Puttübung: Der Sternputt

Die obige Abbildung zeigt den Aufbau eines sogenannten Stern-Putts. Eine effektive und einfach aufgebaute Übung für kurze Putts.

Wie in der Abbildung zu sehen, benötigen Sie dazu 12 Tees, die Sie an 4 Seiten rund um das Loch stecken. Beginnen Sie mit einer Putterlänge Abstand vom Loch und bewegen Sie sich mit den anderen 2 Tees pro Seite jeweils eine Grifflänge nach hinten. Sie beginnen an einem der vorderen Tees.

Wichtig ist nun, dass Sie sich ein Ziel setzen und nicht einfach wild drauf los putten. Zwar trainieren Sie durch diese Übung allein schon deutlich effektiver, als der Durchschnitt, doch ein Ziel hat mehrere Vorteile: Zum einen haben Sie dadurch ein Endresultat vor Augen und streben damit automatisch nach dessen Erreichung. Zum anderen bauen Sie damit kleine Drucksituationen in Ihr Training ein.

Wer ohne Plan puttet, dem ist es mehr oder weniger egal, wenn ein Putt einmal vorbei geht. Wer allerdings weiß, dass er noch 3 Putts lochen muss bis die Übung beendet ist, dem ist es tendenziell nicht egal, ob der nächste Putt vorbei geht. Druck in das Training einzubauen ist durchaus sinnvoll, denn auf dem Golfplatz und gerade im Turnier kann Druck ein häufiger Begleiter sein. Vielleicht müssen Sie einen wichtigen kurzen Putt auf dem letzten Grün lochen, um Ihr Handicap zu unterspielen oder die Clubmeisterschaft für sich zu entscheiden. Vielleicht brauchen Sie einen Putt, um Ihrem Team einen wichtigen Punkt zu sichern, oder Ihr Mittwochs- Match mit Ihren Freunden nicht zu verlieren.

Wer solche Situationen im Training simuliert, findet sich im Turnier damit besser zurecht. Wie bei allen Golfübungen, sind  Ihrer Kreativität auch hier keine Grenzen gesetzt. Ihr Ziel sollte Ihrer Spielstärke entsprechen, Sie jedoch trotzdem fordern. Unsere Lieblingsversion des Stern Putts geht wie folgt:

  • Lochen Sie den ersten Putt, gehen Sie in derselben Reihe ein Tee nach hinten und putten von dort
  • Lochen Sie erneut, wiederholt sich der Prozess
  • Lochen Sie auch vom dritten Tee, begeben Sie sich zum ersten Tee der nächsten Reihe
  • Die Übung ist dann beendet, wenn Sie alle Tees 3 Mal fehlerfrei hintereinander abgearbeitet haben
  • Geht ein Putt vorbei, geht es zurück an den Anfang und die Übung beginnt von vorn

Vorteil dieser Version ist die Nähe zum eigentlichen Spielgeschehen auf dem Golfplatz, wo jeder Schlag eine unterschiedliche Herausforderung darstellt. Wie bereits angesprochen, gewinnt Ihr Training so an Qualität, denn Sie simulieren einen gesunden wettbewerbsähnlichen Druck durch das Ziel, die Übung 3 Mal fehlerfrei hintereinander durchlaufen zu müssen.

Selbstverständlich können Sie die Übung auch abändern, denn die eben beschriebene Version kann zeitaufwändig und damit nicht Jedermanns Sache sein. Einfacher wird es, wenn Ihr Ziel darin besteht, alle Tees nur einmal fehlerfrei abzuarbeiten, oder wenn ein verschobener Putt nicht zum direkten Neustart der Übung, sondern zu einem einmaligen Mulligan führt. Selbstverständlich können Sie diese Übung auch anspruchsvoller gestalten, indem Sie den Abstand der Tees vom Loch vergrößern. Auch hier macht es Sinn zu experimentieren, bis Sie den richtigen Mix aus Schwierigkeit und Machbarkeit gefunden haben.

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