Das bringen Trainingshilfen – Teil 1: Der Puttspiegel

Golf Trainingshilfen

Golf Trainingshilfen sind ein heißes Thema. Golftrainer schaffen sich mittlerweile private Trackman Messgeräte im Wert eines Kleinwagens an, um einen Vorteil gegenüber Kollegen ohne hochpreisiges, technisches Equipment zu haben.

Doch welchen Vorteil bringen Trainingshilfen? Wie setzt man sie richtig ein und was muss man beim Umgang damit beachten? Wo lohnt sich die Investition und wo verschwendet man Zeit und Geld? Wer bei Deutschlands größtem Golfversandhandel all4golf nach „Golf Trainingshilfen“ sucht, der trifft auf 67 Ergebnisse. Es versteht sich von selbst, dass es keinen Sinn macht, mit allen zu arbeiten und dass viele zwar nett anzusehen sind, jedoch in der Praxis kaum bis gar keine Vorteile mit sich bringen.

Weniger ist manchmal mehr. Das trifft auf Trainingshilfen definitiv zu, denn wer mit zu Vielem konfrontiert wird, der nutzt schlussendlich überhaupt nichts. Es gibt jedoch einige Trainingshilfen, die in der Praxis einen enormen Vorteil mit sich bringen und die wir Ihnen im Rahmen unserer Trainingshilfen- Serie vorstellen möchten. Wir beginnen mit dem Puttspiegel.

Der Puttspiegel ist unsere persönliche Lieblingstrainingshilfe, denn ein Puttspiegel ist vielseitig, handlich und kostengünstig. Zudem verwenden wir keinen Schläger so oft während einer Runde wie den Putter, weshalb kein Schläger so viel Einfluss auf unser Selbstbewusstsein und unseren Score hat. Das weiß auch Rickie Fowler: (gefunden auf Rickies Snapchat Account)

Phil Mickelson hat in einem Interview einmal gemeint, dass der einzige Weg Turniere zu gewinnen, über das kurze Spiel führt. Ein verzogener Drive lässt sich durch die weiteren Schläge korrigieren, ein verpasster Putt nicht. Zumindest nicht am selben Loch. Falls Sie nicht regelmäßig von außen einlochen, verwenden Sie den Putter mindestens einmal pro Loch. Falls Sie regelmäßig von außen einlochen, empfehlen wir Ihnen diesen Beitrag zu schließen und schleunigst über eine Profikarriere nachzudenken.

Da Sie diesen Beitrag immer noch lesen, gehen wir davon aus, dass Sie nicht regelmäßig von außen einlochen und Ihren Putter damit mindestens einmal pro Loch verwenden. Fühlen wir uns gut auf den Grüns, stehen die Chancen gut, dass wir erfolgreich sind und Putts lochen. Um uns gut zu fühlen, überprüfen wir persönlich gerne regelmäßig unsere Grundlagen. Ein Puttspiegel ist die perfekte Trainingshilfe dabei.

Um das Meiste aus dem Training mit dem Puttspiegel zu machen, empfehlen wir Ihnen, einen geraden Putt oder einen Putt mit leichtem Break zu wählen.

puttspiegelWie Sie auf dem Bild erkennen können, ist die Oberfläche des Spiegels mit mehreren Linien versehen. Diese Linien ermöglichen es Ihnen, den Spiegel mühelos auf ein Loch auszurichten. Sobald Sie Ihren Spiegel optimal ausgerichtet haben, haben Sie während dem Putten die Chance, 3 Dinge, die maßgeblich am Erfolg Ihrer Putts beteiligt sind, zu überprüfen und zu trainieren.

Die Position Ihrer Augen: Die meisten Golfer verwenden den Puttspiegel, um Ihre Augen zu überprüfen. Das klingt logisch, denn der Puttspiegel ist im Prinzip die einzige Trainingshilfe, die uns diese Möglichkeit bietet. Bei der Überprüfung der Augen gilt es zu beachten, dass die Frage nach dem wo weniger wichtig ist, als die Frage nach dem wie oft. Viele Trainer, beziehungsweise Spieler, sind nach wie vor der Meinung, dass die Augen beim Putten im besten Fall über dem Ball sein sollten. Das ist richtig, jedoch ist es auch nicht weiter schlimm, wenn das nicht der Fall ist. Konstanz ist beim Golf unheimlich wichtig, deshalb macht es überhaupt nichts, wenn Ihre Augen nicht über dem Ball sind, vorausgesetzt sie sind konstant dort, wo sie sind. Probieren Sie Unterschiedliches aus entscheiden Sie für sich das, was sich am besten anfühlt.

Die Schwungbahn: Die Linien auf dem Spiegel erleichtern das Ausrichten des Spiegels auf ein Loch ungemein. Mithilfe dieser Linien lässt sich jedoch auch die Schwungbahn hervorragend überprüfen. Wir persönlich sehen unseren Putter im Rück-, als auch im Durchschwung gerne innerhalb oder knapp außerhalb der Linien auf dem Spiegel. Manche Spieler bevorzugen eine Schwungbahn, bei der sich der Putter im Rückschwung leicht öffnet und im Durchschwung leicht schließt. Was Sie auch bevorzugen, achten Sie auf Konstanz und Rhythmus und vermeiden Sie Schlenker während der Bewegung. Um die eigene Schwungbahn zu überprüfen ist es teilweise notwendig, die Augen vom Ball abzuwenden und die Puttbewegung während des Putts zu beobachten. Ob der Putt gelungen ist oder nicht, ist dabei nicht so wichtig.

Die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment: Die Stellung der Schlagfläche ist so maßgeblich am Erfolg unserer Putts beteiligt, dass wir dem Thema einen eigenen Beitrag gewidmet haben, welchen Sie hier finden. Ein Puttspiegel ist nicht der einzige Weg, die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment zu überprüfen und zu trainieren, jedoch ist es ein Weg, der unterbewusste Korrekturen zulässt und fördert. Da wir den Puttspiegel mithilfe der Linien optimal ausgerichtet haben, können wir für jeden Ball, der das Loch verfehlt, entweder die Schwungbahn oder die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment verantwortlich machen.

An der Schwungbahn haben wir eben gearbeitet, bleibt also nur noch die Stellung der Schlagfläche, die im Treffmoment bestenfalls weder geöffnet, noch geschlossen sein sollte. Eine schon um wenige Grad geöffnete oder geschlossene Schlagfläche kann starke Abweichungen des Putts herbeiführen. Durch eine neutrale Schlagfläche im Treffmoment, erhöht sich die Konstanz Ihrer Putts und damit verbessert sich Ihre Kontrolle auf den Grüns. Haben wir den Puttspiegel korrekt ausgerichtet und sind wir mit unserer Bewegung zufrieden, so ist es einfach zu überprüfen, ob die Schlagfläche im Treffmoment neutral an den Ball kommt, da jeder Ball, den Sie spielen, direktes Feedback gibt.

Noch ein Wort zur Ausrichtung: Einmal richtig ausgerichtet, können Sie mit dem Puttspiegel mehrere Bälle problemlos auf ein Ziel spielen ohne sich über Ihre Ausrichtung Sorgen machen zu müssen. Das hat zur Folge, dass Sie auch bei längeren Putts mehr Bälle lochen, was wiederrum dazu führt, dass Ihr Selbstbewusstsein steigt. Wer an der Technik feilt, beziehungsweise diese überprüft, der macht es sich deutlich leichter, wenn er sich nur auf jeweils einen technischen Aspekt konzentriert und nicht auf alle gleichzeitig. Möchten Sie an allen 3 Aspekten, die wir im Rahmen dieses Beitrags gelistet haben, feilen, so arbeiten Sie die Liste der Reihe nach ab. Eine Puttbewegung dauert keine Sekunde und läuft fast ausschließlich unterbewusst ab. Ein bewusstes Eingreifen stört den Ablauf nur, weshalb es auch im Training ratsam ist, bewusste Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Außerdem vermeiden Sie auf diese Weise Verunsicherungen.

Unser Fazit: Der Puttspiegel ist klein, effektiv und vergleichsweise günstig. Da das Putten einen so wichtigen Bestandteil einer Runde ausmacht, sollten wir das Putten regelmäßig in unser Training einbauen.

Wir sind so von dieser Trainingshilfe überzeugt, dass wir unsere eigenen Puttspiegel produzieren. Einen unserer BelowPar Puttspiegel finden Sie bei uns im Shop oder auf eBay.

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