Schwierige Lagen und der Umgang damit

In diesem relativ kurzen Beitrag kümmern wir uns um 4 Lagen/Situationen, die nicht immer einfach zu spielen sind: Bergauf- und Bergablagen, tiefes Rough und Gegenwind.

Bergauf-Hanglage

  • Passen Sie Ihre Schultern dem Hang an, um fette Ballkontakte zu vermeiden und einen sauberen Treffmoment zu gewährleisten
  • Belasten Sie dazu Ihr hinteres Bein etwas mehr als Ihr vorderes und achten Sie darauf, dass Ihre Hände in der Ansprechposition nach wie vor über oder leicht vor dem Ball sind
  • Denken Sie daran, dass Ihr Ball aufgrund dieser Anpassung höher startet als sonst und daher teilweise kürzer fliegt. Wählen Sie Ihren Schläger entsprechendend.

Bergab-Hanglage

  •  Passen Sie Ihre Schultern dem Hang an, um fette Ballkontakte zu vermeiden und einen sauberen Treffmoment zu gewährleisten
  • Belasten Sie dazu Ihr vorderes Bein etwas mehr als Ihr hinteres und achten Sie darauf, dass Ihre Hände in der Ansprechposition nach wie vor über oder leicht vor dem Ball sind
  • Denken Sie daran, dass Ihr Ball aufgrund dieser Anpassung flacher startet als sonst, länger rollt und eventuell länger fliegt. Wählen Sie Ihren Schläger entsprechendend.

Dickes Rough

Auch wenn Schläge aus dem Rough von etwas Glück und durchtrainierten Oberarmen profitieren, gibt es doch ein, zwei Dinge, die uns dabei zusätzlich helfen:

  • Platzieren Sie den Ball tendenziell an Ihrem hinteren Fuß (rechts beim Rechtshänder, links beim Linkshänder) und schwingen Sie absichtlich etwas steiler (von außen nach innen)
  • Beides sorgt dafür, dass die langen Grashalme — im Gegensatz zu einem neutralen Schwung mit mittiger Ballposition — weniger Zeit haben, um den Schläger abzubremsen und sich zwischen Schlagfläche und Ball zu verirren. Somit garantieren wir den bestmöglichen Ballkontakt.

Gegenwind

Schläge gegen den Wind sind tricky. Nicht nur, weil Gegenwind unseren Ball bremst und eventuelle Flugkurven verstärkt; sondern auch, weil der richtige Umgang mit Gegenwind eher kontraproduktiv ist.

Wer auf dem Weg zum Ziel mit mehr Widerstand rechnet, gibt in der Regel ordentlich Gas. In vielen Fällen sind wir allerdings besser beraten, wenn wir etwas entspannter schwingen als sonst, und dabei 2-3 Schläger mehr als im Normalfall nutzen.

Wer während des Schwungs nicht aus den Schuhen kippt, erhöht die Chancen auf einen ausbalancierten und rhythmischen Schwung, macht bessere Ballkontakte und schlägt damit präzisere Bälle. Konkret heißt das:

Schlagen Sie lieber ein Eisen lockeres 7 statt einem vollem, vielleicht etwas erzwungenem Eisen 9. Platzieren Sie den Ball dabei tendenziell am hinteren Fuß. Beides macht den Ball weniger windanfällig.

​Noch ein Wort zum Schluss

Balllagen, wie diese, sind herausfordernd. An unserem Erfolg sind — neben den oben angesprochenen, technischen Änderungen — selbstverständlich auch Zufälle und externe Umstände beteiligt. Trotzdem sollten wir herausfordernde Lagen im Training immer und immer wieder üben. Wir fassen diesen Ansatz gerne unter dem Begriff Ugly Zone zusammen.

Die Ugly Zone ist kein neues Konzept, jedoch eines, das jeder Amateur verinnerlichen sollte: Wir werden nur dann besser, wenn wir uns fordern. Wer regelmäßig ins Fitnessstudio geht und nach drei Monaten immer noch mit denselben Gewichten trainiert, lässt wertvolle Fortschritte liegen.

Kämpfen Sie aktiv gegen die Versuchung, einen Ball nach dem anderen zu schlagen, das zu trainieren, was Sie ohnehin schon gut können und dabei in eine Komfortzone abzurutschen.

Wer ab und zu einen (halben) Korb aus dem Semirough neben den Range schlägt (sofern möglich), wird auf dem Platz früher oder später nicht mehr von Schlägen oder Situationen überrascht, auf die er nicht vorbereitet ist.

Zudem schärfen Sie dabei Ihr Gespür für verschiedene Balllagen jenseits des Fairways. Wer im Turnier auf „ah-kenne-ich-der-Ball-verhält-sich-hier-wahrscheinlich-wieder-so-Gedanken“ zurückgreifen kann, spielt stressfreier.

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