5 Dinge, die Sie von jetzt auf nachher besser machen

#5

#1 Ihre Schlaglängen

Kennen Sie Ihre Schlaglängen so genau wie möglich und Ihr langes Spiel wird innerhalb kürzester Zeit deutlich präziser. Wer seine Schlaglängen kennt, weiß sofort welcher Schläger in welcher Situation zum Erfolg führt und entwickelt schnell ein besseres Gefühl für unterschiedliche Distanzen. Ihre Schlaglängen messen Sie am besten mit einem Trackman oder FlightScope. Sowohl der Trackman, als auch das FlightScope sind Geräte, die verschiedene Parameter Ihres Schwungs messen und in der Lage sind Ihren Ballflug genau zu analysieren. Wenn Sie pro Schläger 10-20 Bälle schlagen, die besten und schlechtesten aus der Wertung nehmen und regelmäßige Pausen zwischen Schlägerwechseln einlegen, erhalten Sie einen zuverlässigen Durchschnittswert, welcher Ihnen in Zukunft als Richtwert auf der Runde dient. Sprechen Sie Ihren Heimtrainer gezielt auf eine Schlaglängenmessung mit einem Trackman oder FlightScope an. Ist ein solches Gerät nicht in Reichweite, können Sie mit einem handlichen Entfernungsmesser eine vereinfachte Messung auf der Driving Range oder dem Golfplatz durchführen. Das ist zwar ein Stück aufwendiger, doch Ihr langes Spiel wird es Ihnen durch mehr Präzision danken. Nehmen Sie sich dazu circa 10 Bälle pro Schläger und schlagen Sie alle in Richtung eines vorher festgelegten Ziels. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Entfernungsmesser den Landepunkt Ihrer Bälle erfassen kann und markieren Sie diesen, falls nicht. Alternativ können Sie die Messung auch mit einem Partner durchführen, der sich an den jeweiligen Landepunkt stellt und sich mit dem Entfernungsmesser erfassen lässt. Dadurch minimieren Sie Ihren Aufwand.

#2 Ein Entfernungsmesser                                                                    

Dieser Tipp knüpft an Tipp #1 an, denn wer seine Längen kennt und diesen Vorteil auf dem Platz ausspielen möchte, sollte wissen wie weit er denn tatsächlich zur Fahne hat. Entfernungsmesser haben mit ihrer Legalisierung in Deutschland einen regelrechten Boom ausgelöst und sind von den Bags deutscher Golfer kaum noch wegzudenken. Selbstverständlich kann man sich nach wie vor an den 100m, 150m, und 200m Markern am Rand jeder Spielbahn orientieren und Distanzen abschreiten, allerdings fehlt dann oft die genaue Angabe der Entfernung der Fahne vom vorderen Grünrand. Durch die Nutzung eines Entfernungsmessers erhalten Sie nicht nur genaue Entfernungen, sondern auch direktes Feedback über Ihren Schlag. Entscheiden Sie sich beispielsweise an einem Par 3 für ein lockeres Eisen 7 und Ihr Ball landet 12m hinter der Fahne, so wissen Sie, dass Sie sich entweder bei der Schlägerwahl verschätzt haben oder Ihren Schlag doch nicht so locker ausgeführt haben, wie ursprünglich geplant. Diese Art von Feedback ist gerade im Training von großer Bedeutung. Messen Sie die Distanz zu mehreren Zielen, die Sie auf der Driving Range oder dem Pitching Grün vorfinden und spielen Sie diese Ziele an. Zum einen simulieren Sie dadurch Golf, wie es auf dem Platz gespielt wird und zum anderen bekommen Sie sofort mitgeteilt, ob Ihre gewählte Schwunggröße und Schwungtempo die gewünschte Distanz produziert hat. Gehen Sie so unterschiedliche Distanzen durch und Sie werden ein besseres Gefühl für Ihre Längen entwickeln, was sich schlussendlich auf dem Platz bemerkbar machen wird.

#3 Positive Selbstgespräche

Wer von Ihnen hat sich schon einmal so richtig über einen verpatzten Schlag geärgert? Hand aufs Herz! Mit einigen Ausnahmen wahrscheinlich jeder. Wer von Ihnen hat unmittelbar danach den besten Schlag seines Lebens gemacht? Die Wenigsten von Ihnen. Durch Selbstgespräche pflanzen wir Samen in unserem Unterbewusstsein, welche schon nach kurzer Zeit einen enormen Einfluss auf unser Spiel haben. Positive Selbstgespräche bedeuten keinesfalls einen Überschwung an Motivation und Selbstüberschätzung, sondern eine gesunde Portion Optimismus gepaart mit dem Vertrauen auf Ihre Fähigkeiten. Selbstverständlich läuft auf einer Runde nicht immer alles nach Plan. Ihre Selbstgespräche allerdings entscheiden darüber, ob die Runde in die eine oder andere Richtung verläuft. Ist der Schlag in den Fairwaybunker nun wirklich so schlimm oder haben Sie dadurch sogar einen besseren Winkel auf die heutige Fahnenposition als vom Fairway? Finden Sie das Positive während einer Golfrunde, Vertrauen Sie Ihren Stärken und legen Sie den Fokus auf Dinge, die Sie kontrollieren können und Sie werden schnell Verbesserungen an Ihrem Spiel erkennen.

#4 Eine individuelle Pre Shot Routine

Wer sich des Öfteren mit Profigolf beschäftigt, wird festgestellt haben, dass jeder Profi eine individuelle Abfolge von Aktionen unmittelbar vor einem Schlag durchläuft. So eine Routine ist immer dieselbe und hat das Ziel, den Golfer einerseits auf den kommenden Schlag vorzubereiten und den Fokus auf das Ziel zulegen. Andererseits gibt sie dem Golfer Sicherheit und Konstanz, was sich positiv in Drucksituationen bemerkbar macht. Um das zu verdeutlichen, stellen Sie sich vor wie Herr Mustermann über 16 Löcher fehlerfreies Golf spielt und die Chance hat, das Turnier mit weiteren Pars auf der 17 und der 18 zu gewinnen. Er verpasst das Birdie auf der 17 knapp und muss daher einen schwierigen Putt zum Par auf der 18 lochen. Wenn Herr Mustermann in solch einem Fall keine eingefleischte Routine hat, auf die er zurückgreifen kann, ist es wahrscheinlicher, dass er in Hektik und Nervosität verfällt. Er möchte auf Nummer sicher gehen und schaut sich den Putt von allen Seiten an, um kein Detail zu übersehen. Da jeder Winkel von dem er sich den Putt anschaut einen unterschiedlichen Blick auf den Putt offenbart, wird Herr Mustermann unsicher. Er steht letztendlich nicht komplett hinter seiner Entscheidung und verpasst den Putt. Eine Routine soll genau das verhindern. Ein geregelter Ablauf, dem Sie in jeder Situation folgen, stellt sicher, dass Sie sich während Ihrer Vorbereitung auf das Wichtigste konzentrieren, Überflüssigem keine Beachtung schenken und sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Beachten Sie allerdings, dass Sie die im Regelwerk verankerten 40 Sekunden zur Schlagvorbereitung nicht überschreiten. Beginnen Sie mit einer kurzen Analyse der Lage und der Messung der Entfernung zum Ziel. Treffen Sie daraufhin eine Schlägerwahl, visualisieren  Sie den Schlag, führen ein bis zwei Probeschwünge durch und nehmen Ihren Stand ein. Dieses klassische Gerüst einer Routine ist selbstverständlich individuell veränderbar. Wie mit so vielem im Golf gilt es auch hier zu experimentieren und Neues auszuprobieren, um die für Sie persönlich bestmögliche Routine zu finden.

#5 Eine individuelle Post Shot Routine

Eine Post Shot Routine, sprich eine Routine nach dem Schlag ist ebenso wichtig, wie eine Routine zur Vorbereitung auf den Schlag. Wir bewerten unsere Leistung bei Schlägen gern unmittelbar nach der Ausführung und setzen dabei positive, oder negative Impulse. Wir Menschen merken uns Dinge zudem umso besser, wenn wir Sie mit einer Emotion verbinden. Daher werden wir einen Schlag ins Wasser, bei dem das Eisen gleich hinterher flog, deutlich länger in Erinnerung behalten, als einen Schlag ins Wasser, den wir unkommentiert wahrgenommen haben. Das ist ein Phänomen, das Sie nutzen sollten. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, gute Schläge nach der Ausführung mit einer positiven Emotion zu verbinden. Solch eine Emotion kann der Gedanke an einen schönen Urlaub in der Vergangenheit sein, aber auch ein kurzes „Yes“, das Ballen der Faust, oder das Summen Ihres Lieblingsliedes, helfen dabei den zuvor ausgeführten Schlag längerfristig im Gehirn zu verankern. Wie Sie sich nach einem Schlag verhalten, kann Ihr Spiel in die eine, als auch in die andere Richtung lenken. Lassen Sie daher schlechte Schläge unkommentiert und vermeiden Sie Wutausbrüche. Selbst Profis machen Fehler. Analysieren Sie stattdessen, was die Ursache des missglückten Schlages war und visualisieren Sie eine korrekte Ausführung. Führen Sie eventuell einen weiteren Probeschwung durch. Dadurch vermeiden Sie unmittelbar nach dem Schlag in eine Negativspirale abzudriften, die zu dekonstruktiven Selbstgesprächen führt. Ihr Score wird es Ihnen danken.

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