Golf Ausrichtung
Langes Spiel

Die optimale Ausrichtung beim Golf

Die Golf Ausrichtung wird oft unterschätzt. Wer den Ball kilometerweit in den Acker schlägt, sucht meist nach einem Schwungfehler. Golf Ausrichtung, Ansprechposition oder Griff werden meist ignoriert.

Doch nicht nur sind die Grundlagen deutlich wichtiger, als viele oft glauben. Suboptimale Grundlagen sind gleichzeitig deutlich einfacher zu beheben, als eine suboptimale Position während des Schwunges.  

Wir haben in über 15 Jahren aktivem Turniergolf mehrere Trainer und Trainerinnen kennen gelernt. Die besten dieser Coaches haben in unseren Augen ein Händchen für die „einfachen“ Dinge.

Kein guter Trainer überschüttet seine Schüler mit einem technischen Detail nach dem anderen. Weniger Tipps und Aufgaben sind oft mehr.

Die besten Golfcoaches überprüfen zunächst die Grundlagen

Die besten Coaches, die wir bislang kennen lernen durften, lassen sich in der Trainerstunde zudem ausreichend Zeit bis sie eine Bewegung kommentieren oder werten. Und die besten Coaches überprüfen zunächst, ob die Grundlagen sitzen.

Das macht in unseren Augen sehr viel Sinn, denn der Golfschwung ist eine Bewegungskette. Schwungfehler tauchen nicht aus heiterem Himmel auf.  

Wenn wir unseren Ball kilometerweit in den Acker schlagen — klar, dann bewegen wir den Schläger nicht optimal. Doch den Grundstein für diese nicht optimale Bewegung legen wir bereits in der Ansprechposition.

Sitzen die Grundlagen nicht, so sind Kompensationen vorprogrammiert.

Auf eine dieser Grundlagen möchten wir im folgenden Video etwas genauer eingehen. Darin zeigen wir Dir,

  • wie Du Dich optimal auf Dein Ziel ausrichtest
  • und warum so viele gängige Vorgehensweisen nicht funktionieren.
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Golfschwung
Langes Spiel

Du möchtest einen konstanten Golfschwung? Vermeide diese grundlegenden Fehler:

Wer im Internet nach Inspiration für sein Golftraining sucht, findet allerlei Inhalte, die sich mit dem Golfschwung beschäftigen. 

Der Golfschwung ist Gegenstand der meisten YouTube Videos, der meisten Trainingsartikel und auch der meisten Bücher.

Titel, wie… 

  • „die 5 größten Schwungfehler der Amateure“,
  • „Mit diesem Trick schlägst Du 10m weiter“ oder
  • „Das Geheimnis eines guten Golfschwungs“

…sind beliebt — oft allerdings auch irreführend.

Glaub’ uns, wenn wir sagen, dass unterschiedliche Spieler unterschiedliche Fehler machen, kein „Trick“ dieser Welt Dich über Nacht länger macht und es auch kein Schwunggeheimnis gibt, das für den Erfolg von Pros und Proetten verantwortlich ist.

Inhaltsverzeichnis

Um Dir das Lesen dieses Artikels (in Etappen) zu vereinfachen, haben wir Dir hier ein Inhaltsverzeichnis eingefügt. Klicke die Überschrift des entsprechenden Abschnitts und Du landest dort, wo Du aufgehört hast.

Vor einiger Zeit erhielten wir folgenden Kommentar in unserem Blog:

Grundlagen Golfschwung

Der Abschnitt auf den wir hinauswollen, ist dieser:

„Und der Grund für diese Katastrophenschläge ist relativ simpel: Die Schlagfläche kommt nicht richtig an den Ball, weil MAN EINFACH DANEBEN HAUT UND DEN BALL NICHT RICHTIG TRIFFT! So einfach ist das. Würde ich jeden Ball gut treffen, hätte ich ein Single Handicap.“

Gute Ballkontakte tauchen nicht einfach so auf. Der Schläger kommt nicht aus heiterem Himmel „richtig“ an den Ball. Der Golfschwung ist eine Bewegungskette. Wer den Ball gut treffen will, muss sich um die Grundlagen kümmern und sichergehen, dass das Fundament stimmt.


Das höchste Gebäude der Welt — das Burj Khalifa in Dubai — steht auf einem 45 000 Kubikmeter großen und 110 000 Tonnen schweren Beton-Fundament. Je besser und stabiler unser Fundament, desto höher können wir bauen — und desto stabiler und wiederholbarer unser Golfschwung.

Viele Golfer machen es sich in unseren Augen schwerer, als notwendig, wenn sie auf der Range an ihrem Golfschwung herumdoktern.

Die meisten Golfer und Golferinnen würden auf der Range mehr erreichen, wenn sie dort regelmäßig überprüfen, ob…

  • der Griff sitzt,
  • die Ausrichtung und die Ansprechposition passen und,
  • ob der Schwung durch die Schultern, nicht durch die Arme eingeleitet wird.

Sitzt das Fundament, werden auch alle folgenden Bewegungsabläufe effektiver und wiederholbarer.

Deshalb sind sich auch die Pros für regelmäßige Grundlagen-Checks nicht zu schade. Viele sprechen offen darüber, dass sie in der Woche vor einem Turnier alle Basics überprüfen und nicht in die Bewegung selbst eingreifen. Längerfristige Eingriffe sind für die turnierfreie Zeit im Winter.

Die Grundlagen des Golfschwungs

Warum die Grundlagen so wichtig sind, möchten wir durch folgendes Beispiel aus unserer Jugend noch einmal verdeutlichen:

Wir hatten vor einigen Jahren beide mit instabilen Füßen zu kämpfen. Wir sind Rechtshänder, unser linker Fuß drehte sich während des Treffmoments nach links in Richtung Ziel. Dadurch gingen uns einige Meter an Länge flöten. Außerdem fehlte uns die Stabilität am Hang oder in dickem Gras.

Auf den ersten Blick sah es so aus, als seien unsere Füße das Problem. Wir haben versucht, den linken Fuß im Durchschwung in den Boden zu pressen, das Gewicht schon in der Ansprechposition nach links zu verlagern — wir haben sogar versucht, den Fuß mit Tees zu fixieren. Dass all diese Methoden zum Scheitern verurteilt waren lag daran, dass die Füße nicht das Problem waren.

Golfschwung Grundlage #1: Flugkurven durch schlechten Griff?

Die Füße drehten sich nach links, da sie sich dem Rhythmus der Hände anpassten, die schnell und hektisch rotierten. Die Hände rotierten wiederum schnell und hektisch, weil sie eine offene Schlagfläche ausgleichen wollten.

Doch auch die offene Schlagfläche im Abschwung war nicht die Ursache des Problems.

Die Schlagfläche war schon im Aufschwung geöffnet und war die Folge unseres Griffs. Bingo! Der Griff war die Ursache.

Wir spielten mit einem sogenannten „schwachen“ Griff, bei welchem das Logo des Handschuhs fast schon direkt zum Ziel zeigt und keiner der 4 Knöchel von vorne sichtbar ist. Das hatten wir uns scheinbar voneinander abgeguckt.

Ein schwacher Griff begünstigt eine geöffnete Schlagfläche und erschwert ein sauberes, natürliches Rotieren vor und während des Treffmoments. Das führte zu Hektik innerhalb unseres Golfschwungs, wobei eine halbwegs saubere Rotation nur durch schnellen Einsatz der rechten Hand möglich war. Die Füße waren lediglich ein Nebenprodukt, das bei dem Versuch entstand, den Ball nicht in benachbarte Gärten zu slicen.

Wenn ein schwacher Griff den Slice begünstigt, so begünstigt ein starker Griff — Du ahnst es — eine geschlossene Schlagfläche und damit den Hook.

golfschwung
golfschwung

Wir bekamen damals folgenden Tipp, den wir gerne an Dich weitergeben: Wenn wir den Schläger mit der linken Hand greifen und ein Tee zwischen Daumen und Zeigefinger fixieren, sollte dieses Tee direkt nach vorne zeigen. Auf den Bildern siehst Du den Vergleich mit einem starken und einem schwachen Griff.

Die linke Hand ist allerdings nicht alles. Leg' die rechte Hand so über die linke, dass das „V“ zwischen Daumen und Zeigefinger zur rechten Schulter zeigt.

golfschwung
golfschwung

Es klingt fast schon zu einfach, doch unser Beispiel zeigt, wie wichtig unser Griff ist und wie wichtig es ist, mit einem Trainer zusammenzuarbeiten, der Fehlerketten versteht und nicht versucht, einzelne Symptome zu beheben.

Beachte, dass es durchaus Sinn macht, mit verschiedenen Griffen zu experimentieren. Das solltest Du nicht täglich tun, doch es hilft zu wissen, wie sich ein starker und wie sich ein schwacher Griff auf Deinen individuellen Ballflug auswirkt.

Unsere Griff-Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, dass Golftraining nicht immer kompliziert sein muss. Der Golfschwung macht auf den ersten Blick einen komplexen Eindruck. Viele Golfer glauben deshalb, dass ein solch komplexes Problem, wie unerwünschte Flugkurven, deshalb auch eine komplexe Lösung erfordert.

Am Golfschwung selbst sollten wir jedoch erst dann arbeiten und herum doktern, wenn wir alle Basics überprüft und gegebenenfalls verbessert haben.


Du siehst:

Ein schwacher Griff ist deutlich leichter zu beheben, als tanzende Füße. Doch der Griff ist nicht die einzige Grundlage, die sitzen sollte.

Golfschwung Grundlage #2: Die optimale Ausrichtung

Überprüfe immer wieder, ob Du richtig ausgerichtet bist und ob Deine Schlagfläche parallel zu Deiner Fußlinie steht. Dass Füße und Schlagfläche parallel zueinander sein sollten, wird oft vergessen, ist dafür umso wichtiger. Die Schlagfläche kann noch so perfekt auf das Ziel gerichtet sein, wenn die Füße in den Acker zielen, ist uns wenig geholfen.

Gleiches gilt für unsere Schultern. Auch die Schultern sollten mit den Füßen übereinstimmen und in ein und dieselbe Richtung zielen.

Grundlagen Golfschwung

Das Wissen korrekt ausgerichtet zu sein, gibt Dir Sicherheit auf dem Golfplatz. Und eben diese Sicherheit führt wiederum zu einem freien Schwung.

Was glaubst Du passiert, wenn Du über einen längeren Zeitraum falsch ausgerichtet bist — oder wenn Schultern, Schlagfläche und Füße nicht in die gleiche Richtung zielen?

In 9 von 10 Fällen kompensierst Du.

Unser Unterbewusstsein ist durchaus effektiv. Unsere Bewegungsmuster, nicht nur beim Golf, sind durchaus effektiv. Der Körper sucht sich in der Regel den einfachsten Weg. Und der Körper realisiert, dass er kreativ werden muss, um den Ball doch noch in Richtung Fairway fliegen zu lassen, wenn die Ausrichtung nicht stimmt.

Wer regelmäßig zu weit rechts zielt, wirft die Schultern im Abschwung gerne nach vorne und kommt von außen an den Ball. Das unterstützt einen Pull, wobei der Ball trotz der falschen Ausrichtung doch noch halbwegs in Richtung Ziel fliegt.

Grundlagen Golfschwung

Wer zu weit rechts zielt, gewöhnt sich vielleicht auch einen Hook an: Der Ball startet dabei zwar rechts, kurvt allerdings scharf nach links zurück.

Was es auch ist:

Wenn die Ausrichtung nicht stimmt, sind Kompensationen vorprogrammiert. Schwungfehler schleichen sich ein. Der Golfschwung wird ineffektiv, die Wiederholbarkeit leidet.

Es gibt zwei Möglichkeiten mit der Du Deine Ausrichtung effektiv überprüfen und verbessern kannst.

Möglichkeit 1:

Richte Dich auf Dein gewünschtes Ziel aus und nimm Deine Ansprechposition ein. Geh’ nun nicht sofort zum eigentlichen Schlag über, sondern lege Deinen Schläger vor Dich auf den Boden, sodass dieser beide Fußspitzen berührt. Tritt nun, ohne die Lage des Schlägers zu verändern, zurück und betrachte den Schläger.

Grundlagen Golfschwung
Grundlagen Golfschwung

Der Schläger repräsentiert die Ausrichtung Deiner Füße. Diese sollte im optimalen Fall etwas links des Zieles sein, denn Dein Ball wird von einer fast einen Meter weiter vorne liegende Stelle gespielt. Da die Ausrichtung der Füße und die Ausrichtung des Schlägerkopfes parallel, jedoch versetzt sein sollte, zeigt Dein Schlägerkopf leicht rechts des Zieles, wenn Deine Füße direkt auf das Ziel ausgerichtet sind.

Überprüfe Dich auf diesem Wege am besten mehrmals hintereinander. Visiere das erste Ziel an, überprüfe Deine Ausrichtung durch Deinen Schläger, nimm Deine Tendenz wahr und richte Dich dann auf das nächste Ziel aus. Wiederholst Du diesen Ablauf 10 Mal pro Trainingseinheit auf der Range, kommst Du einer optimalen Ausrichtung immer näher.

Möglichkeit 2:

Möglichkeit 2 involviert ein buntes Hilfsmittel, das mittlerweile aus keinem Profi Bag dieser Welt mehr wegzudenken ist: Alignment Sticks oder Ausrichtungsstäbe


Durch den Alignment Stick (oder ersatzweise durch einen Schläger) richtest Du Dich permanent optimal aus. Bedenke jedoch, dass die Ausrichtung der Schlagfläche entscheidend ist. Je näher Du den Stab daher an Deine Füße legst, desto weiter links musst Du diesen ausrichten.

Grundlagen Golfschwung

Willst Du sicher gehen, dass Deine Schlagfläche und Füße tatsächlich parallel ausgerichtet sind, so nutze am besten nicht nur einen, sondern 2 Stäbe. Leg’ beide Stäbe dazu parallel auf den Boden, sodass der Stab, der Deine Schlagfläche ausrichtet, direkt auf Dein Ziel zeigt.

Klar — wer seine Stäbe einmal richtig auf ein Ziel ausgerichtet hat, will diese erst einmal so liegen lassen. Die Folge: Wir feuern einen Ball nach dem anderen auf das gleiche Ziel.

Diese Möglichkeit empfiehlt sich, wenn Du Dich über einen längeren Zeitraum falsch ausgerichtet hast und Dich zunächst an die neuen optischen Eindrücke der korrekten Ausrichtung gewöhnen musst.

Denn wer falsch zielt, merkt oft nicht, dass er falsch zielt. Der Körper gewöhnt sich an die Perspektive, das Unterbewusstsein kompensiert den Golfschwung, um den Ball doch noch halbwegs zum Ziel fliegen zu lassen.

Die Perspektive einer richtigen Ausrichtung kann sich deshalb ungewohnt und neu anfühlen. Indem wir mehrere Bälle mit Alignment Stick auf ein Ziel schlagen, geben wir uns die Chance, uns umzustellen.

Bedenke allerdings, dass wir Alignment Sticks im Turnier nicht nutzen dürfen. Wer zu oft damit trainiert — statt Möglichkeit 1 zu nutzen — gibt sich zwar den Eindruck, dass er die Ausrichtung im Griff hat. Doch wir sollten dieses Kunststück letztendlich dort wiederholen können, wo es zählt: Auf dem Platz. Hier kommt Möglichkeit 3 ins Spiel.

Möglichkeit 3:

Frag’ einen Mitspieler oder Trainingspartner, ob er Deine Ausrichtung überprüft. Einer von Euch muss ohnehin warten, bis der andere abgeschlagen hat. Warum sich nicht gegenseitig helfen?

Je präziser Ihr dabei vorgeht, desto besser. „Ich will aufs Fairway“ ist in unseren Augen kein vernünftiges Ziel. „Ich will in Richtung des höchsten Baumes in der Baumreihe dort hinten“ klingt da schon besser. Dein Mitspieler oder Deine Mitspielerin hat nun einen konkreten Anhaltspunkt und kann Deine tatsächliche Ausrichtung damit vergleichen.

Golfschwung Grundlage #3: Die Ansprechposition

Wer zu nah oder zu weit weg, zu aufrecht oder zu gebückt am Ball steht, gibt seinem Schläger entweder zu viel oder zu wenig Raum, um sich optimal zu bewegen.

Viele „Schwungfehler“ sind oft keine Schwungfehler, wenn man berücksichtigt, dass sich unser Schläger meist den einfachsten Weg sucht.

Wenn wir den optimalen Weg durch eine schlechte Haltung — eine falsche Ausrichtung oder einen schlechten Griff — verbauen, bleibt oft nur eine Bewegung übrig, die allerlei Kurven und keinerlei Konstanz im Gepäck hat.

Eine gute Ansprechposition folgt drei einfachen Prinzipien:

  • Das Gewicht ist mittig auf beiden Füßen verteilt,
  • die Hände baumeln unterhalb der Schultern,
  • die Sohle des Schlägers liegt komplett auf dem Boden auf.
golfschwung
golfschwung

Auch das ist übrigens etwas, das Du regelmäßig überprüfen solltest. Entweder, indem Du eine Kamera an einen Balleimer lehnst und Dich selbst filmst. Oder indem Du, wie bei der Ausrichtung, einen Mitspieler nach Feedback fragst.

Gib ihm oder ihr auch hierbei klare Anweisungen:

„Kannst Du bitte einmal schauen, ob meine Hände unterhalb der Schultern baumeln in der Ansprechposition?“ statt „stehe ich gut am Ball?“.

Du möchtest mehr Übungen und Bewegungshilfen für Dein langes Spiel? 

Golfschwung
Dann wirf einen Blick auf unser Videotrainingsprogramm „Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht“. Im Trainingsprogramm zerlegen wir den Golfschwung in seine Einzelteile und bringen Dir die Aspekte der Bewegung näher, die alle guten und wiederholbaren Schwünge gemeinsam haben. 

Wir zeigen Dir, auf was Du Dich wirklich konzentrieren solltest und was Du problemlos vergessen kannst. Zudem bringen wir Dir Übungen und Bewegungshilfen näher, die Dich fast schon automatisch in die optimale Position bringen. Anleitungen für perfekte Videoaufnahmen und andere Wege zur Selbstkontrolle inklusive. 

Und weil der Golfschwung wichtig, jedoch auch nicht alles ist, schauen wir uns in Teil 2 des Trainingsprogramms an, wie Du Deine verbesserte Technik auf den Platz überträgst. Wir zeigen Dir Übungen, die Dich auf die Herausforderungen auf dem Golfplatz einstellen, stellen Dir Ideen für eine gute Platzstrategie vor und zeigen Dir, was Du tun kannst, um auch unter Druck cool und gelassen zu bleiben.

Klicke den folgenden Button, um mehr über den exakten Aufbau von Swing Easy zu erfahren oder, um direkt am Training teilzunehmen.

Golfschwung Grundlage #4: Die Schulterdrehung

Der Golfschwung ist ein bisschen, wie ein Song in den Charts. Jedes Musikstück in den Charts ist unterschiedlich und trotzdem haben alle erfolgreichen Stücke eines bestimmten Genres mehrere Gemeinsamkeiten: Ähnliche Instrumente, ein ähnlicher Rhythmus, eine ähnliche Länge.

Beim Golf ist das ähnlich: Jeder Schwung ist unterschiedlich — und trotzdem haben die Golfschwünge aller erfolgreichen Spieler und Spielerinnen mehrere Gemeinsamkeiten.

Neben dem, was wir bislang angesprochen haben, gehört auch eine saubere Schulterdrehung zu diesen Grundlagen.

Eine saubere Schulterdrehung ist aus zwei Gründen enorm wichtig:

Stell’ Dir einmal vor, Du würdest einen Ball werfen und dabei nur die Arme einsetzen. Der Rest des Körpers bleibt still. Wie viel Power hätte Dein Wurf in diesem Fall? Wie wiederholbar wären Deine Würfe? Wie würde sich Nervosität (und damit Spannung in den Armen) auf Deine Bewegung auswirken?

Wahrscheinlich sind wir uns hierbei einig: Die größere Muskulatur sorgt nicht nur für eine wiederholbarere Bewegung, sondern auch für mehr Power. Power, die wir am Ball wieder entladen können.

Wer einen Ball nicht nur aus den Armen wirft, sondern gleichzeitig die Schultern und den Oberkörper einsetzt, wirft weiter und konstanter. Wer den Golfschwung mit einer Schulterdrehung beginnt, schlägt längere und präzisere Bälle.

Mehrere Übungen, die Dir helfen, Deine eigene Schulterdrehung zu überprüfen und feinzutunen, lernst Du im folgenden Video kennen.

Golfschwung Grundlage #5: Voller Einsatz

Was wir als fünfte und letzte Grundlage unbedingt ansprechen möchten, ist der Einsatz, den wir dem kommenden Schlag entgegen bringen. Einsatz beim Golf unterscheidet sich erheblich vom Einsatz bei anderen Sportarten. Einsatz beim Golf ist mentaler Natur.

Als Einsatz beschreiben wir das Vertrauen, welches wir dem kommenden Schlag entgegen bringen. Denn egal, welches Handicap den Mitgliedsausweis ziert: Wer hinter seinen Entscheidungen steht, spielt langfristig gutes und konstantes Golf.

Wer zweifelt, sich und seinen Entscheidungen nicht vertraut und sich von Nervosität ablenken lässt, steht weniger überzeugt über den kommenden Schlag. Selbstvertrauen und Score leiden.

Das Schöne:

Zweifel brauchen Gedanken, die sie anheizen und wachsen lassen.

Trennst Du Denken und Spielen bewusst voneinander, erhöhst Du Deinen mentalen Freiraum. Gedanken lassen sich zwar nicht ausschalten, doch wir können verhindern, dass wir uns unmittelbar vor dem Schlag noch mit Dingen befassen, an die wir eigentlich bereits hätten denken sollen.

  • „Woher kam der Wind nochmal?“
  • „Wie weit ist es über den Bunker?“ und
  • „von wo möchte ich auf dem Grün am liebsten putten?“

Fragen, wie diese, sollten wir geklärt haben bevor wir unsere Ansprechposition einnehmen. Über dem Ball geht es nur noch um die Ausführung. Diese Trennung können wir jedem nur ans Herz legen.

Folgende Übung hilft bei der Umsetzung:

Leg’ einen Alignment Stick oder eine Schnur direkt hinter Deinen Ball. Triff alle Entscheidungen hinter dem Ball und übertrete den Stab oder die Schnur, um Deine Ansprechposition einzunehmen, erst dann, wenn Du Dich mit der Entscheidung wohl fühlst.

Teil dieser Entscheidung sollte immer eine Antwort auf die Fragen…

  • wo will ich hin?
  • mit welchem Schläger komme ich dort hin?
  • Gibt es etwas, das ich zudem beachten muss (Balllage, Wind, Hindernisse)?

…sein.

Solltest Du über dem Ball erneut an Wind, Schlägerwahl oder irgend etwas anderes denken, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Ausführung des Schlages zusammenhängt, so brich den Schlag ab. Tritt’ hinter den Ball und beginn’ von vorne.

Zwing’ Dich zu dieser Art von Disziplin, denn nur wenn Du das Denken vom Spielen trennst, stehst Du wirklich entschlossen über dem Ball. Nur wenn Du wirklich entschlossen über dem Ball stehst, gibst Du Deinem Körper die beste Chance auf Erfolg.

Nicht nur das:

Wer sich vor dem Schlag die Zeit nimmt, um über Ziel, Distanz und Winkel zum Ziel nachzudenken und daraufhin eine Entscheidung trifft, spielt langfristig einfach besser. Der Zufall ist ein schlechter Caddy.

Ein wiederholbarer und effektiver Golfschwung: Das solltest Du noch wissen

Erinnerst Du Dich noch an den Kommentar mit dem wir diesen Artikel eröffnet haben?

Grundlagen Golfschwung

„Und der Grund für diese Katastrophenschläge ist relativ simpel: Die Schlagfläche kommt nicht richtig an den Ball, weil MAN EINFACH DANEBEN HAUT UND DEN BALL NICHT RICHTIG TRIFFT! So einfach ist das. Würde ich jeden Ball gut treffen, hätte ich ein Single Handicap.“

Wir hoffen, dieser Artikel hat Dir gezeigt, dass „weil man einfach daneben haut“ keine vernünftige Analyse ist. Hinzu kommt, dass wir in der Ansprechposition bereits einiges tun können, um nicht mehr „daneben zu hauen“.

Es stimmt, dass den Golfball letztendlich nur eines interessiert:


Wie wir ihn treffen. Der Golfball interessiert sich nicht dafür, wie wir gerade spielen, ob es regnet oder ob die Sonne scheint oder, ob unsere Mitspieler nett oder unfreundlich sind.

Doch der Golfschwung ist eine Bewegungskette. Schlechte Ballkontakte sind ein Indiz dafür, dass wir den Schläger bis zu diesem Zeitpunkt hin nicht optimal bewegt haben.

Damit wir Körper und Schläger optimal bewegen können, müssen wir sichergehen, dass die Grundlagen sitzen.

Dass wir den Schläger richtig greifen.

Dass wir optimal am Ball stehen und nicht einfach eine Haltung einnehmen, weil sich diese eben gut anfühlt.

Dass wir die Bewegung mit der großen Muskulatur einleiten und vor dem Schlag eine Entscheidung treffen.

Erst wenn diese Punkte sitzen, können wir uns der Bewegung selbst widmen und ineffektive Bewegungsmuster durch effektivere ersetzen.

Dazu haben wir in unserem Blog mehrere weiterführende Inhalte für Dich. Möchtest Du allerdings mehr Inhalte, wie in diesem Artikel, chronologisch aufgebaut und Schritt für Schritt erklärt, so wirf doch einen Blick auf unser Video Trainingsprogramm „Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht“.

Golfschwung

Im Trainingsprogramm zeigen wir Dir die Bewegungsmuster, die alle guten Golfschwünge gemeinsam haben. In Swing Easy erhältst Du zudem eine Wagenladung an effektiven Übungen, die Dich fast automatisch in die richtige Position bringen.

Denn technische Anweisungen sind nur dann etwas wert, wenn wir diesen ein Gefühl zuordnen können. Nur dann gelingt uns auch die Umsetzung. Unsere Übungen und Bewegungshilfen zeigen Dir, wie.

Swing Easy macht Deine jetzige Bewegung damit nicht nur effektiver und wiederholbarer. Swing Easy kurbelt Dein Schwungverständnis an. Du weißt, warum eine bestimmte Bewegung Sinn macht, wie gute Ballkontakte entstehen, warum Dein Ball kurvt und wie Du Deine ungewünschten Kurven wieder los wirst. Mit Swing Easy wirst Du selbst zu Deinem besten Coach und kennst selbst effektive Lösungen für Dein Spiel.

Gleichzeitig bringen wir Dir in Swing Easy Übungen und Strategien näher, die Dir helfen, Deine verbesserte Technik auf den Platz zu übertragen.

Hast Du vor einem Schlag schon einmal an die mögliche Konsequenz dieses Schlages gedacht? Hast Du Deinen Score vielleicht schon einmal hochgerechnet? Und standest Du danach nervös und verunsichert über dem Ball? Deine Gedanken waren überall, nur nicht bei Deinem Ziel?

Dann weißt Du, wie wichtig ein ganzheitlicher Trainingsansatz ist. Ein Trainingsansatz, der sich nicht ausschließlich um die Technik kümmert, sondern sicher geht, dass Du Dich im Training auf die Herausforderungen auf dem Platz einstellen kannst. Denn letztendlich ist es der Score, der zählt. Und der entsteht auf dem Golfplatz.

Aus genau diesem Grund widmen wir uns in Teil 2 und 3 des Trainings auch der mentalen Seite des Spiels. Wir widmen uns dem Thema Platzstrategie und zeigen Dir Strategien für einen kühlen Kopf unter Druck, Ideen gegen Nervosität am ersten Abschlag und Übungen für mehr Präzision.

Klicke den folgenden Button, um mehr über „Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht“ zu erfahren oder, um direkt am Trainingsprogramm teilzunehmen.

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Putten
Kurzes Spiel

Was Du über das Putten wissen solltest

Putten ist simpel. Wir rollen einen kleinen, weißen Ball in ein großes, rundes Loch. Ein gelochter Putt markiert das Ende der Spielbahn — auch wenn dieses Ende manchmal etwas länger dauert.

Doch „simpel“ bedeutet nicht immer „einfach“. Auch die Weltspitze verzweifelt ab und zu am Spiel auf der kurzgemähten Fläche.

Sogar der große Ben Hogan meinte einmal: 


„Putten ist ein anderes Spiel.“ 


Hogan ging sogar soweit und meinte, dass sich das Putten so vom Rest des Spiels unterschied, dass Putts nicht zum Score hinzugezählt werden sollten.

Hogan war der Meinung, 

  • die Person mit dem besten Schwung,
  • die Person, die am meisten Grüns in Regulation traf
  • und die Bälle am nächsten an der Fahne absetzte,

…sollte am Sonntagnachmittag mit dem Pokal und einem ordentlichen Scheck nach Hause fahren.

Wer sich auf den Ranges dieser Welt umguckt, stellt schnell fest, dass viele Amateure Hogans Ansicht teilen — wenn auch vielleicht nur unbewusst. Die Range ist der am meisten besuchte Teil der Übungsanlage. Das Übungsgrün wird nur dann aufgesucht, wenn es unbedingt sein muss.

Auch wenn sich das Putten stark vom langen Spiel unterscheidet: Putts zählen. Putts zählen fast schon überproportional zum Score dazu. Ein 50cm Putt hat den selben Effekt auf unseren Score, wie ein 300m langer Drive. Beides Mal notieren wir einen Schlag.

Ersteres kommt zudem deutlich häufiger vor, als viele glauben:

Fast 50% aller Schläge auf einer Runde machen wir mit dem Putter. Kein anderer Schläger kommt so häufig zum Einsatz. Und kein anderer Schläger hat damit einen so großen Einfluss auf unseren Score und damit oft auch auf unser Selbstvertrauen.

Das Putten hält das größte Potential für Spieler aller HCP-Klassen

Wir sind davon überzeugt, dass das Putten das größte Potential für Spieler und Spielerinnen aller Handicapklassen birgt. Ein verzogener Drive lässt sich durch die weiteren Schläge korrigieren, ein verpasster Putt nicht.

Hinzu kommt, dass nicht jeder die körperlichen Voraussetzungen hat, um einen langen Ball mit dem Driver zu schlagen. Doch wir alle können Putts lochen. Je kleiner die Bewegung, desto einfacher ist es, diese zu meistern und desto weniger spielen körperliche Gegebenheiten eine Rolle.

Aus diesem Grund möchten wir uns in diesem Artikel ausführlich mit dem Putten beschäftigen und Dir eine Anleitung zur Verfügung stellen, die Dir hilft, Dein Putten zu verbessern.

Der folgende Artikel ist mit Abstand unser längster. Um Dir das Lesen (in Etappen) deshalb zu vereinfachen, haben wir Dir hier ein Inhaltsverzeichnis eingefügt. Klicke die Überschrift des entsprechenden Abschnitts und Du landest dort, wo Du aufgehört hast.

Dieser Artikel ist zudem in zwei Teile unterteilt:

  • Technik und
  • Anwendungstraining.

Ziel des ersten Teils ist es, dass Du verstehst, was einen Putt aus technischer Sicht erfolgreich macht, sodass Du Dich im Training überprüfen und auf die wichtigsten Aspekte konzentrieren kannst.

Dabei wirst Du hoffentlich feststellen, dass ein Putt in der Theorie alles andere als kompliziert ist und, dass die wichtigsten technischen Aspekte durchaus überschaubar sind. Das soll Dir helfen, Wichtiges von Unnötigem zu trennen und schwachsinnige „so puttest Du wie Tiger Woods“-Anleitungen, die man im Netz leider immer noch findet, links liegen zu lassen.

Ziel des zweiten Teils ist es, Dich mit einigen Übungen vertraut zu machen, die Dich auf die Herausforderungen auf dem Platz einstellen und Dein Putten fit für die Runde machen.

Denn auch wenn uns eine solide Technik hilft — technische Perfektion sollte nie unser Ziel sein. Nirgendwo steht, dass Imperfektionen in der Bewegung einen Ball davon abhalten, das Loch zu finden. Gut getroffene Putts werden ab und zu am Loch vorbeilaufen und schlecht getroffene Putts werden ab und zu ins Loch fallen.

Teil 1: Die Technik beim Putten

Der Putt ist meist der erste Schlag, den Anfänger in einem Schnuppertraining lernen. Das hängt damit zusammen, dass ein Putt relativ einfach auszuführen ist und wir Golfer bei keinem anderen Schlag so viel individuellen Freiraum haben.

Beispiele aus dem Profibereich gibt es zur Genüge:

Michelle Wie macht mit gebeugter Haltung und breitem Stand auf sich aufmerksam, Sergio Garcia überzeugt mit dem Klauengriff. Tiger Woods vertraut einem dünnen Griff, Bryson Dechambeau nutzt — zumindest bis heute — einen dicken Griff. Letzterer soll unnötiges Winkeln der Handgelenke vermeiden.

Während sich Stand, Griff und Körperhaltung von Spieler zu Spieler unterscheiden, so haben alle guten Spieler eines gemeinsam:

Ihr Ball startet auf der von ihnen gewünschten Linie.

Genau das ist das Ziel einer guten Puttbewegung und der Sinn hinter einem guten Techniktraining: Den Ball in die von uns gewünschte Richtung starten lassen.

Stell’ Dir für einen Moment vor, was passiert, wenn wir diese Fähigkeit nicht besitzen:

Wenn Du diese Fähigkeit nicht besitzt und drei Putts von ein und derselben Stelle spielst, kann es sein, dass der erste Putt rechts am Loch vorbeiläuft, der zweite Putt links am Loch vorbeiläuft und der dritte Putt das Loch findet. Konstanz sieht anders aus.

Mehr noch:

Wenn Dein Ball eh nicht in Deine gewünschte Richtung startet, warum den Putt dann überhaupt lesen?

Besitzt Du diese Fähigkeit jedoch, werden Deine Putts nicht nur konstanter. Dir fällt das Lesen der Grüns leichter. Rollt ein Ball am Loch vorbei, kannst Du einzelne Faktoren isolieren. Du weißt, dass der Misserfolg entweder auf das Konto einer falschen Linie oder auf das Konto einer, für diese Linie, falschen Geschwindigkeit geht.

Wir persönlich trainieren und überprüfen diese Fähigkeit vor jeder Trainingseinheit. Zu wissen, dass unser Ball gerade startet, gibt uns persönlich eine Menge Selbstvertrauen.

Um den Ball auf unserer gewünschten Linie starten zu lassen sind zwei Dinge entscheidend:

1.) Die Schlagfläche im Treffmoment und

2.) der Ort, an dem wir den Ball treffen.

Aber alles der Reihe nach…

Besser Putten: Die Schlagfläche im Treffmoment

Anders als im langen Spiel, gibt es beim Putten keine Flugkurven. Zeigt unsere Schlagfläche im Treffmoment nach rechts, rollt der Ball nach rechts. Zeigt unsere Schlagfläche im Treffmoment nach links, rollt der Ball nach links.

Idealerweise bewegen wir unsere Schlagfläche im Treffmoment neutral durch den Ball. Zeigt die Schlagfläche zum Ziel, rollt auch der Ball dorthin.

Die Wichtigkeit der Schlagfläche ist dabei übrigens keine Übertreibung. Laut Biomechaniker Dr. Rob Neal gehen nur 18% eines erfolgreichen Putts auf das Konto der Schwungbahn. Ganze 82% gehen auf das Konto der Schlagfläche im Treffmoment (Quelle).

Damit Deine Schlagfläche im Treffmoment auch in Richtung des Zieles zeigen kann, solltest Du zwei Dinge überprüfen:

  • Deine Ausrichtung und
  • Deine Pendelbewegung.

Die Ausrichtung beim Putten ist relativ selbsterklärend. Wer falsch ausgerichtet ist, verfehlt das Loch oder kompensiert. Achte daher auf Deine Fußlinie und markiere Deine Bälle gegebenenfalls mit einer Linie, die Du auf das Loch ausrichtest.

Putten

Die Pendelbewegung ist dagegen nicht ganz so selbsterklärend. Denn hierbei sollten wir zunächst zwischen der Art und Weise, wie wir den Putter bewegen und der Ebene, auf der wir den Putter bewegen, unterscheiden. Lass’ uns dazu einen Schritt zurücktreten und einmal darüber nachdenken, was eine gute Puttbewegung ausmacht.

Wie sollten wir den Putter bewegen?

Ziel einer guten Puttbewegung — und damit einer guten Technik — ist es, den Ball auf der von uns gewünschten Linie starten zu lassen. Damit wir dieses Kunststück Runde für Runde wiederholen können, sollten wir darauf achten, wie wir den Putter bewegen.

Stell’ Dir einmal vor, Du würdest einen Ball werfen. Dabei dürftest Du allerdings nur Deine Arme einsetzen, der Rest des Körpers muss ruhig bleiben. Wie glaubst Du, würdest Du damit abschneiden? Wie konstant wären Deine Resultate?

Etwas Ähnliches passiert, wenn wir beim Putten primär die Hände und Arme einsetzen. Unsere Hände und Arme können natürlich die Power aufbringen, um einen Putt zum Ziel zu befördern.

Doch unsere Hände und Arme sind enorm anfällig für Spannungen. Nur eine kleine Veränderung Deines Muskeltonus — etwa, weil Du nervös bist — und Dein Gefühl und die Wiederholbarkeit Deiner Putts gehen Dir flöten.

Aus diesem Grund wollen wir unseren Putter immer über die Schultern bewegen. Die Schultern leiten die Bewegung ein, die Schultern schwingen den Putter durch den Ball. Die Handgelenke bleiben dabei vollkommen ruhig. Auch Kopf und Beine wackeln nicht.

Putten
Putten

Wer das üben oder überprüfen will, kann folgende Übung durchlaufen:

Je weniger Körperteile sich während der Bewegung bewegen, desto größer die Chance, dass Deine Schlagfläche im Treffmoment auch zum Ziel zeigt. Gleichzeitig wird Deine Bewegung auf diese Weise deutlich wiederholbarer.

Wo sollten wir den Putter hinbewegen?

Kopf und Beine wackeln nicht, Deine Handgelenke winkeln nicht an, nur die Schultern bewegen den Putter? Super! Denn dann können wir uns im nächsten Schritt anschauen, auf welcher Ebene wir den Putter bewegen sollten.  

Erneut: Ziel einer guten Technik beim Putten ist es, den Ball auf der gewählten Linie starten zu lassen.

Das fällt uns deutlich leichter, wenn wir den Putter gerade zurück und gerade nach vorne pendeln lassen.

Uns ist bewusst, dass es Trainer und Trainerinnen gibt, die nichts gegen ein leichtes Öffnen und Schließen der Schlagfläche haben — oder diese Bewegung sogar aktiv lehren. Wir selbst dachten früher, dass manche Putter für ein Öffnen und Schließen der Schlagfläche gebaut sind…bis wir Dave Pelzs Putting Bible lasen.

Dave Pelz gehört zu den wenigen Trainern auf diesem Planeten, die man ohne mit der Wimper zu zucken, als Ikone bezeichnen kann. Alles, was Rang und Namen hat, hat an einem Punkt ihrer Karriere nach Pelz Rat im kurzen Spiel gefragt.

Pelz befürwortet eine Bewegung, bei der sich unser Putter gerade zurück und gerade wieder durch den Ball bewegt, aus einem einfachen Grund:

Öffnen und Schließen wir unsere Schlagfläche, lässt nur ein perfektes Release den Ball auf der von uns gewünschten Linie starten. Den Ball tatsächlich genau dann zu treffen, wenn die Schlagfläche zum Ziel zeigt, ist dabei alles andere als einfach.

Schwingt Dein Putter jedoch gerade zurück und gerade durch den Ball, sieht es deutlich besser aus. Pelz zieht dabei den Vergleich zum Bowling:

Eine Bowling Kugel wird gerade zurück und gerade wieder nach vorne geschwungen. Die Hand, die die Kugel hält, baumelt dabei unterhalb der Schulter. Ob der Spieler die Kugel nun etwas früher oder später loslässt, ist egal. Da die Kugel nicht um den Körper rotiert wird, wirken sich einige Zentimeter mehr oder weniger nicht auf die Startrichtung aus. Gleiches gilt beim Putten, wenn wir den Schläger gerade zurück und wieder nach vorne schwingen.

Wie Du das überprüfst oder übst?

Mit dem Schienen-Drill.

putten

Hierbei schnappst Du Dir zwei Schläger und legst diese parallel zueinander auf das Übungsgrün, sodass Dein Putter gerade noch dazwischen passt. Nun puttest Du einige Bälle. Ziel ist es, die beiden Schläger nicht zu berühren — und den Putter sauber dazwischen gleiten zu lassen.

Sowohl eine saubere Ausrichtung, als auch eine saubere Pendelbewegung helfen Dir, die Schlagfläche im Treffmoment nicht zu verkanten — sondern exakt in die gewünschte Richtung zeigen zu lassen.

Dazu möchten wir Dir im folgenden Abschnitt einige Übungen vorstellen.

Du möchtest mehr Übungen, wie diese?

Dein HCP fällt auf dem Grün

Nicht nur gehen wir im Buch intensiv auf die technischen Hintergründe einer guten Puttbewegung ein. Du erhältst ein gutes Dutzend Übungen, um Deine Bewegung zu überprüfen und feinzutunen. Von Übungen, die Dir dabei helfen, nur die Schultern zu bewegen und den Körper ruhig zu lassen bis hin zu Übungen, die Dir bei der optimalen Position Deiner Schlagfläche im Treffmoment helfen — im Buch ist alles dabei.

Doch weil die Technik nur einen Teil guter Putts ausmacht, zeigen wir Dir in Kapitel 2 und 3 des Buches Übungen und Strategien für ein starkes Spiel auf dem Platz. Wir zeigen Dir, wie Du Dich im Training optimal auf die Herausforderungen auf dem Platz einstellst und unter Druck cool und gelassen bleibst.

In „Dein HCP fällt auf dem Grün — Das Putten als Schlüssel zu einem niedrigeren Score“ erhältst Du in der eBook Version 118 Seiten kampferprobtes Putt Know-How — einfach erklärt und durch die Vielzahl an Übungen leicht umzusetzen.

Puttübungen für eine optimale Position der Schlagfläche im Treffmoment

Übung #1: Rechts-Links-Mitte

Einer unserer Mannschaftstrainer aus Jugendzeiten hat uns vor langer Zeit einmal einen Tipp gegeben, der unser Training bis heute beeinflusst. Freddy kämpfte damals gegen einen Slice. Auf das optimale Endergebnis fokussiert, schlug er einen Ball nach dem anderen — immer in der Hoffnung, den Bananenball mit dem nächsten Schlag gerade biegen zu können. 


„Warum versuchst Du nicht einfach mal einen Hook?“


Einen Hook? Ich will den Ball doch gerade schlagen? Dieser Tipp war so simpel, dass man ihn leicht übersieht. Ein so komplexer Ablauf, wie der Golfschwung, erfordert doch auch eine komplexe Lösung, wenn es mal klemmt, richtig? Falsch!  

Unser Golfspiel lebt von unserem Gefühl. Je besser unser Gefühl und je lebhafter und detaillierter das Bild, das wir diesem Gefühl zuordnen können, desto schneller können wir Fehler gegebenenfalls korrekt analysieren und desto besser wird folglich unser gesamtes Spiel.

Doch wie fühlt sich die „richtige“ Bewegung an? Wie fühlt sich ein gerader Schlag an, wenn wir unseren Ball seit Tagen nur slicen?

Sich auf das ideale Endergebnis zu konzentrieren, ist in diesem Fall nicht praktikabel und teilweise auch nicht möglich. Stattdessen konzentrieren wir uns auf das Gegenteil. Wir schlagen einen Hook, wenn wir zum Slice tendieren und geben unserem Körper so einen neuen Impuls. Der Körper weiß, wie sich ein Slice anfühlt. Nun finden wir heraus, wie sich das Pendant zum Slice anfühlt.

Bevor wir beim Golf wissen können, was für uns richtig ist, müssen wir oft ein bisschen experimentieren und herausfinden, was für uns nicht richtig ist. Wer mit Slice und Hook experimentiert, findet die goldene Mitte deutlich leichter, als jemand der „steril“ trainiert und ja nichts falsch machen möchte.

Ähnliches gilt auch auf dem Puttinggrün.

Es hilft uns, einige Putts mit einer absichtlich verkanteten Schlagfläche zu spielen. Einerseits, weil wir dadurch merken, was es heißt „die Schlagfläche im Treffmoment zu verkanten“. Und andererseits, weil wir dem gewünschten Ergebnis dadurch näher kommen. Was sich für uns richtig anfühlt, finden wir deutlich schneller heraus, wenn wir wissen, was sich für uns komplett falsch anfühlt.

Schnapp’ Dir 3 Bälle und begib Dich auf die Suche nach einem Loch ohne oder mit nur leichtem Break. Für den ersten der 3 Putts richtest Du Dich stark links des Loches aus. Wenn Du möchtest kannst Du dazu eine Linie auf Deinen Ball zeichnen und diesen mithilfe der Linie ausrichten.

Putten

Nun puttest Du den Ball mit dem Ziel diesen — trotz der offensichtlich falschen Ausrichtung — im Loch zu versenken.

Du wiederholst den Vorgang mit dem zweiten Ball. Allerdings richtest Du diesen nicht absichtlich links, sondern absichtlich rechts des Loches aus. Auch in diesem Fall soll der Putt wieder im Loch verschwinden.

Putten

Den dritten Ball richtest Du auf das Loch aus. (Oder auf die Lochkante im Falle eines leichten Breakputts.) Ziel dieses Putts ist es erneut, den Ball im Loch zu versenken. Einziger Unterschied: Die Schlagfläche muss dazu im Treffmoment nicht verkanten. Du steuerst den Ball nicht zum Loch, Du puttest ihn entsprechend Deiner Ziellinie.

Ideal für diese Übung ist eine Entfernung zwischen 1,5m und 2,5m. Lang genug, um den Effekt der Schlagfläche sehen und kurz genug, um die Bälle auch tatsächlich einlochen zu können.

Wenn Du diesen Ablauf mehrmals hintereinander durchläufst, wirst Du schnell ein Gefühl für Deinen Putter — und noch wichtiger, die Schlagfläche Deines Putters im Treffmoment — erhalten. Du merkst auf diese Weise nicht nur, wie sich die Schlagfläche manipulieren lässt, Du merkst gleichzeitig, was sich gut und was sich weniger gut anfühlt. Beides ist nicht nur für Dein Spiel, sondern auch für die weiteren Übungen, die wir Dir nun vorstellen, enorm wichtig.

Übung #2: Eine Schlagschnur

Auch eine Schlagschnur ist ein großartiger Weg, die optimale Ziellinie unseres Balles im Training zu veranschaulichen.

Eine Schlagschnur gibt es für kleines Geld im Baumarkt Deines Vertrauens oder bei Amazon. Aufbau und Nutzung sind simpel: Zunächst füllen wir das Gehäuse der Schnur mit Kreide auf, im zweiten Schritt ziehen wir die Schnur aus dem Gehäuse, spannen sie und lassen sie einmal nach unten schnalzen.

Das Ergebnis ist eine perfekte, geradlinige Kreidelinie auf dem Grün. Keine Angst vor Ärger mit den Greenkeepern: Der Kreide-Abdruck der Schnur verschwindet spätestens beim nächsten Regen komplett.

Um effektiv mit der Schlagschnur arbeiten zu können, suchst Du Dir am besten einen geraden Putt aus. Spiele hierzu ein paar Bälle oder rolle diese mit der Hand, um sicherzugehen, dass nicht doch ein kleines Break vorhanden ist.

Hast Du einen geraden Putt gefunden, spannst Du die Schnur so, dass die Kreidelinie mittig ins Loch zeigt und ungefähr 2m lang ist.

Nun legst Du Deinen ersten Ball auf das hinterste Drittel der Kreidelinie und spielst ein paar Putts. Beachte das Rollverhalten Deines Balles. Startet und rollt dein Ball auf der Kreidelinie und plumpst schließlich mittig ins Loch, so zeigt Deine Schlagfläche im Treffmoment zum Ziel.

Rollt Dein Ball rechts oder links am Loch vorbei, so verkantet Deine Schlagfläche im Treffmoment.

Durch die Kreidelinie gehst Du sicher, dass Du immer ideal auf Dein Loch ausgerichtet bist. So kannst Du Dich ausschließlich auf die Startrichtung des Balles konzentrieren — und gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Daher wird Dir diese Übung etwas leichter fallen, wenn Du zunächst unsere Rechts-Mitte-Links-Übung mindestens einmal durchlaufen hast.

Übung #3: Ein Puttspiegel

Sofern korrekt ausgerichtet, gibt Dir auch ein Puttspiegel wertvolles Feedback. Nicht nur in Bezug auf die Position Deiner Augen in der Ansprechposition. Auch in Bezug auf die Startrichtung Deiner Putts.

Putten

Voraussetzung dafür ist, dass Du einen geraden Putt wählst und den Spiegel optimal auf die Mitte des Loches ausrichtest. Rollt Dein Ball rechts oder links am Loch vorbei, weißt Du sofort, dass die Schlagfläche Deines Putters nicht mit Deiner Ziellinie übereinstimmte. Spiele deshalb zunächst mehrere gerade Putts mit dem Spiegel. Startet Dein Ball zuverlässig auf Deiner gewünschten Ziellinie und rollt geradewegs ins Loch, kannst Du zu einigen Breakputts über gehen.

Ein netter Nebeneffekt des Puttspiegels: Die roten Linien des Spiegels zeigen Dir gleichzeitig, ob Deine Bewegung noch zu starken Ausreißern nach rechts oder links tendiert. Spielst Du mehrere Putts mit dem Spiegel, merkst Du zudem, ob Deine Augen bei jedem Putt in der gleichen Position sind oder, ob Du zu Schwankungen neigst. Stichwort Kopf ruhig halten.

Wir sind solche Fans des Puttspiegels und dessen universellen Einsatzmöglichkeiten, dass wir unsere eigenen BelowPar Puttspiegel herstellen. Unseren Puttspiegel findest Du hier.

Lass’ uns an dieser Stelle noch einmal zusammenfassen, was wir bislang gelernt haben:

  • Ziel einer guten Technik beim Putten ist es, den Ball wiederholbar auf der von uns gewünschten Linie starten zu lassen
  • Dazu wollen wir den Putter gerade zurück und gerade wieder nach vorn pendeln lassen. Hände, Unterkörper und Kopf sind dabei passiv, nur die Schultern bewegen den Schläger
  • Trainiere die Position Deiner Schlagfläche im Treffmoment mit Übungen, die Dir direktes Feedback liefern

Die Position unserer Schlagfläche im Treffmoment macht einen Großteil der Startrichtung unseres Balles aus. Zeigt Die Schlagfläche im Treffmoment in die gewünschte Richtung, startet auch der Ball in die gewünschte Richtung. Es sei denn, wir treffen den Ball schlecht.

Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

Besser Putten: Der Ort, an dem wir den Ball treffen

Du hast bestimmt schon einmal etwas vom Sweetspot gehört. Der Sweetspot — oder auch die Mitte der Schlagfläche — hat seinen Namen nicht umsonst. Treffen wir den Ball mittig, erhöhen wir nicht nur die Chance, dass der Ball in die gewünschte Richtung rollt. Wir erhöhen gleichzeitig die Chance, dass dieser auch die gewünschte Distanz rollt.

Treffen wir unseren Ball innen oder außen auf der Schlagfläche, kommt nicht nur weniger Energie am Ball an, was bei langen Putts zu Inkonstanz und einer schlechten Distanzkontrolle führt. Der Ball startet nicht auf der von uns gewünschte Ziellinie. Auch dann nicht, wenn unsere Schlagfläche im Treffmoment optimal positioniert ist.

Treffen wir unseren Ball im Sweetspot, fühlt sich der Kontakt weich und solide an. Treffen wir unseren Ball an der Hacke oder an der Spitze des Putters, ist der Kontakt eher hart und dumpf.
Treffen wir den Ball an der Spitze, öffnet sich die Schlagfläche im Moment des Treffens, der Ball startet rechts der gewünschten Ziellinie. Treffen wir den Ball an der Hacke, schließt sich die Schlagfläche im Moment des Treffens. Der Ball startet links der gewünschten Ziellinie.

Sind diese Abweichungen minimal? Je nachdem, wie stark wir den Ball an der Spitze oder an der Hacke treffen, sind sie das. Doch die Message hier ist simpel:

Je eher wir den Ball im Sweetspot treffen, desto konstanter die Energie, die am Ball ankommt. Je konstanter die Energie, die am Ball ankommt, desto besser unser Gefühl. Je besser unser Gefühl — oder unser Touch — desto besser unser Putten.

Denn ein konstanter, wiederholbarer Energietransfer zum Ball sorgt nicht nur für eine gute Startrichtung des Balles. Auch die Geschwindigkeit, die unser Ball rollt, profitiert davon enorm. Und diese beeinflusst wiederum das Break, das der Ball annimmt, was wiederum dazu führt, dass unsere Fähigkeit Grüns zu lesen, immer besser wird.

Doch wie um Himmels Willen trainiert man Sweetspot-Treffer? Dazu möchten wir Dir eine Übung und ein Hilfsmittel vorstellen:

Der Tiger Woods’ Tee Drill

Eine Übung, die jeder Tiger Fan über die Jahre hinweg immer wieder beobachten konnte, ist der Tee Drill: 2 Tees, ein Putter, mehrere Bälle. Das Schöne: Die Übung ist super einfach aufgebaut.
Aus den Tees bauen wir eine Art Tor. Breit genug, sodass der Putterkopf noch durch passt.

Schmal genug, sodass der Putterkopf eines der Tees berührt, wenn wir den Ball nicht im Sweetspot treffen. Tigers Tees liegen fast schon hauteng an dessen Putter an. Ein halber Zentimeter Abweichung im Treffmoment und der Putterkopf bleibt hängen.

Putten

Wer sich selbst als fortgeschrittenen Spieler bezeichnet, kann sich eine Scheibe von Tigers Aufbau abschneiden. Anfänger und höhere Handicaps können sich rechts und links jedoch auch etwas Spielraum lassen.

  • Unsere Faustregel: Wenn Du es 10 Mal in Folge schaffst, den Putter perfekt durch das Tor aus Tees zu bewegen, solltest Du den Abstand zwischen den Tees verringern. Schaffst Du es in nur 2 von 10 Fällen, den Putter durch die Tees zu bewegen, ohne dabei hängen zu bleiben, ist der Aufbau zu schwer.

Dave Pelz Sweetspot Putting Clips

Die Dave Pelz Sweetspot Putting Clips gehören zu den wenigen Hilfsmitteln, die uns seit unserer Jugend verfolgen. Zugegeben, die Clips sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwas schwer zu finden. Pelz eigener Online Shop (pelzgolf.com) liefert leider nicht in die DACH-Region.

Trotzdem möchten wir dieses Hilfsmittel hier ansprechen. Denn wer weiß, ob Du nicht demnächst einen USA Urlaub planst, jemanden kennst, der dort lebt oder einen Anbieter, wie American eBox nutzen willst, der Dir eine amerikanische Adresse fürs Online Shopping zur Verfügung stellt und Deine Einkäufe dann weiterleitet.

Letzteres ist etwas umständlich und etwas teurer. Doch wer es mit Sweetspot-Treffern ernst meint, sollte sich überlegen, ob es das Investment nicht wert ist.


So funktioniert’s:

Die Putting Clips werden auf die Schlagfläche geklebt und so positioniert, dass die Mitte des Clips auch die Mitte der Schlagfläche abbildet.

Putten

Triffst Du den Ball außen oder innen, schießt Dein Ball über die Kante des Clips nach links oder rechts und hat mit dem Loch dementsprechend wenig zu tun. Triffst Du den Ball mittig, rollt dieser so, als wäre der Clip erst gar nicht vorhanden.


Damit erhältst Du etwas, das Du auch mit Tigers Tee Drill erhältst: Direktes Feedback.

Der Feedback-Mechanismus ist in diesem Fall jedoch keine Übung. Der Feedback- Mechanismus klebt auf Deiner Schlagfläche. Du bist damit nicht an eine Stelle gebunden, sondern kannst Deine
Treffer aus unterschiedlichen Distanzen, mit unterschiedlichen Breaks, überprüfen
 und trainieren. Und wenn Du möchtest, kannst Du die Clips sogar während einer Trainingsrunde auf Deinem Putter kleben lassen.

Apropos unterschiedliche Distanzen mit unterschiedlichen Breaks: Ziel eines guten Trainings ist es, auf dem Platz — nicht auf dem Übungsgrün — besser zu werden. Unser Training soll uns helfen, die Aufgaben, die auf dem Platz auf uns zukommen, zu meistern.

Hier kommt Anwendungstraining — das Thema von Teil 2 dieses Artikels — ins Spiel.

Du möchtest mehr Übungen, wie diese?

Dein HCP fällt auf dem Grün

Nicht nur gehen wir im Buch intensiv auf die technischen Hintergründe einer guten Puttbewegung ein. Du erhältst ein gutes Dutzend Übungen, um Deine Bewegung zu überprüfen und feinzutunen. Von Übungen, die Dir dabei helfen, nur die Schultern zu bewegen und den Körper ruhig zu lassen bis hin zu Übungen, die Dir bei der optimalen Position Deiner Schlagfläche im Treffmoment helfen — im Buch ist alles dabei.

Doch weil die Technik nur einen Teil guter Putts ausmacht, zeigen wir Dir in Kapitel 2 und 3 des Buches Übungen und Strategien für ein starkes Spiel auf dem Platz. Wir zeigen Dir, wie Du Dich im Training optimal auf die Herausforderungen auf dem Platz einstellst und unter Druck cool und gelassen bleibst.

In „Dein HCP fällt auf dem Grün — Das Putten als Schlüssel zu einem niedrigeren Score“ erhältst Du in der eBook Version 118 Seiten kampferprobtes Putt Know-How — einfach erklärt und durch die Vielzahl an Übungen leicht umzusetzen.

Teil 2: Anwendungstraining beim Putten

Die obigen Übungen und Trainingshilfen zeigen Dir, ob Dein Ball in Richtung Ziel startet und wo Du diesen triffst. Ist das der Fall, super! Ist das nicht der Fall, dann helfen Dir die Übungen, Deine Muster und Tendenzen zu erkennen. 7 von 10 Putts rollen rechts am Loch vorbei? Versuch’ Deine Schlagfläche etwas mehr zu schließen. Versuch’ Deinen nächsten Putt sogar einmal links am Loch vorbei rollen zu lassen.

Erinnerst Du Dich an den Tipp aus einem der vorigen Abschnitte? Flugkurven lassen sich oft durch den Versuch, ihr Pendant zu schlagen, eliminieren. Zeig’ Deinem Körper, was es heißt, den Ball  zunächst rechts und dann links starten zu lassen. Das hilft Dir, die goldene Mitte schneller zu finden.

Eine solide Bewegung — und fast noch wichtiger, das Verständnis für eine solide Bewegung — hilft uns, alle weiteren Aufgaben zu navigieren, die auf dem Grün auf uns zukommen.

Putts lesen, die Geschwindigkeit des Putts einschätzen, einen Zielpunkt finden — all das wird deutlich einfacher, wenn wir unserer Bewegung vertrauen. Wenn wir wissen, warum unser Ball rechts oder links startet. Wenn wir wissen, welche Übungen und Ideen unserer Bewegung helfen.

Doch so wertvoll eine solide Bewegung auch ist….so wertvoll all diese Übungen auch sind… sie sollten nie Deine komplette Trainingszeit in Anspruch nehmen. Die Technik ist nur einer von 3 Pfeilern auf die sich unser Erfolg beim Putten stützt. Gutes Training schärft nicht nur unsere Bewegung. Gutes Training macht uns mit den Herausforderungen vertraut, die auf dem Platz auf uns zukommen und sorgt dafür, dass wir unsere Technik auch unter Druck anwenden können.

Ein Hauptmerkmal aller Herausforderungen auf dem Golfplatz: Jeder Putt hat eine Konsequenz. Auf dem Platz gibt es keinen Mulligan, keinen zweiten Versuch. Feilen wir an unserer Technik, sieht das oft anders aus.

Techniktraining involviert in der Regel viele Wiederholungen, denn wir wollen ein Gefühl für die neue Bewegung erhalten. Aus diesem Grund bezeichnet man Techniktraining oft auch als Blocktraining. Wir isolieren einzelne Aspekte des Spiels und konzentrieren uns über einen längeren Zeitraum voll und ganz auf die uns bevorstehende, technische Aufgabe.

Beim Anwendungstraining, dem Thema dieses Abschnitts, geht es fast schon um das Gegenteil. Es geht darum, dass wir Ziel, Break und Länge unserer Putts abwechseln. Wir trainieren zufällig. So wie auf dem Platz auch. Ein Ball, ein Ziel, eine Chance. Und weil jeder Schlag auf dem Platz eine Konsequenz mit sich bringt, setzen wir uns auch für die Übungen, die wir durchlaufen, ein Ziel. Erst wenn wir dieses Ziel erreicht haben, schließen wir die Übung ab.

Du bist Anfänger oder spielst ein höheres Handicap? Dann kannst Du gerne etwas mehr Zeit mit Blocktraining verbringen und an Deiner Technik feilen. Doch bitte verliere das Ziel des Spiels dabei nicht aus den Augen.  

Ziel des Spiels ist es, den Ball mit so wenig Schlägen als möglich ins Loch zu befördern. Nirgends steht, dass das nur mit einer lehrbuchähnlichen Technik möglich ist.

Und nirgends steht, dass wir nicht auch dann Putts lochen können, wenn wir unsere Schlagfläche nicht jedes Mal neutral durch den Ball bewegen. Klar, all diese Punkte helfen. Doch Perfektion in diesem Bereich sollte nicht unser Ziel sein.

Gerade der letzte Punkt steht in Kontrast zum Glauben vieler Golfer und Golferinnen. Viele schrauben fast ausschließlich an ihrer Technik herum in der Hoffnung, dass „wenn die Technik sitzt, dann bin ich bereit für den Platz, den nächsten Schritt, mein Traumhandicap, einen Turniersieg.“

Wenn auch Du bislang einen ähnlichen Ansatz verfolgt hast, dann müssen wir Dich leider enttäuschen. Selbst die besten der Welt drücken ab und zu einen Putt am Loch vorbei, weil ihr Rhythmus nicht passt oder die Schlagfläche im Treffmoment alles andere als zum Ziel zeigt.

Golf ist ein kompliziertes Spiel. Genau das macht die Herausforderung und den Reiz aus. Genau das bedeutet allerdings auch, dass wir in der Lage sein müssen, nicht linear über unser Spiel und unser Training nachzudenken.

Wir wünschten, Fortschritt beim Golf wäre so linear, wie der Aufbau dieses Artikels: 


„Erst trainiere ich meine Technik. Wenn die sitzt, gehe ich auf den Platz. Und wenn ich dort gut performe, erhöhe ich den Schwierigkeitsgrad meiner Übungen im Training.“

Wenn, dann…

Diese Denkweise ist gefährlich. Wir möchten deshalb sicher gehen, dass unser Material diese Denkweise nicht unterstützt oder sogar verursacht.

Techniktraining und Anwendungstraining bauen nicht unbedingt aufeinander auf. Techniktraining und Anwendungstraining sind miteinander verbunden und unterstützen sich gegenseitig. Je eher Du reale Drucksituationen im Training simulierst, desto besser und konstanter wird Dein Spiel auf dem Platz. Je eher Deine Putts auf Deiner gewünschten Linie starten, desto besser gehst Du mit diesen Drucksituationen um. Das eine hilft dem anderen.

Wir persönlich überprüfen unsere Technik gerne zu Beginn einer Trainingseinheit. Dabei wechseln wir die Übungen aus Teil 1 dieses Artikels regelmäßig ab. Unser Favorit ist der Puttspiegel. Die Übung ist super einfach aufgebaut und gibt uns mit nur wenigen Putts Aufschluss über eine Menge technischer Hintergründe.

Doch spätestens nach 50% der Zeit, die Du Dir für Dein Training eingeplant hast, solltest Du von der Technik auf die Anwendung übergehen.

Denn Anwendungsübungen, wie die folgenden, zwingen Dich, jeden neuen Putt zu lesen, das Break einzuschätzen und Dich neu auszurichten. Kurzum, Du lernst Entscheidungen zu treffen und Deinen Entscheidungen zu vertrauen.


Auf dem Platz selbst haben diese Fähigkeiten mehr Anteil an Deinem Erfolg, als vielen von uns zunächst bewusst ist. Das spielen des Putts dauert kaum mehrere Sekunden. Das Lesen des Putts, das Treffen einer Entscheidung, das Zielen — all das nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch. Und all das bildet das Fundament für die kommende Bewegung.

Übung #1: Der Stern-Putt (kurze Putts)

Das folgende Bild (klicke, um das Bild zu vergrößern) zeigt den Aufbau eines Stern-Putts. Der Stern-Putt ist eine unserer Lieblingsübungen. Denn einerseits ist der Stern-Putt schnell und einfach aufgebaut. Andererseits decken wir dabei Putts aus mehreren Distanzen ab.

Putten

Die inneren 4 Tees steckst Du eine Putterlänge vom Loch entfernt ins Grün. Hinter jedes der Tees steckst Du jeweils 2 weitere Tees, die jeweils eine Grifflänge vom vorderen Tee entfernt sind.

Du beginnst die Übung an einem der vorderen Tees. Lochst Du den ersten Putt, gehst Du zum nächsten Tee des inneren Kreises. Lochst Du auch diesen Putt, gehst Du erneut ein Tee weiter. Hast Du den inneren Kreis fehlerfrei abgearbeitet, gehst Du zum zweiten Kreis. Lochst Du auch hier alle 4 Putts in Folge, machst Du mit dem dritten und letzten Kreis weiter.

Richtig interessant wird die Übung dann, wenn wir uns für verschobene Putts mit einem Neuanfang der Übung „bestrafen“. Die Übung ist beendet, wenn wir alle 12 Putts nacheinander lochen. Läuft der 11. der 12 Putts am Loch vorbei, geht es zurück an den Anfang und die Runde beginnt von vorn. So kommt etwas Druck im Spiel. Gleichzeitig erhalten wir ein realistisches Bild von unserer Leistung und können unsere anfängliche Performance mit späteren Werten vergleichen.

Übung #2: Der Unter Par-Drill (kurze bis mittlere Putts)

Für diese Übung legst Du Dir 7 Tees zurecht und steckst diese kreisförmig in regelmäßigem Abstand eine Putterlänge entfernt vom Loch ins Grün. Pro Tee puttest Du nur einen Ball. Ziel der Übung ist es, mehr Bälle zu lochen, als am Loch vorbeizuschieben.

Jeder gelochte Putt zählt wie ein Birdie, jeder verschobene Putt wie ein Bogey. Bleibst Du nach allen 7 Putts „unter Par“, so steckst Du alle Tees jeweils eine Grifflänge nach hinten. Anfangs wird Dir das keine Probleme bereiten, denn jeder Putt wird aus der Entfernung einer Schlägerlänge gespielt.

Da Dir die Übung allerdings erlaubt, 3 von 7 Putts nicht zu lochen, wirst Du im Laufe der Zeit immer längere Putts spielen und dabei ganz automatisch besser werden. Du deckst dabei die relativ kurzen aber gefährlichen „Wadenbeißer“, sowie die wichtigen, weil machbaren 2-4 Meter-Putts ab.

Wichtig hierbei ist, dass Du wirklich nur einen Versuch pro Tee und Runde verwendest, um wettbewerbsähnlich zu trainieren. Bleibst Du „unter Par“, geht es eine Grifflänge nach hinten, bleibst Du „über Par“ ist die Übung beendet und Du kannst, wenn Du möchtest, von vorn beginnen.

Behalte Deinen Fortschritt im Auge indem Du Dir notierst, wie viele Male in Folge Du eine Runde (bestehend aus den 7 Tees) „unter Par“ abgeschlossen hast.

Übung #3: 1m Speed Drill (lange Putts)

Ziel der Übung ist es, Putts hinter dem Loch zur Ruhe kommen zu lassen. Regelmäßig, konstant und aus jeder Distanz. Denn ein Putt, der das Loch gar nicht erst erreicht, hat logischerweise auch nicht die Chance, ins Loch zu fallen.


So geht’s:

Für diese Übung benötigst Du 5 Tees, ein Loch Deiner Wahl und einen Schläger. Das erste Tee steckst Du 3m vom Loch entfernt in den Boden. Alle weiteren 4 Tees steckst du jeweils 2m vom vorigen Tee entfernt in den Boden. Somit spielst Du jeweils einen Putt aus 3m, 5m, 7m, 9m und einen aus 11m. Den Schläger legst du 1m hinter das Loch.

Nun geht es darum, die Leiter aus Tees „hochzuklettern“, ohne dabei einen Putt zu kurz zu lassen. Auch wenn ein Ball nicht ins Loch fällt, sollte er zwischen dem Loch und dem 1m vom Loch entfernten Schläger zur Ruhe kommen. Schaffst Du es, alle 5 Putts hintereinander zu lochen oder zumindest zwischen Loch und Schläger zu platzieren? Super! Wiederhole den Vorgang 2 weitere Male. Bleibst Du auch hier fehlerfrei, ist die Übung beendet.

Putten

Klar — auch diese Übung kann man abändern und damit erschweren oder vereinfachen. Einmal indem man die Abstände zwischen den Tees erhöht oder verringert. Und einmal indem man den Abstand zwischen dem Schläger hinter dem Loch und dem Loch selbst schrumpft oder leicht vergrößert. Leicht is hierbei das Stichwort. Denn wer den Schläger 2m hinter das Loch legt, erleichtert sich zwar die Übung, schießt am Ziel der Übung jedoch vorbei.


Ziel der Übung ist es, Putts regelmäßig hinter dem Loch zur Ruhe kommen zu lassen und daraus eine Gewohnheit zu machen. Logischerweise wollen wir einen Putt dabei nicht irgendwo, sondern nur knapp hinter dem Loch platzieren. Andernfalls bringen wir Dreiputts ins Spiel.

Unser Tipp ist daher:

Gib dir maximal 1,25m Platz hinter dem Loch. Auch als Anfänger oder Spieler mit höherem Handicap solltest Du den Spielraum hinter dem Loch so knapp als möglich halten — auch wenn Du damit nicht gleich zu Beginn den Erfolg siehst, den Du Dir wünscht.

Wir alle sind ein Produkt unserer Umgebung. Wer es sich im Training etwas schwerer macht, hat die Tendenz, sich der Situation anzupassen und besser zu werden.


Ein kleines Ziel macht uns präziser, auch wenn wir das Ziel zunächst mehrmals verfehlen. Was langfristig zählt ist nicht nur, wie oft wir das Ziel treffen, sondern auch, ob wir dem Ziel immer näher kommen. Einem kleinen Ziel immer näher zu kommen ist oft besser, als ein sehr großes Ziel jedes Mal zu treffen.

Wer die Leiter aus Tees 3 Mal „abarbeitet“ und dabei mindestens 12 von 15 Putts zwischen Schläger und Loch platziert — oder locht — sollte den Abstand zwischen Loch und Schläger daher auf 75 cm verringern.

Besser Putten — das solltest Du noch wissen

Dieser Artikel ist einer unserer längsten. Nein, dieser Artikel ist unser längster. Mit Abstand. Und trotzdem haben wir das Thema Putten — besser putten — gerade einmal angekratzt. Wenn Du aus dem Artikel etwas mitnehmen konntest, dann versprechen wir Dir, dass Du unser neues Buch „Dein Handicap fällt auf dem Grün“ lieben wirst.

Dein HCP fällt auf dem Grün

Im Buch gehen wir noch detaillierter und ausführlicher auf einzelne Konzepte, Ideen und Strategien aus dem Artikel ein, wir stellen Dir neue Konzepte vor und schenken Dir eine Wagenladung an effektiven Übungen, die Dein Training immer und immer wieder unterstützen. Durchläufst Du unsere Übungen, kannst Du langfristig gar nicht anders, als besser werden.

Von technischen Anleitungen, über die mentale Seite des Spiels bis hin zu dutzenden Übungen, die Dir helfen werden, das Gelernte auf den Platz zu übertragen — in „Dein Handicap fällt auf dem Grün“ ist für alle Handicapklassen eine Menge dabei.

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Golf Hook
Langes Spiel

Weg mit dem Hook

Der Golf Hook ist ein Schlag, bei dem der Ball nach dem Treffmoment (ungewollt) nach links (als Rechtshänder) abdreht und meist außerhalb des Zieles landet. Viel wichtiger als der Hook an sich, ist allerdings die Frage, wie wir ihn wieder loswerden, wenn wir auf dem Platz damit zu kämpfen haben.

Genau darum geht es in diesem Beitrag und im folgenden Video. 

Wie entstehen Flugkurven beim Golf?

Flugkurven entstehen immer dann, wenn sich unsere Schlagfläche und unsere Schwungrichtung im Treffmoment nicht einig sind und in unterschiedliche Richtungen wollen.

Stell' Dir dazu vor, Du stehst auf der Range Deines Heimatplatzes. Du hast ein Eisen 7 in der Hand und bist perfekt auf Dein Ziel ausgerichtet. 

Golf Hook
Golf Hook

Füße, Schlagfläche und Schultern sind parallel und zeigen in diesem Szenario zum Ziel. Entscheidend ist nun, wie wir den Schläger durch den Ball bewegen und was die Schlagfläche dabei macht.

Eine Schwungrichtung, die unsere Ziellinie in die eine oder andere Richtung kreuzt, verursacht noch keine Kurve — sofern die Schlagfläche in die gleiche Richtung zeigt.

Tendieren unsere Bälle zum Hook, kreuzen wir unsere Ziellinie als Rechtshänder von links nach rechts und als Linkshänder von rechts nach links. Dabei spricht man auch von einer „innen-außen“ Schwungrichtung.

Was passiert, wenn wir von innen an den Ball kommen und die Schlagfläche im Treffmoment nicht zum Ziel zeigt, sondern unsere Schwungrichtung widerspiegelt? Wir pushen den Ball.

Der Ball fliegt gerade und landet entweder links oder rechts des Zieles, je nachdem, ob wir den Schläger rechts- oder linksrum schwingen.

Golf Hook
Golf Hook

Der Push ist unserer Erfahrung nach deutlich weniger weit verbreitet, als der Draw oder der Hook, denn unser Unterbewusstsein hat eine Tendenz, Abweichungen zu kompensieren, um den Ball trotzdem noch zum Ziel fliegen zu lassen.

Eine solche Kompensations-Möglichkeit: 

Wir schließen die Schlagfläche in Relation zur Schwungrichtung. Ein bisschen davon ist super und führt zu einem Draw, bei dem der Ball außerhalb der Ziellinie startet und zurück zum Ziel kurvt.

Doch je geschlossener die Schlagfläche im Treffmoment in Relation zur Schwungrichtung, desto stärker kurvt der Ball und desto größer die Chance, dass der Ball das Ziel verfehlt und dabei flach und unkontrolliert losschießt.

Das ist ungünstig und hat unserer Erfahrung nach 3 gängige Ursachen.

Golf Hook
Golf Hook

Bitte beachte, dass wir in allen 3 Fällen von einem sauberen Ballkontakt im Sweetspot ausgehen und den Gear-Effekt nicht berücksichtigen. Mehr zum Gear-Effekt und warum knackige Sweetspot-Treffer so wichtig sind, erfährst Du in unserem eBook lang, knackig und präzise, welches Du Dir über die folgende Box bequem via E-Mail herunterladen kannst:

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Golf Hook Ursache #1: Füße und Schlagfläche sind nicht parallel ausgerichtet

Von innen an den Ball zu kommen und die Ziellinie von links nach rechts (als Rechtshänder) oder von rechts nach links (als Linkshänder) zu kreuzen, ist aus motorischer Sicht gar nicht so einfach.

Der Schlägerkopf befindet sich dabei kurz vor dem Treffmoment innerhalb der Hände, was auf Video so ähnlich, wie im folgenden Bild aussehen sollte — auch wenn wir dieses Konzept zur Veranschaulichung darauf etwas übertreiben.

Golf Hook

Anders als der deutlich weiter verbreitete Slice, bei dem der Abschwung in der Regel sehr Schulter- und Arm-lastig ausfällt, müssen wir Hände und Schläger im Abschwung nah am Körper führen, um einen Hook zu verursachen. Den wenigsten Amateuren fällt das leicht, denn diese Bewegung ist alles andere als intuitiv und erfordert deshalb oft etwas Hilfe:

Viele Spieler kompensieren ihre Flugkurven durch ihre Ausrichtung und schließen ihren Stand dabei. Oft löst diese Kompensation das Problem nicht.

Im Gegenteil:

Wer den Hook durch die Ausrichtung kompensieren will und sich deshalb weiter rechts des eigentlichen Zieles ausrichtet, verstärkt das Problem nur. Denn der Schläger hat nun mehr Freiraum, um in die für eine bestimmte Flugkurve verantwortliche Richtung zu schwingen.

Golf Hook
Golf Hook

Wenn Du zum Hook tendierst, dann überprüfe Deine Ausrichtung und gehe sicher, dass Dein Stand nicht geschlossen ist. Ein geschlossener Stand gibt Deinem Schläger nicht nur mehr Raum, um die Ziellinie von innen nach außen zu kreuzen, er führt gleichzeitig dazu, dass Dein Unterbewusstsein die fehlerhafte Ausrichtung durch die Schlagfläche kompensieren möchte. Die Mischung aus beidem bietet die perfekte Voraussetzung für den Hook.

Golf Hook Ursache #2: Wir verlagern unser Gewicht nicht optimal

Selbst ein Spieler, der den Schläger so chaotisch bewegt, wie Jim Furyk, macht vieles richtig und hält sich an die wesentlichen Grundlagen. Eine dieser Grundlagen:

Wir wollen durch unsere Körperdrehung im Rückschwung Spannung aufbauen, die wir am Ball wieder entladen können. Dazu verlagern wir unser Gewicht im Rückschwung zunächst auf das rechte Bein (RH), um es im Abschwung auf das linke Bein zu verlagern. 

Was die Schulterdrehung mit dem Hook zu tun hat?

Kein Fehler taucht entsteht einfach so aus heiterem Himmel! Bewegungsmuster bauen aufeinander auf.

Bei einer sauberen Gewichtsverlagerung ist es für die meisten Amateure ziemlich schwierig (und alles andere als intuitiv), von innen an den Ball zu kommen. Der Hook entsteht deshalb oft dann, wenn wir unser Gewicht nicht verlagern und auf dem rechten Bein „stehen bleiben“.

In diesem Szenario überholt der Schlägerkopf die Hände — der sogenannte Flip entsteht. Da die Hände im Treffmoment dabei nicht über oder leicht vor dem Ball sind, schließt sich die Schlagfläche schon deutlich früher als sonst.

Das Ergebnis:

Die Schlagfläche ist in Relation zur Schwungrichtung geschlossen — auch ohne, dass wir großartig von innen an den Ball kommen. Dabei verschieben wir die Spin-Achse des Balles, der daraufhin eine oft ungewünschte Kurve fliegt.

Die Lösung:

Verlagern wir unser Gewicht ideal vom einen auf das andere Bein, sind wir im Finish in der Lage, den weniger belasteten Fuß anzuheben. Wer als Rechtshänder den rechten Fuß 3 Sekunden lang anheben kann, steht meist ausbalanciert im Finish und das ist wiederum ein Zeichen einer guten Gewichtsverlagerung.

Golf Hook Ursache #3: Wir lösen den Rumpfwinkel auf

Wer im Durchschwung „aufsteht“, verlagert sein Gewicht nicht optimal vom rechten auf das linke Bein (RH) oder vom linken auf das rechte Bein (LH). Auch in diesem Fall sind die Hände nicht über oder leicht vor dem Ball, sondern dahinter, was nicht nur einen knackigen Ballkontakt erschwert, sondern erneut zum Flippen der Hände führt.

Golf Hook

Wir haben bereits erwähnt, dass wir unseren Rückschwung mit der Drehung der Schultern einleiten möchten. Dadurch verlagert sich unser Gewicht auf das rechte Bein (RH), beziehungsweise auf das linke Bein (LH).

Die Power, die wir dabei aufbauen, sollte sich am Ball entladen, weshalb wir das Gewicht wieder vom rechten (RH), beziehungsweise linken (LH) Bein zurück auf das andere Bein verlagern müssen.

Lösen wir den Rumpfwinkel auf (obiges Bild), ist eine optimale Gewichtsverlagerung so gut wie unmöglich. Wir öffnen Tür und Tor für den Flip: Die Hände rotieren mehr als nötig, die Schlagfläche schließt sich, der Ball kurvt übers Ziel hinaus.

Golf Hook

Die Lösung:

Schlag' ein paar Bälle aus einer Hanglage, um dem „Aufstehen“ entgegenzuwirken. Sind Deine Füße höher als Dein Ball (Bild), bist Du automatisch dazu gezwungen, den Rumpfwinkel auch während des Abschwunges aufrecht zu erhalten — ansonsten toppst Du den Ball oder verfehlst ihn komplett.

Golf Hook

Wichtig hierbei ist, dass Du nicht auf Deinen Ballflug achtest, denn Hanglagen beeinflussen Deine Flugkurve.

Mehr zum Thema Flugkurven und wie man sie wieder los wird, findest Du übrigens auch in unserem eBook lang, knackig und präzise. Darin beschäftigen wir uns neben technischen Grundsätzen auch mit dem Thema Trainingstheorie und zeigen Dir die Übungen, Tipps und Strategien, die uns zu HCP +1 & 2 verholfen haben.

Sichere Dir unser eBook Lang, knackig und präzise — Was jeder Golfer über das lange Spiel wissen muss und hebe Dein langes Spiel auf ein neues Level!

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Der Golfschwung leicht gemacht
Langes Spiel

Der Golfschwung leicht gemacht

Wenn es Dir geht, wie uns, dann nutzt auch Du die turnierfreie Zeit im Winter, um an Deinem langen Spiel zu arbeiten.

Und wahrscheinlich hältst Du im Netz dazu Ausschau nach Inspiration.

Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass die meisten Inhalte im Netz das lange Spiel entweder durch eine enorm technische Brille betrachten oder die Technik komplett ignorieren?  

„Wenn Du den Druck mit Deinem rechten Daumen im Totpunkt erhöhst, Deine Hüfte so drehst, die Handgelenke so anwinkelst, das oder jenes mit Deinem Kopf machst und Deinen rechten Zeh an dieser Position nach außen biegst, dann verschwindet Dein Slice“

...oder...

„Geh’ Dir einfach selbst aus dem Weg, dann klappt es.“

Auch „offline“ sind wir bislang vielen Trainern begegnet, die entweder

  • jeden Zentimeter des Golfschwungs analysieren,  
  • oder die Technik als etwas „Individuelles“ bezeichnen und auf andere Dinge wert legen.

Wir glauben, dass die richtige Antwort etwa in der Mitte liegt.

Der Golfschwung ist ein bisschen so, wie ein Song in den Charts

Jedes Musikstück in den Charts ist unterschiedlich und trotzdem haben alle erfolgreichen Stücke eines bestimmten Genres mehrere Gemeinsamkeiten: Ähnliche Instrumente, ein ähnlicher Rhythmus, eine ähnliche Länge.

Beim Golf ist das ähnlich: Jeder Schwung ist unterschiedlich — und trotzdem haben die Golfschwünge aller erfolgreichen Spieler und Spielerinnen mehrere Gemeinsamkeiten.

Alle guten Spieler und Spielerinnen haben einige Schlüsselbewegungen gemeistert. Sich im eigenen Training an diesen Schlüsselbewegungen zu orientieren, ist unheimlich effektiv.

Denn wenn diese Schlüsselbewegungen sitzen, müssen wir uns nicht mit jedem noch so kleinen Detail beschäftigen. Ist das Ziel klar, wird der Weg dorthin deutlich einfacher.

Genau das ist die Philosophie hinter unserem neuen Videotrainingsprogramm Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht

Du musst nicht an jedem Zentimeter Deines Schwunges herum schrauben. Das ist nicht praktikabel. Denn das Ziel des Golfschwungs ist ein besserer Score auf dem Platz.

Auf dem Platz möchte sich niemand auf jede mögliche Unterarm- oder Handgelenksposition konzentrieren.

  • Auf dem Platz möchten wir eine Bewegung, die wir wiederholen können.
  • Eine Bewegung, die wir verstehen.
  • Eine Bewegung, die uns vorhersehbare Ergebnisse bringt.
Genau darum geht es in „Swing Easy“.

Im Trainingsprogramm bringen wir Dir die Bewegungsmuster und Schlüsselpositionen näher, die alle erfolgreichen Golfschwünge gemeinsam haben.

Übungen, die Dich fast komplett automatisch in die richtige Position bringen inklusive.

Gleichzeitig findest Du in „Swing Easy“ Übungen für die Range, die Dich optimal auf die Herausforderungen auf dem Platz einstellen, sodass Du dann glänzen kannst, wenn es darauf ankommt.

Apropos Platz:

Neben mehreren technischen Video-Anleitungen findest Du in Swing Easy Inhalte und Strategien zum Thema Platztaktik, sodass Du Deinen Ball maximal effektiv über den Platz bewegen kannst.

Nach Deiner Bestellung erhältst Du eine E-Mail mit Deinen Login-Details, sodass Du direkt loslegen und durchstarten kannst.  

Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht spart Dir eine Menge Zeit und Nerven

Denn mit Swing Easy gehst Du sicher, dass Du nur an den Aspekten Deines langen Spiels arbeitest, die am Ende des Tages auch wirklich einen Unterschied machen. Einen Unterschied auf der Scorekarte.

Zudem wirst Du Deinen Schwung verstehen. So viele Golfer verlassen sich fast blind auf ihren Trainer — ohne zu wissen, warum eine bestimmte Änderung Sinn macht.

Doch die wenigsten Trainer sind ständig mit uns auf der Runde.

  • Auf der Runde sollten wir selbst wissen, was uns ans Ziel bringt und was nicht.
  • Wir sollten selbst Lösungen für Flugkurven, fette oder dünne Ballkontakte kennen.
  • Wir sollten selbst wissen, wie wir uns optimal auf eine wichtige Runde vorbereiten, welche Übungen uns unserem Ziel näher bringen und wie wir den Ball am effektivsten über den Platz bewegen.
In Swing Easy lernst Du all das und noch mehr. Mit Swing Easy wirst Du selbst Dein bester Coach.

90 Tage Geld-zurück-Garantie!

Das garantieren wir Dir übrigens mit einer 100%-Geld-zurück-Garantie, die ganze 90 Tage gültig ist! Solltest Du nicht das Gefühl haben, dass Swing Easy…

  • Deinem langen Spiel enorm hilft,
  • Dein Training durch sinnvolle Übungen unterstützt,
  • Dir die strategischen und technischen Hilfsmittel an die Hand gibt, die Du brauchst, um auf dem Platz glänzen zu können,
  • Deinen Fokus so ausrichtet, dass Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst und ab sofort weißt, was zählt und was nicht,
…dann schreib’ uns eine E-Mail an info@belowpar.de und wir senden Dir Dein Geld zurück. Das gibt Dir die Chance, Dich vollkommen unverbindlich von unserem Material zu überzeugen.

Klicke den folgenden Button, um mehr über den exakten Aufbau des neuen Trainingsprogramms zu erfahren oder um direkt an Swing Easy teilzunehmen.

Eigne Dir einen wiederholbaren Golfschwung an.

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Einen Golfschwung, den Du verstehst. 

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Golf Mental
Mental

Golf Mental: Lerne den Umgang mit Fehlern & Misserfolgen

Die folgenden Zeilen stammen von Martin Schütt.


Martin Schütt ist Sport Mental Trainer mit dem Schwerpunkt Golf. Seinen Schülern hilft er in erster Linie in Einzel- oder Gruppencoachings und seit Kurzem auch durch sein neues Buch „Der kleine Golfmentalcoach — Ein Weg, um im Golfsport zu werden, was Sie sein wollen.“ 


Der folgende Artikel ist ein gekürzter Auszug daraus und handelt von zwei Aspekten, über die jeder ambitionierte Golfer nachdenken sollte: Den Umgang mit Fehlern und Misserfolgen.

Golf ist kein Spiel der Perfektion. Eine gelungene Runde Golf zeichnet sich meist nicht durch drei, vier großartige Schläge aus, sondern vielmehr durch eine Vielzahl an Schlägen, die einzeln betrachtet nicht immer Weltklasse waren, in der Gesamtheit jedoch gut funktionierten.

Wer besser werden will, muss diese Dynamik verstehen und über „mein Putten war heute nichts“-Analysen hinausgehen. Wie das geht und welche Einstellung uns dabei zu Gute kommt — das und mehr verrät Dir Martin Schütt im folgenden Beitrag. Mehr zum neuen Buch, der kleine Golfmentalcoach, findest Du hinter diesem Link. Viel Spaß!

Golf mental: Fehlerkompetenz und Misserfolge

Ehrlichkeit und vor allem eine realistische Beurteilung seines eigenen Könnens gehört zum mentalen Golftraining unbedingt dazu. Was ist Ihnen gut gelungen, wo haben Sie Schwächen und welche Fehler oder Misserfolge schleichen sich immer wieder ein?

Zunächst ist es wichtig, zwischen Misserfolg und Fehlern klar zu unterscheiden, denn das eine darf man nicht mit dem anderen gleichsetzen. Diesen Unterschied zu erkennen, wird Ihnen helfen, sich als Golfer besser einzuschätzen und in den kommenden Spielen und Trainingseinheiten gezielter vorzugehen.

Wenden wir uns zunächst der Kategorie Fehler zu, die sich in zwei Unterkategorien aufteilen lässt:


  • Denkfehler und
  • Handlungsfehler


Ein Denkfehler ist nichts anderes als ein Irrtum. 



Im Prinzip machen Sie alles richtig, aber weil Sie einen bestimmten Umstand nicht kennen oder falsch einschätzen, läuft es nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben und werden vom Ergebnis überrascht.

Beispielsweise dann, wenn Sie fälschlicherweise annehmen, dass ein Golfball immer gleich weit fliegt, egal wie hoch oder niedrig die Außentemperatur ist. Das ist natürlich nicht der Fall: Spiele ich im Sommer bei 28 Grad Lufttemperatur meinen Ball mit meinem Eisen 7 circa 120 Meter weit, erreiche ich diese Entfernung nicht, wenn es über Nacht einen Temperatursturz auf 15 Grad gegeben hat.

Gleicher Spieler, gleiches Setting – und trotzdem wird mein Ball bei niedrigeren Außentemperaturen wegen des geringeren Wärmeauftriebs 1 bis 2 Eisenlängen kürzer fliegen.

Im Gegensatz zu einem Denkfehler begehen Sie einen Handlungsfehler, wenn Sie eine Bewegung nicht korrekt ausführen und deshalb ein anderes Ergebnis als beabsichtigt erzielen.

Einfaches Beispiel: Sie schlagen einen Socket, weil Sie mit Ihrem Wedge ausholen, von außen kommen und mit geöffnetem Schlägerblatt den Ball treffen.

Ein Misserfolg ist dagegen eine Handlung, die nicht das gewünschte oder erhoffte Ergebnis gebracht hat, obwohl dies in unserer Erfolgskompetenz lag.

Kleines Beispiel: Sie planen seinen 1-Meter-Putt, messen die Entfernung, schätzen das Break auf dem Weg zum Loch richtig ein, führen Ihre Routine durch und treffen den Ball auch mit dem idealen Schwung für diese Entfernung. 



Der Golfball rollt auf das Loch zu, biegt aber einen Zentimeter davor plötzlich nach rechts ab. Sie ärgern sich und sind außerdem ziemlich verblüfft, denn für das seltsame Manöver Ihres Balls gibt es (vorerst) keinen erkennbaren Grund.

Es gibt aber einen, nur konnten Sie den nicht erahnen: Ihr vorheriger Flight hatte sich mit seinem Putter am Lochrand abgestützt, als er seinen Ball mit der Hand aus dem Loch geangelt hat, und hat dabei die kaum wahrnehmbare Senke hinterlassen, an der Ihr Ball gestrauchelt ist.

Aber weil niemand mit einer Wasserwaage vor jedem Loch nachmisst, ob der Weg hinein auch wirklich plan ist, möchte ich diese Situation der Kategorie Misserfolg zuordnen.Wer alles getan hat, was nötig ist, um den maximalen Erfolg sicherzustellen, weder einen Denk- noch einen Handlungsfehler eingebaut hat, und trotzdem nicht das Ergebnis erreicht, das er vorbereitet hat, erleidet einen Misserfolg. Die richtige Einschätzung, ob es ein Fehler war oder ein Misserfolg, ist am Ende einer Golf- oder Trainingsrunde maßgeblich für Ihr Selbstbild über Ihre Fähig- und Fertigkeiten. 

Wer sich beim Golf verbessern will, sollte…

Wenn Sie sich im Golf verbessern wollen, dann sollten Sie Misserfolgen oder Fehlern nicht sofort das Etikett „bahnbrechendes Versagen“ geben. Hören Sie auf, sich zu ärgern oder sogar zu schämen, sondern nutzen Sie Ihre Erfahrungen – besonders die schlechten –, analysieren Sie das „Warum“ und versuchen Sie es neu mit einer anderen Strategie. Denn durch Ihre Fehler und Misserfolge erhalten Sie eine wichtige Information:

Sie wissen jetzt, dass es so nicht funktioniert. Das ist ein Hinweis, dessen Wert Sie nicht unterschätzen sollten, denn Sie erhalten dadurch die Möglichkeit, eine andere Variante auszuprobieren, und zwar so lange, bis es funktioniert.

Ob Sie ein hohes, mittleres oder einstelliges HCP haben, in jeder Leistungsklasse wird es zu Fehlern und Misserfolgen kommen. Es liegt an Ihnen, wie Sie damit umgehen und daraus lernen wollen. Verstehen Sie Fehler als einen Entdeckungsprozess, denn wer sich als Spieler nicht mit seinem Scheitern auseinandersetzt, wird erheblich mehr Mühe haben als andere und viel langsamer vorankommen.

Wenn es Ihnen gelingt, sich eine positive Fehlerkultur zuzulegen, werden Sie jeder „Golfer-Hölle“ spielend begegnen. Nicht von heute auf morgen, denn ohne Übung lässt sich ein jahrelanges zwiespältiges Verhältnis gegenüber Fehlern und Misserfolgen nicht ablegen.

Doch wenn Sie das ehrliche Bestreben haben und am Ball bleiben, wenn Sie geduldig Ihre neue Fehlerkultur üben und bereit sind, neu zu denken und alte Einstellungen über Bord zu werfen, wird es Ihnen gelingen. Das alles freiwillig und mit Freude. Denn Sie golfen freiwillig und niemand zwingt Sie dazu, oder?

Einen besonderen Hinweis möchte ich an dieser Stelle für jene geben, die sich auf dem Platz kontinuierlich selbst beschimpfen und schlecht machen. Es gibt Golfspieler, die sich beim Training oder im Spiel selbst die schlimmsten Schimpfwörter an den Kopf werfen und ihren negativen Emotionen freien Lauf lassen.

Unser Hirn hält Eigenbeschimpfungen im Zweifelsfall für die Wahrheit

Zwei Anmerkungen dazu: Zum einen stören solche Golfer durch ihre Schimpfkanonaden ihre Flightpartner, die dadurch oft bis zum Fremdschämen unangenehm berührt sind. Aber auch sich selbst tun solche Spieler keinen Gefallen:

Wie wir im vorangegangenen Kapitel gesehen haben, dokumentiert das Unterbewusstsein solche Aussagen ungeprüft und hält sie nach mehrmaliger Wiederholung für „wahr“. Dadurch wird eine negative Gedankenspirale in Gang gesetzt bis der „Selbst-Beschimpfer“ schließlich überzeugt ist, dass er tatsächlich so ein Versager ist, wie er es während des Spiels immer wieder behauptet.

Falls Sie selbst zu diesem Typ Golfspieler gehören, wage ich zu behaupten, dass Sie nie einem anderen Menschen erlauben würden, so mit Ihnen zu sprechen. Wenn das der Fall ist, warum sprechen Sie dann so mit sich selbst? Wissen Sie, was in Ihrem Körper passiert, wenn Sie wütend sind?

Bei Stress – und nichts anderes ist Wut – wird Ihr gesamtes Nervensystem aktiviert und in Ihrem Körper werden massenhaft Stresshormone, beispielsweise Noradrenalin und Cortisol, ausgeschüttet. 

Ihr Herz beginnt, fühlbar schneller zu schlagen, die Atemfrequenz erhöht sich und Ihr Blutdruck steigt, denn physiologisch bereitet Ihr Nervensystem Sie auf den „Flucht oder Kampf“ Modus vor.

Dementsprechend spannt sich Ihre Muskulatur an und die Synapsen werden mit elektrischen Informationen überladen und feuern aus allen Rohren.

Je mehr Sie sich selbst beleidigen und Ihren negativen Emotionen freien Lauf lassen, desto stärker fällt die Reaktion Ihres Körpers aus. Was mit Gereiztheit beginnt, steigert sich zum Ärgern, das Schimpfen kommt dazu, bis Sie so wütend sind, dass Ihr Schläger fliegen lernt.

Haben Sie mal versucht, mit einer angespannten Muskulatur locker zu schwingen? Geht nicht? Und genau in so einen Zustand begeben Sie sich freiwillig.

Warum?

Vermeiden Sie beim Golfen unbedingt solche Zustände, wenn Sie gutes Golf spielen wollen! Der negativen Spirale können Sie entkommen, wenn Sie Ihren Fehlern und Misserfolgen einen positiven Raum anbieten und Ihren Blickwinkel auf das, was nicht gelungen ist, verändern. Das geht wie gesagt nicht von heute auf morgen, aber es geht, und zwar mit mentalem Training. Sie werden dort eine eigene Formel für sich finden, wie Sie von Loch zu Loch ruhig bleiben können. 

Wenn Sie einen Fehler gemacht oder einen Misserfolg erlitten haben, rufen Sie deshalb bitte nicht laut „Scheiße“ oder „ich Blödmann“, sondern: „Was soll ich jetzt daraus lernen?“

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Lang, knackig und präzise

Was jeder Golfer über das lange Spiel wissen muss

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golf mental training tips
Mental

Mentaltraining vor der neuen Saison

Mentaltraining wird immer beliebter. Auch unter Amateuren. Das macht durchaus Sinn, denn bei kaum einer anderen Sportart haben wir so viel Zeit zum Denken, wie beim Golf.

Golfer haben alle 3-5 Minuten eine einzige Chance auf Erfolg — und zwischen den Schlägen enorm viel Zeit, um über den letzten oder den kommenden Schlag nachzudenken.

Egal, wie gut Deine Technik ist...egal, wie talentiert Du bist:

Wenn Du zwischen den Schlägen von Nervosität überschüttet wirst und von Selbstzweifeln geplagt über dem nächsten Schlag stehst, dann sieht es langfristig mager für Dein Spiel aus.

Immer mehr Amateure sind sich dessen bewusst. Nicht jeder Schlag in den Bunker ist das Ergebnis einer schlechten Technik. Doch eben die ist deutlich einfacher zu analysieren, als die mentale Seite des Spiels. Oder nicht?

„Ich weiß, dass Mentaltraining Sinn macht. Doch wie fange ich damit an?“ ist eine Frage, die wir so ähnlich, immer wieder in unserer E-Mail Inbox finden.

Unsere Antwort darauf ist relativ simpel:

„Achte auf Deine Selbstgespräche!“

Worte verändern Deine Physiologie.

Stell’ Dir vor, Du schickst in den nächsten 10 Minuten eine WhatsApp Nachricht an jemanden mit den Worten „ist mit Deinem Haus alles ok?“.
golf mental training tips
In 9 von 10 Fällen reagiert der Empfänger Deiner Nachricht etwas ängstlich und vielleicht auch etwas verzweifelt: „Warum? Was soll mit meinem Haus sein? Steht ein Fenster offen? Ist jemand eingebrochen?“

Selbe Nachricht, anderer Inhalt: Stell’ Dir vor, Du schickst eine Liebesbotschaft an jemanden, den Du gern hast.

Keine Chance, dass er oder sie Deine Nachricht einfach nur hinnimmt. Deine Worte lösen eine Emotion aus.

Aus diesem Grund liest Du berufliche E-Mails wahrscheinlich mindestens einmal durch bevor Du auf „senden“ klickst. Aus diesem Grund bereitest Du Dich auf wichtige Meetings vor. Und aus diesem Grund beschäftigen große Firmen PR- und Presseteams. Worte wirken.

Auf dem Golfplatz wird das oft vergessen.

Was wir — besonders früher auf Jugendturnieren — alles gehört haben, ist in manchen Fällen schwer zu glauben.

„Dann flieg’ halt in den Bunker, Du Depp“ ist nur einer der milderen Ausdrücke, die uns im Gedächtnis hängen geblieben sind.

Wir selbst sind dabei übrigens keine Ausnahme. Auch wenn wir lautstarke Wutausbrüche grundsätzlich vermieden haben, so sind uns Selbstzweifel alles andere als fremd.

Es hat lange gedauert bis wir selbst in der Lage waren, destruktive Gedanken als solche zu entlarven und negative Abwärtsspiralen zu durchbrechen. Die Worte, die wir uns selbst gegenüber wählen, waren — und sind immer noch — ein großer Teil davon.

Vor diesem Hintergrund wirkt Mentaltraining und mentale Stärke weitaus weniger abstrakt, als zunächst gedacht.

Mentales Golftraining ist eine Entscheidung. Mentale Stärke ist eine Entscheidung.

Ein Spieler, der in wichtigen Situationen glänzt, besitzt keine Superkraft, die einigen vergönnt und anderen verschlossen bleibt.

Er oder sie hat sich entschieden, in wichtigen Situationen an sich zu glauben.

Er oder sie hat beschlossen, sich selbst gegenüber wie ein Teamkollege zu verhalten.

Er oder sie steht über einem Putt und stellt sich vor, wie der Ball ins Loch fällt statt sich selbst mit „mach’-jetzt-bloß-keinen-Dreiputt“-Gedanken zu limitieren. 
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Könnten die meisten Amateure mit einer besseren Technik und mehr Touch im kurzen Spiel bessere Runden spielen? Klar könnten sie das — doch eine neue Technik erlernt sich nicht von heute auf morgen. 

Positive Selbstgespräch gehören zu den einfachsten Wegen zu besserem Golf. Wann hast Du Dir das letzte Mal verbal auf die Schulter geklopft? Wenn wir drei Mal raten dürften, würden wir darauf tippen, dass auch Du Dich viel eher auf Deine schlechten Schläge konzentrierst.

Um besser zu werden, müssen wir logischerweise schauen, wo wir noch Luft nach oben haben. Doch das bedeutet nicht, dass wir gute Schläge ignorieren sollten.

Die positive Psychologie spricht von einem 1:3 Verhältnis für eine optimale Leistung. 3 Teile positive Gedanken, 1 Teil konstruktiver, negativer Gedanken.

„Garantieren mir positive Selbstgespräch, dass ich besser werde?“

Nein.

Und trotzdem ist es der Aufwand wert.

Eine Runde abschenken, über dem Ball stehen und an all die Dinge denken, die schief gehen könnten, sich selbst als Loser oder schlechten Spieler zu bezeichnen — all das ist einfach.

Sich selbst wieder aufzubauen, sich das gewünschte Ergebnis vorzustellen, einen Putt mit den Worten „Du gehst rein“ auf die Reise zu schicken — das ist weitaus weniger einfach. Und dementsprechend tun es auch deutlich weniger.

Wir dachten lange Zeit, dass Mentaltraining viel mit Techniken und Strategien zu tun hat. Wenn wir wollen, dass unsere Leser und Leserinnen mental besser werden, dann müssen wir ihnen Techniken und Strategien zeigen.

Mittlerweile denken wir etwas anders. Denn auch wenn Techniken und Strategien wichtig sind:

Unterm Strich geht es um die Frage, was für ein Spieler Du sein willst. Willst Du jemand sein, der den einfachen Weg geht? Oder willst Du jemand sein, der alles, was in Deiner Macht steht tut, um Deine beste Golfer-Version zu sein? 

Eigne Dir einen wiederholbaren Golfschwung an. Einen Golfschwung, den Du unter Druck abrufen kannst. Einen Golfschwung, den Du verstehst.


Unser neues Trainingsprogramm Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht zeigt Dir, wie Du Deinen Erfolg im langen Spiel enorm erhöhst. Du lernst die wichtigsten technischen Schlüsselpositionen kennen und erfährst, wie Du Deinen Ball cleverer über den Platz bewegst. Trainingsplan und eine Menge effektiver Übungen inklusive.

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Golf Aufschwung
Langes Spiel, Langes Spiel

Der optimale Aufschwung

Der Golfschwung ist eine Bewegungskette. 

Kein Fehler taucht mitten im Schwung aus heiterem Himmel auf.

Kämpfen wir beispielsweise gegen einen ausbaufähigen Abschwung oder ungewollte Flugkurven, so gibt es meist schon zu Beginn des Schwunges etwas, das Tür und Tor für diese Fehler öffnet. 

Egal, welche Position Du glaubst verbessern zu müssen: Wirf zunächst einen Blick auf die Grundlagen: 

  • Sitzt mein Griff? 
  • Bin ich korrekt ausgerichtet? Oder zeigen Schultern, Füße und Schläger in komplett unterschiedliche Richtungen? 
  • Stimmt meine Körperhaltung in der Ansprechposition? 

Nicht nur lassen sich viele ausbaufähige Bewegungsmuster damit bereits deutlich verbessern. Gute Grundlagen sind die Voraussetzung für einen guten Golfschwung. 

Apropos Golfschwung: 

Eine der wichtigsten Positionen im Schwung ist die 9 Uhr-Position. Dabei steht der Schläger hüfthoch und hat somit die erste Hälfte des Aufschwungs hinter sich.

Bewegen wir den Schläger bis dorthin gut nach oben, steigern wir die Chancen, dass auch der Rest des Golfschwungs sitzt, enorm. 

"Achtet darauf, wie ihr den Schläger nach oben bewegt. Denn der Schläger kommt in der Regel so wieder runter, wie ihr ihn hochschwingt." 

Die Anzahl der Trainer, die uns diesen Ratschlag mit auf den Weg gab, ist mittlerweile zweistellig. 

Doch was simpel klingt, ist in der Praxis unheimlich wertvoll. Ein guter Golfschwung lässt sich mit einem Pendel vergleichen, das erst auf- und schließlich wieder abschwingt. Jedes gute, weil wiederholbare Pendel, bewegt sich auf einer Ebene. 

Hat unsere Pendelbewegung allerlei Schlenker im Gepäck, fällt uns ein guter, knackiger Treffmoment nicht nur deutlich schwerer. Die Wiederholbarkeit der Bewegung leidet. 

Die 9 Uhr-Position erlaubt es uns, den Beginn unseres Pendels zu überprüfen und damit sicherzugehen, dass wir es uns von Anfang an nicht schwerer machen, als notwendig. 

Doch wie sieht die optimale 9 Uhr-Position aus? Was muss ich dabei beachten? 

Das und mehr zeigt Dir Freddy im folgenden Video: 

Das Video ist ein Auszug aus unserem neuen Videotrainingsprogramm „Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht“

In Swing Easy bringen wir Dir alle wichtigen Bewegungsabläufe im langen Spiel Schritt für Schritt näher.

Wir zeigen Dir, wie Du Dir einen Schwung aneignest… 

  • den Du verstehst,  
  • den Du konstant wiederholen kannst und 
  • auf den Du Dich auch unter Druck verlassen kannst. 

Du kämpfst seit einiger Zeit mit einer ungewollten Flugkurve? 

Du tendierst in Drucksituationen oft zu unsauberen Ballkontakten? 

Dir fehlen Wege und Möglichkeiten, um Dich selbst zu überprüfen? 

Du hättest gerne mehr Feedback beim Training, um sicherzugehen, dass Dich das, was Du tust auch wirklich besser macht?

Du weißt nicht so richtig, wie Du Deine guten Schläge auf der Range zuverlässig auf den Platz übertragen kannst? 

In „Swing Easy — der Golfschwung leicht gemacht“ findest Du auf all diese Fragen und mehr sofort anwendbare Antworten. 

Du lernst:

  • Wie Flugkurven entstehen, 
  • was ein gutes Training ausmacht, 
  • warum Fehler schon in der Ansprechposition entstehen und wie Du sichergehst, dass Du Dich optimal am Ball positionierst, 
  • Übungen für eine optimale Schulterdrehung kennen, sodass Du mehr Power generieren und längere Bälle schlagen kannst, 
  • warum die 9-Uhr-Position so wichtig ist und wie du Schläger maximal effektiv nach oben schwingst, 
  • warum der Totpunkt keine absolute Position ist,
  • den optimalen Abschwung kennen, 
  • unsere 5 besten Übungen für knackige Ballkontakte,
  • den Unterschied zwischen Schlägen mit dem Driver und Schlägen mit den Eisen,
  • und vieles mehr!

Zudem erhältst Du Checklisten gegen den Slice und den Hook, wertvolle Impulse zum Thema Platzstrategie, sodass Du Deinen Ball maximal effektiv über den Platz bewegen kannst sowie eine Menge effektiver Übungen für die Range. 

Weil wir möchten, dass so viele Golfer als möglich Ihr langes Spiel effektiv verbessern können, ist Swing Easy ab dem 1. Januar 2021 zum Preis einer Trainerstunde erhältlich. 

Klicke hier, um mehr zu erfahren oder Swing Easy direkt zu bestellen

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Mental

CBD beim Golf: Hilft Cannabis Deinem Golfspiel?

CBD Produkte werden auf der Tour immer beliebter. Immer mehr Spieler — darunter Bubba Watson, Charley Hoffman und Scott Piercy — werden von CBD Herstellern gesponsert und sprechen offen über die positiven Wirkungen des Cannabinoids.

Auch Dustin Johnson und Tiger Woods greifen Gerüchten zufolge zu CBD Öl. Phil Mickelson gönnte sich sogar während des Masters 2019 einige Tropfen.


Wann immer sich die Elite eines Feldes zu etwas hingezogen fühlt, lohnt es sich, einmal genauer hinzugucken. Und da wir CBD Öl seit rund einem Jahr selbst nutzen, war es nur eine Frage der Zeit bis wir darüber schreiben. 

Was ist CBD?

Cannabidiol, kurz CBD, wird aus der Hanfplanze gewonnen. CBD ist jedoch im Gegensatz zu seinem etwas bekannteren Verwandten, dem Cannabinoid THC, nicht psychoaktiv. Soll heißen:

CBD macht nicht high und ist dementsprechend auch nicht illegal.

Im Gegenteil: 2018 empfahl die Welt Gesundheits Organisation (WHO), dass CBD weiterhin nicht als Betäubungsmittel geführt wird. CBD gibt es in fast jeder denkbaren Form: Als Öl, Tablette, Salbe und sogar als Badebombe. 

Was das mit dem Golfsport zu tun hat? 

Unter Sportlern ist CBD vor allem wegen dessen entspannender, entzündungshemmender Wirkung beliebt. CBD wird zudem oft bei Angstzuständen eingesetzt und soll den Schlaf verbessern.

PGA Champions Tour Spitzenspieler Scott McCarron nutzt CBD seit 2018 und gehört zu dessen lautesten Verfechtern:

„Ich habe [CBD] rund zwei Wochen getestet […]. Ich messe meinen Schlaf mit einem Belastungs- und Schlaf (Mess-) Gerät namens WHOOP. Zum ersten Mal nach über 2 Jahren, in denen ich WHOOP nutze, war mein Schlaf im grünen Bereich, das ist fantastischer Schlaf.“

McCarron glaubt, dass auch Freizeitspieler, die gegen Nervosität oder Angst kämpfen, von CBD Produkten profitieren (Quelle).

Auch wenn viele der positiven Wirkungen noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen sind: Immer mehr Spieler — gerade auf der Ü50 Tour, wo körperliche Leiden weiter verbreitet sind — sind bekennende CBD Fans.

Niemand Geringeres als Bubba Watson meint, CBD halte seinen Körper schmerzfrei (Quelle).

Die entspannende Wirkung von CBD können wir aus erster Hand bestätigen. Wir sind entspannter auf dem Golfplatz — und werden auch dann, wenn es darauf ankommt, nicht so leicht nervös. In unseren Augen ist das Grund genug, CBD weiterzuempfehlen.

Der Golfsport ist nicht nur koordinativ, sondern auch mental anspruchsvoll. Bei kaum einer anderen Sportart haben wir so viel Zeit zum Denken, wie beim Golf. Wer gegen rasende, destruktive oder nervöse Gedanken kämpft, kann mit Mentaltraining viel bewirken, keine Frage.

Wer gegen rasende, destruktive oder nervöse Gedanken kämpft, kann jedoch zusätzlich zu einem Fläschchen CBD Öl greifen und sich vor der Runde 2,3 Tropfen auf die Zunge träufeln.

Beim Golf gibt es keine magische Wunderpille, die über Nacht alles verändert. Was wir einmal tun, ist bei Weitem nicht so entscheidend, wie die Dinge, die wir regelmäßig tun. Stapeln wir genug erfolgsfördernde Dinge regelmäßig aufeinander, können wir langfristig nur besser werden. Für uns gehört CBD auf diesen Stapel. 

Das Problem mit CBD Produkten 

Doch wo immer ein Trend entsteht, gibt es viele Trittbrettfahrer. Viele dieser Trittbrettfahrer-Firmen stellen Produkte her, auf deren Verpackung zwar CBD drauf steht, in deren Verpackung jedoch kein oder nur kaum CBD drin ist. Hinzu kommt, dass Firmen selbst entscheiden können, ob und wie sie ihre Produkte überprüfen lassen.

Wer CBD für Schlaf, gegen Entzündungen und nervöse Gedanken ausprobieren will, sollte daher auf Produkte zurückgreifen, die von unabhängigen Laboren geprüft wurden.

Eine Firma, die ihre Produkte allesamt vom TÜV prüfen lässt, ist VAAY. VAAY ist eine deutsche Firma mit Sitz in Berlin. Alle VAAY Produkte werden in der EU hergestellt.


Plus: VAAY veröffentlicht die TÜV Analyserwerte ihrer Produkte auf der firmeneigenen Website. 

Unsere CBD Empfehlung: VAAY

VAAY fiel uns zum ersten Mal im Spätsommer diesen Jahres durch eine Plakatwerbung auf. Uns gefiel, was wir sahen: Hergestellt in der EU. Entwickelt von Biologen und Medizinern. Unabhängige Test beim TÜV.  

Das Öl hat den gewohnt positiven Effekt, den wir von anderen, hochwertigen CBD Ölen bereits kennen.

Besonders gefallen hat uns das Sportgel. Menthol und Eucalyptus kühlen nach der Runde, das CBD hilft bei der Regeneration. Weil wir uns bei unserem Test jedoch nicht beeinflussen lassen wollten, haben wir das Gel an ein Familienmitglied mit Hüftarthrose (und regelmäßigen Schmerzen beim Golf) weitergegeben.

Das Ergebnis: Das Sportgel sei „klasse“, die beiden Testrunden über 18 Löcher verliefen schmerzfrei.

Auch wenn wir VAAY all diejenigen, die CBD Produkte künftig ausprobieren möchten, guten Gewissens weiterempfehlen können, so möchten wir nicht so tun, als würden diese ein Schmerzmittel ersetzen oder komplexe physische Beschwerden heilen. CBD ist in unseren Augen eine Unterstützung. Eine, die es sich jedoch zu Testen lohnt.

Dieser Link führt Dich zum VAAY Shop. Bitte beachte, dass wir eine kleine Provision erhalten, wenn Du Dich für eines der vielen VAAY Produkte entscheidest und über diesen Link auf die VAAY Website zugreifst.


Nutzt Du unseren Link, unterstützt Du BelowPar und alle damit verbundenen, kommenden Projekte. 

Hebe Dein langes Spiel auf ein neues Level 

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Lang, knackig und präzise

Was jeder Golfer über das lange Spiel wissen muss

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Golfprofi
Was Dich zudem besser macht

2 Profitipps für das Training im Herbst und Winter

Kennst Du die My Game Serie, die Tiger Woods zusammen mit GolfTV veröffentlichte?

Tiger nimmt uns darin mit auf seinen Heimatplatz in Jupiter, Florida, erklärt wie er verschiedene Schläge spielt, wie er trainiert und was sich für ihn durch seine Rückenprobleme verändert hat.

Einige der Videos sind zu Marketingzwecken auch auf YouTube. Dort sind wir vor kurzem auf den zweiten Teil der Serie aufmerksam geworden — was bei uns zu der Frage führte, ob wir nicht noch mehr Videos finden, in denen Profis und Proetten über ihr Training sprechen.

Rund 3 Stunden später hatten wir gefühlt alles geguckt, was das Internet zu bieten hat.

2 Dinge sind uns dabei besonders aufgefallen:

#1: Auch Golfprofis orientieren sich nach oben

Wir alle standen schon einmal auf der Range neben jemandem, der den Ball besser traf als wir. Wahrscheinlich hast auch Du Dir in so einer Situation gewünscht, Du könntest ein bisschen mehr so spielen, wie er oder sie neben dir.


Was uns in diesem Moment jedoch nicht in den Sinn kommt ist, dass sie sich ebenfalls „nach oben“ orientiert. Auch ihr Spiel hat Ecken und Kanten, die sie versucht, abzurunden. Und auch sie hat ein Vorbild, das sie bewundert.


Vielleicht eine Proette auf der Ladies PGA Tour.


Vielleicht ein bekanntes Gesicht auf der Herren Tour.


Und wer genau hinschaut, merkt auch hier, dass Profis und Proetten jederzeit besser werden wollen.
Der US Open Champion aus dem Jahre 2010, Graeme McDowell, meinte einmal, dass die Straße zum Erfolg stets im Bau ist. Nicht nur hat er damit vollkommen Recht, er schenkt uns mit diesem Zitat gleichzeitig einen schönen Leitfaden, der uns hilft, über unser eigenes Spiel nachzudenken.


Viele von uns konzentrieren sich auf das nächste Turnier, die nächste Runde, die nächste Herausforderung. Der Schwung soll in erster Linie für das nächste Wochenende sitzen. Was danach kommt, ist erst einmal egal.


Im Gegensatz zu vielen Amateuren, gehen die meisten Profis ihr Training im Herbst und Winter genauso bewusst an, wie zur Hochsaison im Sommer.


Rory McIlroy meinte im Vorfeld des Masters 2019, dass es ihm nicht mehr so sehr um ein einziges Turnier geht, sondern darum, dass er „sein Handwerk“ zunehmend meistert.


Der Punkt ist:


Der Golfsport hat kein Ende. Turniere haben ein Ende. Saisons haben ein Ende. Doch wenn wir nicht vorhaben, unsere Schläger übermorgen auf Ebay zu verschleudern und den Platz nie wieder zu betreten, dann sollten wir unser Spiel — und den Prozess des Besserwerdens — langfristig betrachten.

„Warum kurvt mein Ball? Wo beginnt diese Fehlerkette? Und welche Schritte muss ich durchlaufen, um aus meiner Kurve einen knackigen, geraden Ballflug zu machen?“... 

...statt 

„oh cool, ein Video mit 3 Übungen gegen den Slice. Das probiere ich.“

Ersteres ist etwas aufwendiger, führt jedoch dazu, dass wir dort ansetzen, wo es zählt. Letzteres sorgt dafür, dass wir nach der scheinbar nächstbesten Lösung greifen und einen Fehler mit dem nächsten kompensieren. 

Die Besten der Besten sind bereit, den ersteren der beiden Wege zu gehen. Auch wenn dieser vielleicht nicht sofort sichtbare Ergebnisse mit sich bringt. 

#2: Techniktraining macht nur einen Teil des Trainings bei Golfprofis aus

Rory McIlroy spricht im folgenden Video davon, dass er sich auf der Range mehrere Aufgaben stellt. 

,,Ich spiele ein Ziel an und stelle mir vor, dass es sich dabei um eine Fahne handelt, die hinten rechts im Grün steckt. Ich darf also auf keinen Fall rechts landen.‘‘

Wenn Du auf diese Weise 9 Bälle spielst, hast Du ein super effektives Trainingsspiel. Gib Dir für jeden Ball, der zwischen Fahne und 10m links der Fahne aufkommt, 1 Punkt. Zieh einen Punkt ab, wenn du das Ziel auf der ,,falschen‘‘ Seite verfehlst.

Variiere die imaginäre Situation und damit die Aufgabe, die Du Dir auf der Range stellst, dabei von Schlag zu Schlag.

Manchmal stellst Du Dir vor, die Fahne steckt rechts hinten im Eck. Manchmal steckt die Fahne knapp hinter einem Wasserhindernis. Punkte gibt es nur für einen Ball, der Pin-high oder hinter der Fahne aufkommt. Zu kurz und Du ziehst einen Punkt ab.

Die Möglichkeiten für Trainingsspiele, wie diese, sind nahezu endlos — und dazu super effektiv. Es braucht Zeit bis sich eine neue Bewegung so im Unterbewusstsein festsetzt, dass wir diese auf dem Platz zuverlässig abrufen können.

Doch wer den Platz auf die Range holt, beschleunigt diesen Prozess. Denn auch wenn die Bewegung grundsätzlich dieselbe ist:

Vor jedem Schlag auf dem Platz müssen wir eine Entscheidung treffen. Ziel, Optik und Winkel zum Ziel verändern sich.

Verliere das nicht aus den Augen, wenn Du an Deiner Technik feilst!

Apropos Technik: Sichere Dir unser eBook lang, knackig und präzise — was jeder Golfer über das lange Spiel wissen muss und lerne die wichtigsten Bewegungsabläufe kennen, sodass Du


  • Deinen Ball besser und konstanter treffen, 
  • Flugkurven minimieren und
  • längere Bälle schlagen kannst.   


Das eBook ist für Dich, als BelowPar Leser oder Leserin, gratis. Alles, was Du tun musst, um Dein langes Spiel zu verbessern, ist Dich mit Deiner E-Mail Adresse in das folgenden Feld einzutragen, sodass wir wissen, wo wir das eBook hinschicken dürfen. 

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