5 Buchstaben, große Wirkung: AGAPS

Um sein Spiel nachhaltig und gezielt zu verbessern, bedarf es einer Analyse des eigenen Spiels. Nur wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann diese gezielt einsetzen, beziehungsweise im Training verbessern. Im Beitrag zur Bestandsaufnahme haben wir uns ausführlich mit dem Thema der Analyse und deren Verwendung zur Verbesserung des Spiels auseinandergesetzt.

Solch eine Bestandsanalyse ist in jedem Fall hilfreich und empfehlenswert. Durch eine AGAPS Analyse kann solch eine Bestandsaufnahme noch exakter gestaltet werden. Allerdings ist eine AGAPS Analyse auch ohne die Bestandsaufnahme eine sehr wertvolle Methode, die Stärken und Schwächen gezielt ausfindig macht.

AGAPS steht für Abschlag, Grün in Regulation, Annäherung, Putts und Score. Um eine AGAPS durchzuführen, nehmen Sie sich eine Scorekarte aus dem Sekretariat und tragen Sie A, G, A, P, S in dieser Reihenfolge in die oberen Kästchen der Scorekarte ein. Gehen Sie entweder nach oder während der Runde die einzelnen Löcher der Reihe nach durch.

Unter dem Kästchen A tragen Sie ein, ob Sie das Fairway am jeweiligen Loch getroffen haben. Markieren Sie einen Treffer mit einem Haken oder streichen Sie das Kästchen beim Verfehlen des Fairways durch. Bedenken Sie dabei, dass dies nur für Par 4 und Par 5 Löcher zutrifft.

Unter dem Kästchen mit dem Buchstaben G tragen Sie ein, ob Sie das Grün in Regulation erreicht haben. In Regulation bedeutet mit einem Schlag bei einem Par 3, mit zwei bei einem Par 4, und mit drei Schlägen bei einem Par 5.

Das zweite A steht für Annäherung. Hier tragen Sie nur etwas ein, wenn Sie das Grün in Regulation verfehlt haben. Ein einfaches C, wenn Sie mit einem Chip angenähert haben, ein P bei einem Pitch, ein B bei einem Bunkerschlag, oder ein L für einen Lob sind hier empfehlenswert.

Dadurch wissen Sie später bei der Auswertung ganz genau mit welcher Art von Annäherung Sie noch das Par retten konnten und mit welcher nicht. Unter dem Buchstaben P tragen Sie die Anzahl ihrer Putts am jeweiligen Loch ein und zu guter Letzt notieren Sie ihren Score unter dem Buchstaben S. Nun zur Auswertung:

Notieren Sie sich die Anzahl Ihrer Fairway- und Grüntreffer, sowie die Anzahl verfehlter Fairways und Grüns. Notieren Sie, wie oft Sie das Par bei einem verfehlten Grün noch retten konnten und welche Art der Annäherung sie dabei gewählt hatten. Dadurch haben Sie die Chance Ihre Schwachstellen zu erkennen, zu trainieren und spätere Runden mit den jetzigen Werten zu vergleichen.

Quick Tipp: Die Gesamtanzahl der Putts per se sagt nichts über die Leistung beim Putten aus, da die Anzahl getroffener Grüns meist von Runde zu Runde variiert. Einen besseren und vergleichbareren Wert erhalten Sie, wenn Sie für die jeweilige Runde ihre durchschnittliche Anzahl Putts pro getroffenem Grün ermitteln.

Addieren Sie dazu alle Putts auf den Grüns, die Sie in Regulation erreicht haben und teilen Sie das Ergebnis durch die Anzahl der Grüntreffer. Jedes getroffene Grün birgt in der Theorie die Chance auf ein Birdie. Der ermittelte Wert gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Sie diese Chancen nutzen oder nicht, und wie oft Sie dabei sogar Drei-Putt gefährdet sind.

Ziel einer AGAPS Analyse ist es, Schwächen und Stärken Ihres Spiels ausfindig zu machen. Es ist daher sinnvoll, nach jeder Runde eine solche AGAPS durchzuführen, um ihren Fortschritt dokumentieren zu können. Statistiken und Erkenntnisse, die Sie anhand der AGAPS gewonnen haben, lassen Ihre Bestandsaufnahme noch akkurater werden.

AGAPS 2.0

Bei dieser überarbeiteten Version der AGAPS Analyse gehen Sie noch einen Schritt weiter und markieren Sie verfehlte Fairways und Grüns nicht nur durch ein Kreuz oder einen Strich, sondern durch Pfeile, wo genau Sie das Fairway, beziehungsweise das Grün verfehlt haben. Außerdem notieren Sie wie weit entfernt vom Loch Ihr Ball nach einer Annäherung war.

Selbstverständlich können Sie dies auch für ein getroffenes Grün tun. Das ist zwar aufwendiger wie eine herkömmliche AGAPS, allerdings gibt Ihnen eine solche Analyse noch genaueren Aufschluss über Ihr Spiel. In der Regel ergeben sich durch diese Analyse wiederkehrende Muster, welche Sie dann nutzen oder verbessern können.

Ein Beispiel für solch ein Muster wären zu kurz gelassene Abschläge an Par 3’s. Das ist oftmals das Resultat falscher Schlägerwahl. Allerdings bleibt solch ein Muster während des Spielens oft unentdeckt. Vor allem dann, wenn es nicht jedes Par 3, sondern nur jedes dritte Par 3 auftritt. Ein weiteres Beispiel könnte eine immer wiederkehrende Distanz zum Loch nach einem Schlag zum Grün oder einer Annäherung sein.

AGAPS 2.0 lässt Sie erkennen, dass Sie im Durchschnitt einen 5,50 m Putt zum Birdie haben, oder einen 2 m Putt zum Par falls Sie das Grün verfehlt haben. Nun sind Sie in der Lage diese Distanzen im Training vermehrt zu üben, um auf dem Platz Sicherheit zu gewinnen und schlussendlich bessere Resultate zu erzielen.

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