oder sie während des Schlages und der Vorbereitung in der Gegenwart ist. Ein Gefühl der Mühelosigkeit entsteht.

Viele sprechen über das Thema präsent sein, wir können es tatsächlich messen, validieren und anschaulich darstellen und das freut uns sehr.

BelowPar: Viele gute Spieler berichten nach einer sehr guten Runde oft von einem Gefühl des Flows, bei dem wir zu 100% auf die kommende Aufgabe fokussiert sind und Zweifel keine Chance haben. Das Gefühl des präsent seins, liegt auch meiner Erfahrung nach der Schlüssel zu jeder guten Runde. Daher möchte ich noch einmal kurz auf die verschiedenen Apps eingehen.

Graham: Absolut! Was ich eben beschrieben habe, sind die Grundlagen unserer Arbeit. Die verschiedenen Einwirkungen des Umfeldes, sowie Ernährung, Schlafqualität oder Stimmung lassen sich mit den 4 Performance Pillars (Leistungs-Pfeiler) innerhalb der FocusBand App erfassen. Die Auswirkungen des Gemütszustandes, der Schlafqualität oder der Ernährung lassen sich so in Bezug zur mentalen Leistung setzen und die Ergebnisse sind teilweise wirklich faszinierend. Angenommen jemand wacht morgens auf und ist schlecht gelaunt — jetzt kann er die dementsprechende Änderung in den Einstellungen eingeben und beobachten, wie sich sein Zustand auf die Leistung auf dem Golfplatz auswirkt.

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Ich war 2016 auf der Ladies PGA Tour unterwegs und habe mit einigen Spielerinnen zusammengearbeitet. Jedes Mal, wenn eine Spielerin schlecht gelaunt aufwachte, nicht genug Schlaf bekam und mit ungünstigen äußeren Einflüssen, wie etwa einem unbequemen Hotelbett, konfrontiert war, verpasste sie den Cut.

Mit der FocusBand NeuroSkill App führen wir den Spieler oder die Spielerin mithilfe von Audio-Anleitungen durch eine Pre-Shot Routine. Sandra Gal ist hierbei unser Model (Bild). Wie gesagt, der richtige Ablauf der Pre-Shot Routine ist unheimlich wichtig.

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Bei unserer Video App Neurovision, ist der Avatar mit einer Videosequenz verbunden. Sollte etwas komisches auf dem Platz passieren, das den Spieler oder die Spielerin ablenkt, weiß er oder sie sofort, wo und warum. Dadurch lassen sich natürlich viele Probleme ausfindig machen.

Die FocusBand App, die Du eben geöffnet hast, beinhaltet einen NeuroCombine Test. Innerhalb dieses Tests spielen wir 32 Putts, 28 Pitches sowie 12 Drives und wir bewerten sowohl die spielerische, als auch die mentale Leistung. Die mentale Leistung bewertet das FocusBand, die spielerische Leistung lässt sich innerhalb der App eintragen. Ist ein Putt beispielsweise zu kurz, so gibt es dafür einen entsprechenden Button. Die App kombiniert die Eintragungen des Spielers und die Messungen des FocusBands und errechnet daraus ein Gesamtergebnis. Der NeuroCombine ist unser kleines Bootcamp.

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BelowPar: Angenommen jemand meditiert seit rund einem Jahr und möchte sein Golfspiel ernsthaft verbessern. Welches der 3 Pakete würdest Du in so einem Fall empfehlen? Das Intermediate Pack oder direkt schon das Advanced Pack?

Graham: Das Intermediate Pack bringt jemanden schon sehr weit und beinhaltet alle 5 Mushin Drills. Die sollte man zunächst meistern, bevor man mit dem Advanced Pack weiter macht. Oft möchten wir direkt zu den fortgeschrittenen Strategien, doch es sind die Grundlagen, die wir zunächst beherrschen sollten. Die Grundlagen sind für unser Golfspiel das, was ein starkes Fundament für ein Haus ist.

Ich habe heute morgen mit der Mannschaft der Sonoma University gearbeitet. Viele sind immer wieder erstaunt, wie viel Potential noch in ihnen schlummert. Über die Apps lassen sich den Spielern auch Push-Mitteilungen zusenden, um sicherzugehen, dass sie ihre Übungen machen. Zudem sind die Coaches in der Lage, die Daten anzusehen und ihr Training darauf auszulegen.

Ich habe die Spielerinnen auf der Ladies PGA Tour vorhin angesprochen. Als ich verstand, welchen Einfluss die Ernährung, der Schlaf, die Stimmung und die verschiedenen äußeren Einflüsse auf das Spiel der Proetten hatten, war mir klar, wie wichtig die Daten aus den Performance Pillars sind. Durch die Performance Pillars sind wir oder der Spieler selbst in der Lage, Trends zu erkennen und einen Abwärtstrend zu stoppen.

BelowPar: Ändere ich die Einstellungen in den Performance Pillars unmittelbar bevor ich das FocusBand nutze?

Graham: Die Einstellungen ändert man am besten jeden Morgen.

BelowPar: Sehr cool. Ich denke, viele Amateure wissen gar nicht um die Möglichkeiten und das Potential eines derartigen, mentalen Trainings Bescheid und nehmen stattdessen lieber eine Trainerstunde. Ich habe den Eindruck, dass Mentaltraining oft als etwas „zu“ Fortschrittliches angesehen wird, das nur Profis und Top-Amateuren vorbehalten ist. Dabei lernen und spielen wir so viel besser, wenn wir in einem optimalen mentalen Zustand sind. Ich musste das definitiv auf die harte Tour lernen.

Graham: Das ist 100% richtig. Wir haben mit jedem Spieler, den wir coachen Erfolg und ich denke, das Geheimnis liegt in unserem ganzheitlichen Ansatz, bei dem wir nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf trainieren. Es gibt ein paar wirklich gute Studien zum Thema Block-Training, sprich die Form des Trainings, bei der wir viele Bälle nacheinander auf ein- und dasselbe Ziel schlagen: Nach rund 7 oder 8 Trainingseinheiten nimmt unsere Leistung sogar ab!

Das heißt, dass die meisten Spieler, die es mit ihrem Trainingsaufwand gut meinen, nach einiger Zeit trotz Training und hohem Aufwand sogar schlechter werden. Ein neuer Impuls in der Trainerstunde — Training und Leistungssteigerung — Abnahme der Leistung — ein neuer Impuls in der Trainerstunde — Training und Leistungssteigerung — Abnahme der Leistung. Es ist ein gemeiner Kreislauf.

Der einzige Spieler, der damit kein Problem hatte, ist Tiger Woods, denn er hat die spielerische Seite immer zusammen mit der mentalen Seite des Spiels trainiert. So entsteht ein langfristig konstanter und leistungsfähiger Schwung.

Die meisten guten Spieler und Spielerinnen lernen die Technik ohne die mentale Seite dabei einzubinden. Die meisten suchen erst dann einen Psychologen oder Mental Trainer auf, wenn ihr Spiel stagniert. Den Psychologen oder Mental Trainer schon von Anfang an in das Training einzubeziehenden, ist meiner Meinung nach der bessere Ansatz. Als langjähriger Turnierspieler, kennst du das Problem wahrscheinlich.

BelowPar: Klar, ich habe selbst meist erst dann mit einem Mental Trainer gearbeitet, als ich nicht mehr weiter wusste. Diesen Ansatz habe ich in den letzten Jahren allerdings geändert. Wir sind selbst nicht die größten Freunde von Block-Training und schreiben auch oft darüber. Daher auch meine nächste Frage: Welche Grundsätze sollte jemand im Training beachten, um langfristig besser zu werden?

Graham: Mach’ es Dir im Training schwerer als auf der Runde — das ist unsere Philosophie. So sind wir auf der Runde für alles gewappnet. Zudem sollte jeder, der es mit dem besser werden ernst meint , sein Training messen, die Ergebnisse auswerten und Trends im Auge behalten. Wenn unser Geist in einem guten Zustand ist, sprechen wir auch vom unfreiwilligen Prozess:

Unser Gehirn ist ziemlich gut darin, Probleme aus der Welt zu schaffen und Abläufe zu optimieren. Wenn ich Dir einen Ball sehr schnell zuwerfe, dann hast Du die Möglichkeit den Ball entweder zu fangen oder Du bekommst ihn ins Gesicht — das ist dasselbe Prinzip. Unser Gehirn lernt sehr schnell und sehr effektiv, allerdings benötigt unser Gehirn Feedback und genau deshalb ist das Messen so wichtig. Viele Spieler denken einfach zu viel und das ist nicht unbedingt hilfreich, denn man kann Situationen auch „überdenken“. Unser Unterbewusstsein weiß sehr gut, mit Feedback umzugehen, wenn wir es zulassen.

BelowPar: Ich habe vor Kurzem ein Interview mit einem Trainer geführt, der seine Ausbildung hier in Deutschland gemacht hatte. Er meinte, dass sich eine Trainerausbildung fast ausschließlich um das Thema Technik dreht — gerade, weil man vor rund 10-15 Jahren nichts anderes messen konnte. Heute bekommt man dank Trackman & Co. noch präzisere Zahlen, allerdings bekommt man durch ein Gerät, wie das FocusBand, ebenso präzise Zahlen für den mentalen Aspekt und das ist sehr spannend.

Graham: Wir haben so ziemlich alles auf diesem Gebiet mitgemacht. Wir brachten 2005 einen der ersten Launch Monitore auf den Markt. Nun lässt sich das FocusBand auch mit dem FlightScope verbinden. Das ist definitiv sehr spannend. Ein Spieler mit einem guten Schwung, einem fitten Körperbau und einem guten Gefühl für Balance, der mit unserem FocusBand Performance System arbeitet, macht definitiv einen Sprung nach vorne.

Als ich 2016 begann eine Spielerin der Ladies PGA Tour mit dem FocusBand zu coachen, war sie die Nummer 98 der Weltrangliste. Durch das Coaching kam sie relativ schnell auf Position 28, doch sie hat die olympischen Spiele knapp verpasst und entschied sich dann, das Training mit dem FocusBand abzusetzen. Nun ist sie auf Platz 151 der Weltrangliste.

BelowPar: Hör’ niemals auf, die Dinge zu tun, die funktionieren.

Graham: Im selben Jahr gewann Justin Rose die olympische Golfmedaille, doch ich möchte nichts schönreden: Die Nummer 1 zu sein ist harte Arbeit. Mein Sohn lebte 18 Wochen lang mit Jason Day zusammen und coachte ihn im mentalen Bereich. Was wir in dieser Zeit gelernt haben, steckt nun in all unseren Apps.

BelowPar: Wow, beeindruckend! Hast Du Justin Rose trainiert?

Graham: Wir haben einen Partner in den Vereinigten Staaten — Jason Goldsmith. Er arbeitet mit Justin Rose zusammen. Wir haben ihn vor 5, 6 Jahren auf einer Messe kennengelernt.

BelowPar: Ihn habe ich in YouTube Videos gesehen. Eine Frage interessiert mich brennend: Wie arbeitet Justin mit dem FocusBand? Trägt er das Band auch auf einer Trainingsrunde?

Graham: Justin Rose und auch Jason Day nutzen beide den NeuroCombine Test, oft auch am Anfang einer Trainingseinheit. Mit der NeuroSkill App arbeiten sie an ihrer Schlagvorbereitung und wenn sie mit ihrer Leistung zufrieden sind, nutzen sie die NeuroVision App auf der Runde. Justin hat vor Kurzem ein Video auf Twitter gepostet, das ihn beim Training mit dem FocusBand zeigt.

BelowPar: Angenommen wir trainieren mit dem FocusBand und stellen auf der Runde oder während des Trainings fest, dass wir nicht im optimalen mentalen Zustand sind. Was sind Schritte, die wir einleiten können, um wieder in die richtige Spur zu kommen?

Graham: Der erste Weg führt immer über die Atmung und deshalb bieten wir auch eine geführte Atmung in der FocusBand App an. Wie man atmet, ist unheimlich wichtig. Wenn wir einatmen, sollte sich unser Zwerchfell absenken. Bei den meisten Menschen hebt sich das Zwerchfell, wenn sie einatmen. Wenn ein Spieler oder eine Spielerin nicht richtig atmet und am Sonntag eines Turnieres unter Druck steht, fehlt dem Körper — und vor allem dem Hirn — wichtiger Sauerstoff.

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Um noch einmal auf Deine vorherige Frage zurückzukommen: Justin arbeitet neben seinem Spiel auch an seiner Atmung. Wir haben zur Zeit rund 10 Jungs und Mädels auf der Tour, die mit dem Band arbeiten.

BelowPar: Ein Mannschaftskollege hat mich im Sommer vor rund 1,5 Jahren zum ersten Mal auf das FocusBand aufmerksam gemacht. Das Team eines Freundes von ihm hat das Band im Training genutzt und er meinte, dass es wirklich faszinierend ist, was ein guter mentaler Zustand alles ausmacht. Umso mehr freue ich mich, dass Du Dir die Zeit für das Gespräch genommen hast! Herzlichen Dank dafür! Wo können unsere Leser mehr über Dich und das FocusBand erfahren?

Graham: Gerne. FocusBand.com ist unsere Website. Alle Apps gibt es im App Store und regelmäßige Updates von uns findet man auf Twitter.

BelowPar: Graham, erneut herzlichen Dank für das Interview!

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