Jim Kwiks 4-Schritt Methode für schnelleres Lernen

Jim Kwik

Wir schreiben uns auf die Fahne, dass Sie mit unseren Methoden im Durchschnitt 10 Schläge pro Runde sparen können. Wir möchten Ihnen dabei helfen besser zu werden und Sie auf dem Weg zum Traumhandicap begleiten. Nicht irgendwann, sondern so schnell als möglich.

Erfolg und Fortschritte brauchen zwar Zeit, doch wie viel Zeit, das können wir beeinflussen. Jim Kwik ist Lern,- und Gedächtnisexperte und hat unter anderem mit Firmen wie Nike, General Electric, 21st Century Fox und der berühmten Harvard Universität zusammengearbeitet. Nach einer Kopfverletzung in jungen Jahren war Kwiks Jugend von Lernschwächen geprägt. Die eigenen Schwierigkeiten haben schließlich dazu geführt, dass sich Kwik intensiv mit dem menschlichen Gehirn auseinandersetzte. Kwiks Arbeit dreht sich um die Frage, wie man im Informationsüberfluss des 21. Jahrhunderts den Durchblick behält und dabei fokussierter und erfolgreicher ans Ziel kommt. Kwik hat mit der FAST-Methode ein 4 Schritte Konzept für beschleunigtes Lernen erstellt, das wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchten.

Schritt 1: Vergessen Sie‘s

Beschleunigtes Lernen? Beschleunigtes Lernen! Golf ist ein Lernprozess. Wir trainieren um zu lernen und das Gelernte im Turnier anzuwenden. Je schneller wir lernen, desto schneller können wir das Gelernte anwenden und desto schneller purzeln die Ergebnisse. Das leuchtet ein. Was jedoch erst einmal nicht einleuchtet ist Kwiks erster Schritt. Das F der FAST-Methode steht für Forget (Englisch: Vergessen). Vergessen Sie alles, was Sie bereits über einen Bereich, beziehungsweise einen Aspekt Ihres Spiels zu wissen glauben. Warum?

Weil wir oft voreingenommen an etwas herangehen und das führt dazu, dass wir etwas Wichtiges übersehen können. Es klingt klischeehaft, doch unser Geist ist wie ein Fallschirm und funktioniert nur dann, wenn wir ihn öffnen. Wer der Meinung ist, dass er schon alles zu einem Thema weiß, der verschließt sich zusätzlichen Informationen und lernt im schlimmsten Fall nichts dazu. Eine gewisse Offenheit ist der erste Schritt.

Vergessen Sie daher nicht nur was Sie bereits über ein Thema wissen, vergessen Sie zudem Ihre momentanen Umstände. Wir Menschen sind nicht in der Lage mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Dass Frauen gut im Multitasking sind, ist ein Mythos. Auch bei Frauen leidet Produktivität und Gehirnleistung beim Multitasking. Um das zu verdeutlichen, laden wir Sie zu einem Selbsttest mithilfe des folgenden Videos ein. Es geht darum, die Anzahl der Pässe zu zählen, die sich das Team in den weißen T-Shirts zuspielt.

Es ist wahrscheinlich, dass Sie die Anzahl der Pässe des weißen Teams ohne Probleme zählen konnten. Es ist ebenfalls wahrscheinlich, dass Ihnen die Person, die als Bär verkleidet durch das Bild tanzt, dabei entgangen ist.

Unsere Aufmerksamkeit und unser Fokus sind limitiert, jedoch werden wir oft dazu verleitet, uns auf mehr als nur eine Sache zu konzentrieren. Doch genau das hindert unseren Lernprozess. Geben Sie sich vor einer Trainerstunde oder einer Trainingseinheit daher einige Minuten, um den Arbeitsalltag abzuhaken und Ihren Kopf freizumachen. Wer während der Trainerstunde gedanklich noch im Büro sitzt oder den nächsten Wochenendausflug mit den Kindern plant, der ist zwar körperlich anwesend, nimmt jedoch deutlich weniger auf als der oder diejenige, die sich zu 100% auf die kommende Aufgabe konzentriert. Hängen Sie sich zur Not eine Notiz an Ihr Golfbag, die Sie genau daran erinnert!

Alle guten Dinge sind 3. Vergessen Sie daher nicht nur Ihre situationsabhängigen Umstände und was Sie bereits über ein Thema oder einen Aspekt Ihres Spiels wissen, sondern vergessen Sie zudem Ihre Limits. Gerade wenn wir etwas ausprobieren, das auf den ersten Blick anspruchsvoll erscheint, fallen uns etliche Ausreden ein. „Ich bin zu unbeweglich dafür“, „ich habe so etwas noch nie ausprobiert“ oder „das ist mir zu schwer“.

Bevor wir das Projekt BelowPar starteten, ging es vor allem Freddy nicht anders. „Wir sind keine Golftrainer“, „wir sind keine Profis“, „wir haben so etwas noch nie gemacht“. Gott sei Dank haben wir diese Zweifel und Ausreden damals ignoriert, denn heute bekommen wir E-Mails wie diese:

Fazit: Ignorieren Sie Ihre Limits (sofern Sie sich dabei nicht körperlich schaden) und tun Sie so, als ob Sie ein Tourprofi oder eine Tourproette wären.

Schritt 2: Seien Sie aktiv

Die Ausführung übertrumpft das Wissen an 7 Tagen in der Woche. Das A der FAST- Methode steht für active (aktiv). Wir können noch so viel zu einem Thema, einem Aspekt des Spiels oder einem bestimmten Schlag wissen, wenn wir nicht raus auf den Golfplatz fahren und das Gelernte umsetzen, haben wir nichts von unserem Wissen. Seien Sie aktiv. Das menschliche Hirn lernt nicht durch den Konsum von Informationen, das menschliche Gehirn lernt durch die Umsetzung von Informationen. Seien Sie kreativ. Spielen Sie beispielsweise einige Annäherungsschläge während einer Runde absichtlich in den Bunker, wenn Sie gerade an Ihrem Bunkerspiel arbeiten.

Schritt 3: Die richtige Verfassung

Das S steht für state (Zustand, Verfassung). Jim Kwik deutet dabei auf die Wichtigkeit unserer körperlichen und mentalen Verfassung hin. Wer am Morgen nach einer durchzechten Nacht versucht sein Bunkerspiel zu perfektionieren, der wird höchstwahrscheinlich enttäuscht. Wer andererseits ausgeschlafen zum Training kommt, hat deutlich bessere Voraussetzungen sein Bunkerspiel zu meistern. Soweit, so gut. Kwik spricht zudem die oft unterschätzte Rolle der Emotionen an. Die Wissenschaft ist sich heute darüber einig, dass Ereignisse, die wir mit Emotionen verbinden, detaillierter und langfristiger im Gehirn gespeichert werden. Glauben Sie nicht?

Wo waren Sie am 11.September 2001? Wo waren Sie am 11.Oktober 2002? 95% von uns können sich daran erinnern, wo Sie den 11. September verbracht haben, haben jedoch keinen Schimmer, wo Sie am 22. Oktober waren. Warum? Weil im Gegensatz zum 11. September kaum jemand den 22. Oktober mit einer Emotion verbindet.

Das trifft auch dann zu, wenn wir etwas Neues lernen. Kwik spricht unser Schulsystem an und weist darauf hin, dass er niemanden kennt, der sich heute noch großartig an das erinnert, was er vor einigen Jahren in der Schule gelernt hat, denn wir verbringen den Großteil unserer Zeit im Klassenzimmer relativ emotionslos. Unser Zustand und unsere mentale Verfassung haben einen riesigen Einfluss auf unser Training und auf unseren Lernprozess. Gerade positive Emotionen sind hierbei von Vorteil und beschleunigen den Prozess.

Schritt 4: Geben Sie das Gelernte weiter

Das T der FAST-Methode steht für Teach (lehren). Stellen Sie sich vor, Sie nehmen nicht einfach nur eine Trainerstunde, sondern Sie bekämen zusätzlich die Aufgabe, den Inhalt der Trainerstunde 2 Tage später an Ihren besten Freund oder Ihre beste Freundin weiterzugeben. Im zweiten Szenario stehen die Chancen gut, dass Sie Ihrem Trainer doppelt so viel Aufmerksamkeit schenken als sonst und im Notfall noch einmal ganz genau nachhaken würden. Genau das kommt Ihnen während des Lernprozesses zu Gute. Angenommen Sie arbeiten an Ihrem Bunkerspiel. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie all die technischen Aspekte eines Bunkerschlags detailliert aufnehmen, ist deutlich höher, wenn Sie einem Freund zusätzlich zeigen möchten, auf was es im Sand ankommt.

Quelle und weiterführende Beiträge:

https://theartofcharm.com/podcast-episodes/jim-kwik-kwik-brain-episode-611/

http://jimkwik.com

https://belowpar.de/besserwerden/