golfschwung
Langes Spiel

So lernen Sie Ihren Schwung kennen

In unserem Beitrag So finden Sie den richtigen Trainer haben wir die Frage nach der Strategie gestellt, wenn sich der Slice auf Loch 13 wieder einstellt. Zum einen hilft ein guter Trainer bei der Findung solcher Strategien, zum anderen ist das eigene Schwungverständnis ein entscheidender Faktor.

Die Fähigkeit, den eigenen Golfschwung und Ball Flug zu verstehen kann erlernt und trainiert werden und bereichert die Zusammenarbeit mit dem Trainer. Physikalisch gesehen versetzen wir den Golfball bei jedem Schlag in Drehung, den sogenannten Spin. Die Richtung mit der der Schlägerkopf an den Ball kommt ist dabei ebenso entscheidend, wie die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment.

Grundsätzlich sind für die Richtung, sowie die Drehung des Balles nur zehn Zentimeter vor, und zehn Zentimeter nach dem Treffen des Balles entscheidend. Um das zu veranschaulichen betrachten Sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf der Driving Range Ihres Heimatplatzes und haben zum jetzigen Zeitpunkt ein Eisen sieben in der Hand. Sie sind sowohl mit den Füßen, als auch mit ihrem Schlägerkopf perfekt auf ihr Ziel ausgerichtet. Die blaue Linie der folgenden vogelperspektivischen Grafik stellt hierbei ihre Fuß Linie dar, die schwarze Linie repräsentiert die Ausrichtung der Schlagfläche.

Wir fügen nun eine rote Linie hinzu, welche die Schwungrichtung ihres Schlägerkopfes einige Zentimeter vor, während, und nach dem Treffpunkt des Balles repräsentiert.

Szenario Nummer 1:

In diesem Szenario gehen wir davon aus, dass der Schläger parallel zur Ziellinie schwingt. Ein Verkanten der Schlagfläche ist dabei sehr unwahrscheinlich. (Warum erfahren Sie im Laufe der nächsten Szenarien.) Der Ball dreht sich rückwärts und fliegt gerade Richtung Ziel.

Szenario Nummer 2:

Wie in der obigen Abbildung deutlich zu erkennen, kreuzt der Schlägerkopf in diesem Szenario die Ziellinie von rechts nach links. Der Schlägerkopf kommt von außen an den Ball. Ist dies der Fall, so ist die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment richtungsweisend für den Ball Flug. Wir gehen im Folgenden die drei gängigsten Möglichkeiten durch. Bedenken Sie nach wie vor, dass die blaue Linie der Abbildung ihre optimal ausgerichtete Fußlinie, die schwarze ihre optimal ausgerichtete Schlagfläche in der Ansprechposition (Ziellinie), und die rote Linie ihre Schwungrichtung kurz vor, während und nach dem Treffmoment des Balles repräsentiert.

Der wahrscheinlich verständlichste Fall liegt vor, wenn die Schlagfläche im Treffmoment parallel zur Schwungrichtung steht. Ein sogenannter „Pull“ entsteht. Der Ball erhält denselben Rückwärtsdrall (Backspin) wie in Szenario Nummer 1, allerdings startet der Ball links der Ziellinie und landet links des Ziels.

Steht die Schlagfläche im Treffmoment zwischen Schwungrichtung und Ziellinie, so erhält der Ball neben dem Backspin, auch den sogenannten Sidespin, welcher den Ball in seitliche Rotation versetzt. Trifft diese Rotation nun auf Luftwiderstand, fliegt der Ball eine „Kurve“.

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Lang, knackig und präzise

Was jeder Golfer über das lange Spiel wissen muss

Vereinfacht ausgedrückt heißt das, dass die Schwungrichtung in diesem Szenario den Ball links der Ziellinie starten lässt. Die Schlagfläche, die nun leicht geöffnet zu eben dieser Schwungrichtung steht, versetzt den Ball in genug seitliche Rotation, sodass dieser im Laufe des Fluges seinen Weg zurück zum ursprünglichen Ziel findet. Der sogenannte Fade entsteht. Wichtig beim Fade ist die Betonung des Wortes leicht, denn je weiter die Schlagfläche in Relation zur Schwungrichtung geöffnet ist, desto mehr Rotation bekommt der Ball mit auf den Weg. Diese Rotation ist für das Kurven des Balles verantwortlich, und kann einerseits den Ball grazil zurück zum Ziel befördern, allerdings kann zu viel Rotation den Ball auch über das Ziel hinausschießen lassen.

Damit wären wir beim dritten und sehr wahrscheinlich unbeliebtesten der drei Fälle angelangt: der sogenannte Slice. Der Slice entsteht, wenn die Schwungrichtung, wie in der obigen Abbildung, die Ziellinie von rechts nach links kreuzt. Der Schlägerkopf kommt von außen an den Ball. Das Entscheidende hierbei ist die Schlagfläche im Treffmoment, welche annähernd parallel zur Ziellinie steht.

Um sich den dann entstehenden Effekt besser vor Augen führen zu können, stellen Sie sich einen Tischtennisschläger vor, den Sie (als Rechtshänder) weit nach rechts vom Körper wegschwingen, um ihn im Durchschwung wieder zum Körper herzuziehen. Wenn Sie mit dieser Technik einen Ball treffen, werden Sie feststellen, dass jeder ihrer Bälle schon beim ersten Kontakt mit der Tischtennisplatte einen großen Satz nach rechts machen wird. Grund dafür ist der Schnitt, oder die Rotation, welche Sie dem Ball auf diesem Wege mitgeben.

Nichts anderes passiert beim Slice. Die Kombination aus offener Schlagfläche in Relation zur außen-nach-innen Schwungbahn versetzt den Ball in Rechtsdrall, welcher durch Einwirkung des Luftwiderstandes verstärkt wird und schlussendlich in eine starke Rechtskurve resultiert.

Quick Tipp: Viele Golfer, die gegen den Slice kämpfen, versuchen die Rechtskurve durch ihren Stand zu kompensieren. In der folgenden Abbildung ist eine solche Kompensation bildlich dargestellt.

Die Fußlinie steht nun offen in Relation zur Ziellinie, was die Rechtskurve kompensieren soll. Allerdings ist oft genau das Gegenteil der Fall. Durch das Zurückziehen des linken Fußes (beim Rechtshänder) und Öffnen des Standes hat der Schläger mehr Platz, um im Durchschwung nach links durch zu schwingen. Das begünstigt und vereinfacht eine außen-nach-innen Schwungrichtung, die für den Slice maßgeblich verantwortlich ist. Den Slice durch den Stand zu kompensieren, ist kontraproduktiv.

Daher folgender Quick Tipp: Konzentrieren Sie sich beim Training während einiger Probeschwünge nur auf die Stellung ihrer Schlagfläche und richten Sie sich so genau als möglich auf ihr Ziel aus. Dann rücken Sie den linken Fuß einige Zentimeter nach vorne, um Ihrem Körper ein Wegschwingen nach links zu erschweren. Ihr Körper lernt auf diese Weise, den Schläger gerade durch den Ball zu bewegen, was ihre Schwungrichtung auf Dauer neutralisiert. Außerdem zwingt Sie, die durch den Stand leicht nach rechts versetzte Ausrichtung, einen Weg zu finden, den Ball trotzdem im Ziel landen zu lassen. Der Körper lernt auf diese Weise genau das Gegenteil von einem außen-nach-innen Schwung.

Szenario Nummer 3:

Szenario Nummer 3 ist das Pendant und Gegenteil zu Szenario Nummer 2. Wir gehen hierbei wieder von einer exakten Ausrichtung der Füße (blauen Linie), sowie der Ziellinie – der Schlagfläche in der Ansprechposition (schwarze Linie) – aus. Anders als in den vorherigen Szenarien kommt der Schlägerkopf nun von innen an den Ball, der Schläger kreuzt die Ziellinie von links nach rechts. Die Schlagfläche im Treffmoment entscheidet auch hier über den Ballflug.

Eine Schlagfläche parallel zur Schwungrichtung führt zum sogenannten „Push“. Da die Stellung der Schlagfläche mit der Schwungrichtung übereinstimmt, geben Sie dem Ball keine Rotation mit auf den Weg. Dadurch startet der Ball startet rechts der Ziellinie und landet rechts des Zieles.

Eine Schlagfläche, die leicht geschlossen in Relation zur Schwungrichtung steht, versetzt den Ball in rechts-links Rotation. Die resultierende Flugbahn ist das Pendant zum Fade und wird Draw genannt. Aufgrund der Schwungrichtung startet der Ball rechts des Zieles, die Kombination aus Schwungrichtung und Schlagflächenstellung im Treffmoment lässt den Ball zurück zum Ziel kurven.

Ist die Schlagfläche im Treffmoment in Relation zur innen-nach-außen Schwungbahn stark geschlossen und nähert sich der Ziellinie, so wird der Ball durch Rotation und Luftwiderstand über das Ziel hinaus kurven. Man spricht von einem Hook.

Quick Tipp:

Achten Sie wie während einiger Probeschwünge nur auf Ihre Schlagfläche. Versuchen Sie –eventuell in verlangsamtem Tempo – die Schlagfläche so neutral wie möglich durch den Ball zu bewegen. Achten Sie außerdem auf eine gute Ausrichtung, um Kompensationen zu vermeiden. Sind Sie optimal ausgerichtet, so ziehen Sie den linken Fuß (als Rechtshänder) einige Zentimeter zurück.

Dadurch stehen Sie offen und links des Zieles. Eine Flugbahn lässt sich in der Regel durch den Versuch ihr Pendant zu schlagen, korrigieren. Das Pendant zum Hook ist der Slice, welcher, wie in den vorherigen Szenarien beschrieben, durch einen offenen Stand begünstigt wird. Wenn Sie sich nun einzig und allein auf ihre Schlagfläche konzentrieren, wird ihr Körper Wege finden, den Ball trotzdem Richtung Ziel fliegen zu lassen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, richten Sie sich wieder neutral zum Ziel aus.

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Wirre Gedanken
Mental

Die Macht des Unterbewusstseins

Wir haben diesen Beitrag bewusst die Macht des Unterbewusstseins genannt, denn das Unterbewusstsein und darin verwurzelte Denkmuster sind in der Tat eine Macht, die sich auf dem Golfplatz entweder positiv oder negativ auf unser Spiel auswirken kann.

Generell ist alles was wir Menschen tun unterbewusst, und nur ein winziger Bruchteil unterbewusster Gedanken und Handlungen erreicht unsere bewusste Aufmerksamkeit (Quelle). Es gibt Dinge, die von Geburt an unterbewusst ablaufen, wie etwa das Atmen, und Dinge, die zunächst erlernt werden müssen. Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Fahrstunde?

Die Anzahl an Pedalen, Spiegeln, Lichtern, Knöpfen und unterschiedlichen motorischen Abläufe hat sich zunächst wahrscheinlich ein bisschen überfordern. Der Körper hat die neuen Eindrücke zunächst bewusst wahrgenommen und jede Form der Aufmerksamkeit auf die neuen motorischen Abläufe gelegt. Sie haben sich sehr wahrscheinlich ausschließlich auf das Fahren konzentriert?

Und heute? Vorausgesetzt Sie sind schon seit einigen Jahren Autofahrer wird sich seit der ersten Fahrstunde viel getan haben. Ihre Gedanken sind jetzt sehr wahrscheinlich überall außer beim Autofahren selbst. Ähnlich verlief es mit dem Schreiben, dem Lesen, dem Erlernen einer neuen Sprache und so weiter und so fort. Was wir wiederholt tun empfindet der Körper als wichtig und lässt es zum unterbewussten Automatismus werden.

Das ist ungeheuer wichtig, denn würden wir uns heute immer noch mit den motorischen Abläufen bei der Gangschaltung beschäftigen müssen, so hätten wir im Urlaub in unbekannten Orten und Straßen Probleme uns auf das Navigationssystem zu konzentrieren und würden uns kaum zurecht finden. Der Körper nimmt Ihnen sozusagen die Arbeit des bewussten Denkens ab und tut es unbewusst.

Wenn Sie einen Gedanken bewusst wahrnehmen, so können Sie davon ausgehen, dass Ihr Unterbewusstsein diesen Gedanken bereits hatte und Ihn für wichtig genug hielt, um Ihn ins Bewusstsein zu rufen (Quelle). Dieser Prozess erlaubt es uns immer wieder Neues zu lernen und trifft nicht nur auf das Autofahren zu. Beim Golf ergeht es uns nicht anders. Als Anfänger wollen wir den Schwung in allen Einzelheiten zunächst verstehen, bevor eine gewisse Regelmäßigkeit Ihn zum Automatismus werden lässt. Doch nicht nur der Schwung an sich, sondern auch mentale Denkmuster, die in einer gewissen Regelmäßigkeit wiederholt werden verfestigen sich langfristig. Ob das positiv oder negativ für Ihr Spiel ist, entscheidet die Art Ihrer Denkmuster. Sie können sicherlich erraten, was für einen Effekt das Fluchen auf dem Golfplatz auf Ihre Gesamtleistung hat.

Wir möchten Ihnen im Folgenden mehrere Gründe geben, warum eine positive Grundhaltung auf (und neben) dem Golfplatz positive Auswirkungen auf Ihre Leistung hat.

Die Vorteile einer positiven Grundhaltung

Die Wissenschaft ist sich heute darüber einig, dass Ereignisse, die mit Emotionen verbunden sind detaillierter und langfristiger im Gehirn gespeichert werden. Das bedeutet, dass wir Schläge, die uns freuen oder die wir positiv kommentieren länger in Erinnerung bleiben, als Schläge, die wir unkommentiert hinnehmen. Dadurch sind wir in der Lage, uns diese Schläge (in ähnlichen Situationen) immer wieder vor Augen zu führen und uns zu motivieren. Dasselbe gilt allerdings auch für schlechte Schläge. Fluchen beispielsweise fällt unter die Kategorie „Wut“ und sorgt ebenfalls für eine detailliertere und längerfristige Speicherung des Schlages.

So positiv und hilfreich dieser Effekt bei guten Schlägen ist, so destruktiv ist er in Zusammenhang mit schlechten Schlägen. Denn wer erinnert sich kurz vor einem wichtigen Putt schon gerne daran, wie er einen ähnlichen Putt verpasst hat? Schlechte Schläge lassen sich nicht vermeiden und kommen auch bei Profis vor. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie schlechte Schläge mit so wenigen Emotionen verbinden wie möglich. Das mag am Anfang nicht einfach sein, allerdings lernt Ihr Gehirn auch diesen Prozess zu automatisieren und zukünftig unterbewusst ablaufen zu lassen. Spieler, die gerne und oft fluchen tun dies oft unbewusst und sind sich daher oft nicht im Klaren, wie negativ sich das auf Ihr Spiel auswirkt.

Der Broaden-and-Build Effekt

Barbara Fredrickson ist Wissenschaftlerin an der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina und Begründerin des Broaden-and-Build Effektes. Dieser besteht aus zwei Teilen und besagt zum einen, dass eine positive Grundeinstellung das Bewusstsein erweitert und den Mensch dadurch kreativer und lösungsorientierter macht (Quelle). Eine positive Einstellung bedeutet allerdings nicht das stumpfe Ballen der Faust bei jedem halbwegs gelungenen Schlag. Dr. Fredrickson spricht von einem 3:1 Verhältnis. 3 Teile positive, 1 Teil negative Gedanken reichen völlig aus um diesen Effekt zu erzielen.

Negative Gedanken sind nicht vollständig nutzlos. Gelegentliche Unzufriedenheit beispielsweise spornt uns an, einen Teil unseres Spiels zu verbessern. Ohne Unzufriedenheit gäbe es beispielsweise auch keine ehrliche Analyse des eigenen Spiels. Achten Sie bei Ihrer nächsten Runde auf die Anzahl positiver und negativer Gedanken. Sie werden sich so zukünftig schneller bei negativen Gedanken ertappen und bewusst eingreifen können, sodass Sie sich dem 3:1 Verhältnis immer näher kommen. Teil des Broaden-and-Build Effektes ist außerdem die bestätigte These, dass sich Neues durch eine positive Einstellung deutlich besser erlernen lässt. Wer positiv gestimmt das Training oder die Trainerstunde beginnt, lernt daher besser, als jemand der schlecht gelaunt oder neutral gestimmt trainiert.

Quick Tipp: Der Mensch erneuert täglich 1% seiner Zellen. Nach zirka 3 Monaten hat sich die komplette Anzahl der Zellen erneuert, Gehirnzellen eingeschlossen (Quelle). Bedenken Sie, dass das Erlernen mentaler Techniken, Strategien und Einstellungen daher kein kurzfristiger Prozess ist. Sie können davon ausgehen, dass Sie alle 3 Monate ein „neuer“ Mensch sind und eben diese Zeit sollten Sie einplanen bis sich neue Denkmuster und Verhaltensweisen unterbewusst etabliert haben. Zurück zum beliebten Beispiel des Fluchens:

Wer von Ihnen konnte feststellen, dass sich die lautstarke Wiedergabe von negativen Gedanken über den eben ausgeführten Schlag auch negativ auf weitere Schläge auswirkt? Wahrscheinlich fast jeder von Ihnen. Es gibt kaum ein Szenario in dem ein Spieler seinen Schläger in den Boden rammt, gegen das Bag tritt, wild fluchend zum nächsten Schlag stampft, und diesen dann sofort einlocht.

Negative Gedanken hemmen unsere Kreativität und unser lösungsorientiertes Handeln. Außerdem sind negative Gedanken ansteckend. Das macht sich auf dem auf dem Golfplatz ebenso bemerkbar wie im Alltag. Doch wer häufig flucht, wird morgen wohl kaum damit aufhören. Es macht daher Sinn sich immer wieder bewusst machen, dass fluchen Sie nicht weiterbringt. Heben Sie sich immer wieder bewusst hervor, dass sich positives Denken auch positiv auf Ihr Spiel auswirkt.

Setzen Sie sich für die nächsten 3 Monate zum Ziel, jeden misslungenen Schlag mit einem Lächeln zu quittieren, frei nach dem Motto „ich bin eigentlich viel besser als das, was ich eben gezeigt habe.“ Notieren Sie sich diese Übung zur gegebenenfalls schriftlich. Sie werden feststellen, dass Sie misslungene Schläge zwar nicht verhindern können, allerdings können Sie hierdurch sicher gehen, dass ein kleiner Wutanfall mehr als einen Schlag misslingen lässt. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis auch diese Prozesse unterbewusst ablaufen.

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putt training
Kurzes Spiel

Puttübung: Around the World

Diese Übung ist in kürzester Zeit aufgebaut und äußerst effektiv. Sie stecken 6 Tees kreisförmig um ein Loch und spielen jeweils einen Putt pro Tee. Die Entfernung der Tees vom Loch legen Sie dabei selbst fest. Orientieren Sie sich hierbei an Situationen auf dem Platz, die Ihnen häufig begegnen.

Haben Sie zum Beispiel oftmals einen 3 Meter Putt zum Par und möchten Sie aus dieser Entfernung mehr Putts lochen, so empfiehlt es sich alle 6 Tees 3 Meter vom Loch entfernt zu stecken. Möglich ist allerdings auch eine Veränderung der Entfernung nach jeder Runde, ähnlich wie beim Unter Par Drill. Doch warum ist dieser einfache Aufbau so effektiv?

Viele Amateure, gerade höheren Handicaps, putten im Training von Loch zu Loch, spielen dabei mehrere Bälle und nehmen sich wenig Zeit zur Vorbereitung des Putts. Oft wird der Griff dabei nicht gelöst bis alle Bälle zum Ziel gespielt worden sind. Das ist allerdings nicht die Art und Weise, wie Golf auf dem Platz gespielt wird. Dort haben wir einen Versuch, der möglichst sitzen sollte.

Daher nehmen wir uns auf dem Platz auch mehr Zeit für den Putt, lesen das Break und malen zur Ausrichtung eventuell eine Linie auf dem Ball. Mit dieser Übung simulieren Sie ein ähnliches Vorgehen, denn der Putt den Sie spielen ist nie derselbe. Die Qualität Ihres Trainings steigt zusätzlich, wenn Sie sich ein Ziel setzen, denn Sie simulieren damit eine Drucksituation, wie sie auch im Turnier vorkommt. Solch ein Ziel kann beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Runden sein, die Sie schaffen möchten, bevor Sie die Übung beenden.

Experimentieren Sie und schneiden Sie die Übung auf Ihr Spiel zu. Sie spielen wahrscheinlich weniger Putts als gewohnt, allerdings steigt die Qualität Ihrer Putts enorm.

Wenn wir bedenken, dass die meisten Löcher mindestens ein leichtes Break haben, so wird klar, dass Sie mit dieser Übung ohne großen Aufwand sowohl bergauf, bergab, links-rechts, und rechts-links Putts abdecken. Außerdem bekommen Sie durch die Übung ein messbares Ergebnis, mit dem Sie zukünftige Ergebnisse vergleichen und so Ihren Fortschritt messen können.

Angenommen Sie entscheiden sich für eine 1,5 Meter Entfernung. Zählen Sie, wie viele Putts Sie lochen, bevor Sie den ersten Putt vorbei putten. Sie werden merken, dass Sie bei regelmäßiger Übung immer besser werden und zusätzliche Sicherheit bei vergleichbaren Putts auf dem Golfplatz bekommen. Wer feststellt, dass er 5 Runden á 6 Putts aus 1,5 Metern fehlerfrei schafft, den bringt so schnell nichts aus der Rolle, wenn ein 1,5 Meter Putt im Turnier bevorsteht. Viel Spaß beim Training.

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putten üben
Kurzes Spiel

Puttübung: „Unter Par“ Drill

Für diese Übung legen Sie sich 7 Tees zurecht und stecken diese kreisförmig in regelmäßigem Abstand eine Putterlänge entfernt vom Loch ins Grün. Sie putten pro Tee nur einen Ball. Ziel der Übung ist es mehr Bälle zu lochen, als zu verschieben, weshalb wir hier eine ungerade Anzahl an Tees gewählt haben.

Jeder gelochte Putt zählt wie ein Birdie, jeder verschobene Putt wie ein Bogey. Bleiben Sie nach allen 7 Putts „unter Par“, so stecken Sie alle Tees jeweils eine Grifflänge nach hinten. Anfangs wird Ihnen das keine Probleme bereiten, denn jeder Putt wird aus der Entfernung einer Schlägerlänge gespielt.

Da Ihnen die Übung allerdings erlaubt 3 von 7 Putts nicht zu lochen, werden Sie im Laufe der Zeit immer längere Putts spielen und dabei ganz automatisch besser werden. Sie decken dabei die relativ kurzen aber gefährlichen „Wadenbeißer“, sowie wichtige, weil machbare 2-4 Meter-Putts ab.

Wichtig hierbei ist, dass sie wirklich nur einen Versuch pro Tee und Runde verwenden, um wettbewerbsähnlich zu trainieren. Bleiben Sie „unter Par“, geht es eine Grifflänge nach hinten, bleiben Sie „über Par“ ist die Übung beendet und Sie können, wenn Sie möchten, von vorn beginnen.

Behalten Sie Ihren Fortschritt im Auge indem Sie sich notieren, wie oft Sie sich eine Grifflänge weiter weg vom Loch bewegen konnten, sprich wie viele Male in Folge Sie eine Runde (bestehend aus den 7 Tees) „unter Par“ abgeschlossen haben.

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Postkarte mit Golfmotiv
Was Dich zudem besser macht

So finden Sie den richtigen Trainer

Der Wunsch sein Golfspiel und seinen Golfschwung langfristig zu verbessern, geht oft mit der Entscheidung einher, einen Trainer aufzusuchen. Der richtige Trainer ist dabei genauso entscheidend und erfolgsbestimmend wie das richtige Training. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag auf was bei der Arbeit mit einem Trainer ankommt und was Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie einen neuen Trainer aufsuchen.

Viele Golfer sind erfahrungsgemäß schon einmal einer Situation begegnet, in der sie mit einem Trainer an ihrem Schwung gearbeitet haben und schon einige Minuten nach der Trainerstunde komplett durcheinander waren und fast jeder Golfer hat schon einmal eine solche Situation erlebt, in der Leistung während und nach der Trainerstunde unterschiedlicher nicht sein könnten. Warum ist das so?

Ein Trainer vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Zu viel davon und man traut sich ohne den Trainer fast nichts mehr. Regelmäßige Trainerstunden zu nehmen ist an sich nichts Negatives und sogar zu empfehlen. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass keine Abhängigkeit vom Trainer entsteht. Verunsichert Sie eine technische Umstellung oder ist ein neuer Schwunggedanke für Sie schwer umzusetzen, ist das eigentliche Ziel verfehlt.

Um das zu verhindern hilft es, wenn Sie Ihr Trainer von Beginn an in seinen Gedankenprozess einbindet. Fragen Sie im Zweifelsfall nach. Wodurch entsteht mein jetziger (und vielleicht ungewünschter) Ballflug, oder Ballkontakt? Habe ich mit einem einzelnen Fehler oder einer ganzen Fehlerkette zu tun? Wo beginnt meine Fehlerkette? Was genau bewirkt die Umstellung und wie lange dauert sie? Diese Frage ist gerade während der Hauptsaison relevant. Denn man unterscheidet grundsätzlich zwischen Schwungkorrekturen und Schwungumstellungen- auch Schwungänderungen genannt.

Schwungkorrekturen dienen dazu, kleinere Fehler die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben, auszumerzen. Dazu gehören beispielsweise kleinere Korrekturen des Griffs, des Ausrichtens, der Ansprechposition oder der Drehung. Schwungkorrekturen benötigen einen minimalen Aufwand in der Umsetzung, können aber großen Einfluss auf Ihre Leistung haben. Schwungumstellungen dagegen, tendieren dazu von längerer Dauer zu sein. Ein Beispiel hierzu ist Martin Kaymer.

Auf dem vorübergehenden Höhepunkt seiner Karriere angekommen, entscheidet sich Kaymer seinen Schwung umzustellen, was bei vielen Fans und Kritikern auf Unverständnis trifft. Kaymer dagegen, sah auch als Nummer 1 der Weltrangliste großes Potential zur Weiterentwicklung seines Schwungs und entschied sich bewusst für einen Prozess, dessen Dauer und Auswirkungen auf sein Spiel und seine Weltranglistenposition noch nicht absehbar war.

Die Vorteile, im weiteren Verlauf seiner Karriere neben dem Fade auch einen kontrollierten Draw schlagen zu können, waren für Kaymer von so großer Bedeutung, dass er einen temporären Leistungseinbruch in Kauf nahm. Eine solche Entscheidung kommt selten über Nacht. Vor- und Nachteile sollten zunächst abgewägt werden. Ein guter Trainer hilft Ihnen bei so einer Entscheidung, in dem er die Dauer der Umstellung unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten abschätzt.

Größere Umstellungen werden daher generell in der turnierfreien Zeit vorgenommen. Schwungkorrekturen sind auch während der Haupt- und Turniersaison von Bedeutung. Ein guter Trainer sollte daher ihren Zeit- und Turnierplan kennen, denn nur so lässt sich die richtige Korrektur zum richtigen Zeitpunkt finden. Ein Trainer, der zwei Tage vor den Clubmeisterschaften an ihrer Hüftrotation im Abschwung arbeiten möchte, tut Ihnen keinen Gefallen. Fragen Sie daher nach, wenn Sie unsicher sind oder einen Zusammenhang nicht komplett verstehen.

Die wichtigste Frage jedoch, ist die Frage nach der Überprüfung des neuen Schwunggedankens. Nur, wenn ein Trainer Ihnen Möglichkeiten an die Hand gibt, mit denen Sie auch ohne ausgeprägtes technisches Verständnis ihren Schwung überprüfen können, haben Sie die Chance sich zu verbessern. Dazu hilft es, wenn Ihr Trainer Zugang zu einer beliebigen Form der Videoanalyse hat.

Den eigenen Schwung auf Video zu sehen, hilft Zusammenhänge zu verstehen, und ermöglicht einen Vorher-Nachher Vergleich. Probeschwünge vor dem Spiegel oder mit einem Übungsgerät helfen später bei der Überprüfung des Gelernten. Sprechen Sie Ihren Trainer gezielt darauf an und üben Sie auch den Überprüfungsprozess mit ihm. Falls sie einen festen Spiel- oder Trainingspartner haben, schadet es nicht, diesen Teil der Trainerstunde sein zu lassen, und ihn bei der Überprüfung des Schwunges einzubinden.

Bedenken Sie, dass Ihr Coach Sie während einer Turnierrunde nicht begleiten kann. Finden Sie daher Möglichkeiten, auch ohne Beisein des Trainers, spielerische Lösungen zu finden. Was tun, wenn sich der Slice an Loch 13 wieder bemerkbar macht? Um das zu beantworten, müssen Sie verstehen, was ihren Slice verursacht und welche Methoden und Korrekturen Sie anwenden können, damit dieser auf den restlichen fünf Löchern keine schwerwiegenden Probleme verursacht. Ein guter Trainer hilft Ihnen hierbei und erarbeitet mit Ihnen sowohl für das private Training, als auch für eine wichtige Turnierrunde, gezielte Strategien.

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#5
Was Dich zudem besser macht

5 Dinge, die Sie von jetzt auf nachher besser machen

#1 Ihre Schlaglängen

Kennen Sie Ihre Schlaglängen so genau wie möglich und Ihr langes Spiel wird innerhalb kürzester Zeit deutlich präziser. Wer seine Schlaglängen kennt, weiß sofort welcher Schläger in welcher Situation zum Erfolg führt und entwickelt schnell ein besseres Gefühl für unterschiedliche Distanzen. Ihre Schlaglängen messen Sie am besten mit einem Trackman oder FlightScope. Sowohl der Trackman, als auch das FlightScope sind Geräte, die verschiedene Parameter Ihres Schwungs messen und in der Lage sind Ihren Ballflug genau zu analysieren.

Wenn Sie pro Schläger 10-20 Bälle schlagen, die besten und schlechtesten aus der Wertung nehmen und regelmäßige Pausen zwischen Schlägerwechseln einlegen, erhalten Sie einen zuverlässigen Durchschnittswert, welcher Ihnen in Zukunft als Richtwert auf der Runde dient. Sprechen Sie Ihren Heimtrainer gezielt auf eine Schlaglängenmessung mit einem Trackman oder FlightScope an.

Ist ein solches Gerät nicht in Reichweite, können Sie mit einem handlichen Entfernungsmesser eine vereinfachte Messung auf der Driving Range oder dem Golfplatz durchführen. Das ist zwar ein Stück aufwendiger, doch Ihr langes Spiel wird es Ihnen durch mehr Präzision danken. Nehmen Sie sich dazu circa 10 Bälle pro Schläger und schlagen Sie alle in Richtung eines vorher festgelegten Ziels. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Entfernungsmesser den Landepunkt Ihrer Bälle erfassen kann und markieren Sie diesen, falls nicht. Alternativ können Sie die Messung auch mit einem Partner durchführen, der sich an den jeweiligen Landepunkt stellt und sich mit dem Entfernungsmesser erfassen lässt. Dadurch minimieren Sie Ihren Aufwand.

#2 Ein Entfernungsmesser                                                                    

Dieser Tipp knüpft an Tipp #1 an, denn wer seine Längen kennt und diesen Vorteil auf dem Platz ausspielen möchte, sollte wissen wie weit er denn tatsächlich zur Fahne hat. Entfernungsmesser haben mit ihrer Legalisierung in Deutschland einen regelrechten Boom ausgelöst und sind von den Bags deutscher Golfer kaum noch wegzudenken. Selbstverständlich kann man sich nach wie vor an den 100m, 150m, und 200m Markern am Rand jeder Spielbahn orientieren und Distanzen abschreiten, allerdings fehlt dann oft die genaue Angabe der Entfernung der Fahne vom vorderen Grünrand.

Durch die Nutzung eines Entfernungsmessers erhalten Sie nicht nur genaue Entfernungen, sondern auch direktes Feedback über Ihren Schlag. Entscheiden Sie sich beispielsweise an einem Par 3 für ein lockeres Eisen 7 und Ihr Ball landet 12m hinter der Fahne, so wissen Sie, dass Sie sich entweder bei der Schlägerwahl verschätzt haben oder Ihren Schlag doch nicht so locker ausgeführt haben, wie ursprünglich geplant. Diese Art von Feedback ist gerade im Training von großer Bedeutung. Messen Sie die Distanz zu mehreren Zielen, die Sie auf der Driving Range oder dem Pitching Grün vorfinden und spielen Sie diese Ziele an.

Zum einen simulieren Sie dadurch Golf, wie es auf dem Platz gespielt wird und zum anderen bekommen Sie sofort mitgeteilt, ob Ihre gewählte Schwunggröße und Schwungtempo die gewünschte Distanz produziert hat. Gehen Sie so unterschiedliche Distanzen durch und Sie werden ein besseres Gefühl für Ihre Längen entwickeln, was sich schlussendlich auf dem Platz bemerkbar machen wird.

#3 Positive Selbstgespräche

Wer von Ihnen hat sich schon einmal so richtig über einen verpatzten Schlag geärgert? Hand aufs Herz! Mit einigen Ausnahmen wahrscheinlich jeder. Wer von Ihnen hat unmittelbar danach den besten Schlag seines Lebens gemacht? Die Wenigsten von Ihnen. Durch Selbstgespräche beeinflussen wir unser Unterbewusstsein, was schon nach kurzer Zeit einen enormen Einfluss auf unser Spiel hat. Positive Selbstgespräche bedeuten keinesfalls einen Überschwung an Motivation und Selbstüberschätzung, sondern eine gesunde Portion Optimismus gepaart mit dem Vertrauen auf Ihre Fähigkeiten.

Selbstverständlich läuft auf einer Runde nicht immer alles nach Plan. Ihre Selbstgespräche allerdings entscheiden darüber, ob die Runde in die eine oder andere Richtung verläuft. Ist der Schlag in den Fairwaybunker nun wirklich so schlimm oder haben Sie dadurch sogar einen besseren Winkel auf die heutige Fahnenposition als vom Fairway? Finden Sie das Positive während einer Golfrunde, Vertrauen Sie Ihren Stärken und legen Sie den Fokus auf Dinge, die Sie kontrollieren können und Sie werden schnell Verbesserungen an Ihrem Spiel erkennen.

#4 Eine individuelle Pre Shot Routine

Wer sich des Öfteren mit Profigolf beschäftigt, wird festgestellt haben, dass jeder Profi eine individuelle Abfolge von Aktionen unmittelbar vor einem Schlag durchläuft. So eine Routine ist immer dieselbe und hat das Ziel, den Golfer einerseits auf den kommenden Schlag vorzubereiten und den Fokus auf das Ziel zulegen. Andererseits gibt sie dem Golfer Sicherheit und Konstanz, was sich positiv in Drucksituationen bemerkbar macht.

Um das zu verdeutlichen, stellen Sie sich vor, wie Herr Mustermann über 16 Löcher fehlerfreies Golf spielt und die Chance hat, das Turnier mit weiteren Pars auf der 17 und der 18 zu gewinnen. Er verpasst das Birdie auf der 17 knapp und muss daher einen schwierigen Putt zum Par auf der 18 lochen. Wenn Herr Mustermann in solch einem Fall keine eingefleischte Routine hat, auf die er zurückgreifen kann, ist es wahrscheinlicher, dass er in Hektik und Nervosität verfällt. Er möchte auf Nummer sicher gehen und schaut sich den Putt von allen Seiten an, um kein Detail zu übersehen. Da jeder Winkel von dem er sich den Putt anschaut einen unterschiedlichen Blick auf den Putt offenbart, wird Herr Mustermann unsicher. Er steht letztendlich nicht komplett hinter seiner Entscheidung und verpasst den Putt. Eine Routine soll genau das verhindern.

Ein geregelter Ablauf, dem Sie in jeder Situation folgen, stellt sicher, dass Sie sich während Ihrer Vorbereitung auf das Wichtigste konzentrieren, Überflüssigem keine Beachtung schenken und sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Beachten Sie allerdings, dass Sie die im Regelwerk verankerten 40 Sekunden zur Schlagvorbereitung nicht überschreiten. Beginnen Sie mit einer kurzen Analyse der Lage und der Messung der Entfernung zum Ziel. Treffen Sie daraufhin eine Schlägerwahl, visualisieren  Sie den Schlag, führen ein bis zwei Probeschwünge durch und nehmen Ihren Stand ein.

Dieses klassische Gerüst einer Routine ist selbstverständlich individuell veränderbar. Wie mit so vielem im Golf gilt es auch hier zu experimentieren und Neues auszuprobieren, um die für Sie persönlich bestmögliche Routine zu finden.

#5 Eine individuelle Post Shot Routine

Eine Post Shot Routine, sprich eine Routine nach dem Schlag ist ebenso wichtig, wie eine Routine zur Vorbereitung auf den Schlag. Wir bewerten unsere Leistung bei Schlägen gern unmittelbar nach der Ausführung und setzen dabei positive, oder negative Impulse. Wir Menschen merken uns Dinge zudem umso besser, wenn wir Sie mit einer Emotion verbinden. Daher werden wir einen Schlag ins Wasser, bei dem das Eisen gleich hinterher flog, deutlich länger in Erinnerung behalten, als einen Schlag ins Wasser, den wir unkommentiert wahrgenommen haben. Das ist ein Phänomen, das Sie nutzen sollten.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, gute Schläge nach der Ausführung mit einer positiven Emotion zu verbinden. Solch eine Emotion kann der Gedanke an einen schönen Urlaub in der Vergangenheit sein, aber auch ein kurzes „Yes“, das Ballen der Faust, oder das Summen Ihres Lieblingsliedes, helfen dabei den zuvor ausgeführten Schlag längerfristig im Gehirn zu verankern.

Wie Sie sich nach einem Schlag verhalten, kann Ihr Spiel in die eine, als auch in die andere Richtung lenken. Lassen Sie daher schlechte Schläge unkommentiert und vermeiden Sie Wutausbrüche. Selbst Profis machen Fehler. Analysieren Sie stattdessen, was die Ursache des missglückten Schlages war und visualisieren Sie eine korrekte Ausführung. Führen Sie eventuell einen weiteren Probeschwung durch. Dadurch vermeiden Sie unmittelbar nach dem Schlag in eine Negativspirale abzudriften, die zu dekonstruktiven Selbstgesprächen führt. Ihr Score wird es Ihnen danken.

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Mental

Visualisieren: Was Sie von Dartspielern lernen können

Jack Nicklaus hat einmal gesagt, er würde während seiner Routine „ins Kino gehen“ und sich den nächsten Schlag so gut als möglich vorstellen. Nicklaus war sich bewusst, dass Visualisieren seinen Körper auf den nächsten Schlag einstellt und positive Resultate hervorruft. Damit ist Nicklaus nicht allein. Auch Tiger Woods, Jason Day und Rory McIlroy nennen das Visualisieren als festen Bestandteil ihrer Pre-Shot Routine.

Das Visualisieren per se kann unterschiedlich ausfallen. Manch einer schaut zur Fahne und stellt sich vor, wie sein Ball direkt daneben einschlägt, ein anderer folgt seinem imaginären Ball durch die Luft bis zum gewünschten Landepunkt und wieder ein anderer umkreist das Ziel gedanklich mit einem roten Kreis. Mit dem Visualisieren ist es wie mit vielem anderen auch:

Erst durch Ausprobieren findet sich die individuell beste Option. Rory beschreibt im unten eingefügten Video, dass er vor einem schwierigen Abschlag viel Wert auf das Visualisieren legt und sich den kommenden Schlag so genau als möglich vorstellt, um den Körper dann frei drauf los schwingen zu lassen. Der Golfschwung ist bekanntlich zu schnell, um ihn bewusst steuern zu können. Visualisieren Sie einen Schlag vor der Ausführung, so geben Sie Ihrem Unterbewusstsein einen positiven Impuls und einen Anhaltspunkt für die Ausführung des kommenden Schlags.

Die Psychologin Regina Pally beschreibt, dass Visualisierung laut Neurowissenschaft aus folgenden Gründen Sinn macht. Bevor Dinge passieren, hat unser Unterbewusstsein bereits eine Vorahnung, was der wahrscheinlichste Ausgang der Situation sein wird und leitet daraufhin die notwendigen Wahrnehmungen und Gefühle sowie das notwendige Verhalten in die Wege, welche am besten zum vorhergesagten Ausgang passen. In anderen Worten heißt das: Wir lernen von der Vergangenheit und kreieren die Zukunft, die wir erwarten.

Eine super Methode, um die Erwartungshaltung anzuheben und diesen Kreislauf positiv zu beeinflussen, ist das Visualisieren. Wissenschaftler am olympischen Trainingszentrum in Colorado Springs, Colorado, haben Visualisierung auf den Prüfstand gestellt und College Golfer eine Woche lang täglich Putten üben lassen. Vor und nach dem Experiment wurden die Spieler einer Genauigkeitsmessung mit dem SAM PuttLab, dem zum heutigen Stand genauesten Messgerät von Puttbewegungen,  unterzogen. Die Gruppe, die eine Woche lang während des Trainings visualisierte, hatte deutlich bessere Messergebnisse, als die beiden Kontrollgruppen und das nicht zu knapp: In nur einer Woche stieg ihre  Genauigkeit um ganze 30%!

Das Visualisieren soll zudem unnötige, bewusste Wahrnehmungen ausblenden und die Zielfokussierung erhöhen. Stichwort Zielfokussierung: Haben Sie schon einmal einen Dartspieler gesehen, der seine Augen vom Ziel abwendet? Wahrscheinlich nicht. Der Wurf eines Dartpfeiles ist wie der Golfschwung automatisiert und unterbewusst gesteuert.

Da ein bewusstes Eingreifen den eingefleischten Mechanismus des Wurfes nur stören würde konzentriert sich der Dartspieler voll und ganz auf sein Ziel. Er gibt seinem Unterbewusstsein dadurch einen Impuls und verdeutlicht, wohin er den Pfeil werfen möchte. Beim Golf während der Ausführung eines Schlages auf das Ziel zu schauen wäre kontraproduktiv, jedoch bedeutet das nicht, dass man beim Golf auch während des Schlages sein Ziel nicht fest im Auge behalten kann.

Schauen Sie dazu während Sie über dem Ball stehen noch ein letztes Mal zu Ihrem Ziel und prägen Sie sich dieses Bild gut ein. Behalten Sie das Bild Ihres Zieles während der letzten Atemzüge über Ihrem Ball und während des kompletten Schwunges vor ihrem geistigen Auge. Schwingen Sie energisch und frei in Richtung Ziel. Diese Form des Visualisierens ahmt den Ablauf eines Dartwurfes nach und stellt sicher, dass Sie Ihren Fokus dort haben, wo er benötigt wird: Ihrem Ziel.

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5 Buchstaben, große Wirkung: AGAPS

Um sein Spiel nachhaltig und gezielt zu verbessern, bedarf es einer Analyse des eigenen Spiels. Nur wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann diese gezielt einsetzen, beziehungsweise im Training verbessern. Im Beitrag zur Bestandsaufnahme haben wir uns ausführlich mit dem Thema der Analyse und deren Verwendung zur Verbesserung des Spiels auseinandergesetzt.

Solch eine Bestandsanalyse ist in jedem Fall hilfreich und empfehlenswert. Durch eine AGAPS Analyse kann solch eine Bestandsaufnahme noch exakter gestaltet werden. Allerdings ist eine AGAPS Analyse auch ohne die Bestandsaufnahme eine sehr wertvolle Methode, die Stärken und Schwächen gezielt ausfindig macht.

AGAPS steht für Abschlag, Grün in Regulation, Annäherung, Putts und Score. Um eine AGAPS durchzuführen, nehmen Sie sich eine Scorekarte aus dem Sekretariat und tragen Sie A, G, A, P, S in dieser Reihenfolge in die oberen Kästchen der Scorekarte ein. Gehen Sie entweder nach oder während der Runde die einzelnen Löcher der Reihe nach durch.

Unter dem Kästchen A tragen Sie ein, ob Sie das Fairway am jeweiligen Loch getroffen haben. Markieren Sie einen Treffer mit einem Haken oder streichen Sie das Kästchen beim Verfehlen des Fairways durch. Bedenken Sie dabei, dass dies nur für Par 4 und Par 5 Löcher zutrifft.

Unter dem Kästchen mit dem Buchstaben G tragen Sie ein, ob Sie das Grün in Regulation erreicht haben. In Regulation bedeutet mit einem Schlag bei einem Par 3, mit zwei bei einem Par 4, und mit drei Schlägen bei einem Par 5.

Das zweite A steht für Annäherung. Hier tragen Sie nur etwas ein, wenn Sie das Grün in Regulation verfehlt haben. Ein einfaches C, wenn Sie mit einem Chip angenähert haben, ein P bei einem Pitch, ein B bei einem Bunkerschlag, oder ein L für einen Lob sind hier empfehlenswert.

Dadurch wissen Sie später bei der Auswertung ganz genau mit welcher Art von Annäherung Sie noch das Par retten konnten und mit welcher nicht. Unter dem Buchstaben P tragen Sie die Anzahl ihrer Putts am jeweiligen Loch ein und zu guter Letzt notieren Sie ihren Score unter dem Buchstaben S. Nun zur Auswertung:

Notieren Sie sich die Anzahl Ihrer Fairway- und Grüntreffer, sowie die Anzahl verfehlter Fairways und Grüns. Notieren Sie, wie oft Sie das Par bei einem verfehlten Grün noch retten konnten und welche Art der Annäherung sie dabei gewählt hatten. Dadurch haben Sie die Chance Ihre Schwachstellen zu erkennen, zu trainieren und spätere Runden mit den jetzigen Werten zu vergleichen.

Quick Tipp: Die Gesamtanzahl der Putts per se sagt nichts über die Leistung beim Putten aus, da die Anzahl getroffener Grüns meist von Runde zu Runde variiert. Einen besseren und vergleichbareren Wert erhalten Sie, wenn Sie für die jeweilige Runde ihre durchschnittliche Anzahl Putts pro getroffenem Grün ermitteln.

Addieren Sie dazu alle Putts auf den Grüns, die Sie in Regulation erreicht haben und teilen Sie das Ergebnis durch die Anzahl der Grüntreffer. Jedes getroffene Grün birgt in der Theorie die Chance auf ein Birdie. Der ermittelte Wert gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Sie diese Chancen nutzen oder nicht, und wie oft Sie dabei sogar Drei-Putt gefährdet sind.

Ziel einer AGAPS Analyse ist es, Schwächen und Stärken Ihres Spiels ausfindig zu machen. Es ist daher sinnvoll, nach jeder Runde eine solche AGAPS durchzuführen, um ihren Fortschritt dokumentieren zu können. Statistiken und Erkenntnisse, die Sie anhand der AGAPS gewonnen haben, lassen Ihre Bestandsaufnahme noch akkurater werden.

AGAPS 2.0

Bei dieser überarbeiteten Version der AGAPS Analyse gehen Sie noch einen Schritt weiter und markieren Sie verfehlte Fairways und Grüns nicht nur durch ein Kreuz oder einen Strich, sondern durch Pfeile, wo genau Sie das Fairway, beziehungsweise das Grün verfehlt haben. Außerdem notieren Sie wie weit entfernt vom Loch Ihr Ball nach einer Annäherung war.

Selbstverständlich können Sie dies auch für ein getroffenes Grün tun. Das ist zwar aufwendiger wie eine herkömmliche AGAPS, allerdings gibt Ihnen eine solche Analyse noch genaueren Aufschluss über Ihr Spiel. In der Regel ergeben sich durch diese Analyse wiederkehrende Muster, welche Sie dann nutzen oder verbessern können.

Ein Beispiel für solch ein Muster wären zu kurz gelassene Abschläge an Par 3’s. Das ist oftmals das Resultat falscher Schlägerwahl. Allerdings bleibt solch ein Muster während des Spielens oft unentdeckt. Vor allem dann, wenn es nicht jedes Par 3, sondern nur jedes dritte Par 3 auftritt. Ein weiteres Beispiel könnte eine immer wiederkehrende Distanz zum Loch nach einem Schlag zum Grün oder einer Annäherung sein.

AGAPS 2.0 lässt Sie erkennen, dass Sie im Durchschnitt einen 5,50 m Putt zum Birdie haben, oder einen 2 m Putt zum Par falls Sie das Grün verfehlt haben. Nun sind Sie in der Lage diese Distanzen im Training vermehrt zu üben, um auf dem Platz Sicherheit zu gewinnen und schlussendlich bessere Resultate zu erzielen.

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Bestandsaufnahme: Sinnvoll oder Zeitverschwendung?

Um die wichtigste Frage direkt vorne weg zu nehmen: Regelmäßige Bestandsaufnahmen sind sogar sehr sinnvoll für Ihr Golfspiel. Ziel einer Bestandsaufnahme ist die Analyse und Bewertung des eigenen Spiels zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese lässt sich dann mit Ihren Zielen und zukünftigen Leistungen vergleichen. Außerdem können Stärken und Schwächen auf diese Art und Weise ausgemacht werden.

Schwächen können im Training so verbessert und Stärken auf dem Platz gezielt ausgespielt werden. Es gibt kein Limit für die Anzahl von Bestandsaufnahmen, die während einer Saison durchgeführt werden können. Allerdings empfiehlt sich eine Analyse vor allem nach der Saison, um das Potential für die kommende Saison ausfindig zu machen. Zusätzlich ist eine zweite Analyse gegen Mitte der Saison ratsam, um den eigenen Fortschritt während der Saison zu erkennen, und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.

Die erweiterte Bestandsaufnahme, die wir Ihnen vorstellen möchten, besteht aus 2 Schritten. Nehmen Sie sich im ersten Schritt vier Blätter Papier zur Hand. Betiteln Sie eines der Papiere mit dem Wort Technik, ein zweites mit Taktik, das dritte mit Fitness und das vierte mit dem Wort Mental.

Untergliedern Sie das „Technik Blatt“ in Putten, Bunker, Chippen, Pitchen, Annäherungen, und lange Schläge und vergeben Sie für jeden Punkt eine Schulnote von 1 bis 6. Nachdem Sie Ihre Technik bei den einzelnen Schlagarten bewertet haben, schreiben Sie auf, warum Sie diese Note vergeben haben. Denken Sie daran, dass es auf diesem Blatt nur um Ihre Technik geht. Gehen Sie die einzelnen Schlagarten sorgfältig durch und bringen Sie alle relevanten Gedanken in Bezug auf Ihre Technik zu Papier.

Wie sich Ihre Technik anfühlt, wie sie auf Video aussieht und ob sie zuverlässige Resultate bringt, sind Fragen, die Sie auf diesem Blatt klären sollten. Selbstverständlich ist die Vergabe von Schulnoten in diesem Fall subjektiv. So kann ein Spieler mit Handicap 15 durchaus eine 2 für seine Putt-Technik vergeben und ein Spieler mit Handicap 0 eine 3+. Das ist weder verwerflich noch bedenklich, solange sich jeder an seinen eigenen Zielen misst und dementsprechende Noten vergibt.

Auf dem zweiten Blatt beschäftigen Sie sich mit Ihrer Taktik und schreiben alles auf, was Ihnen dazu in den Sinn kommt. Vergeben Sie auch hier eine Note. Klären Sie dabei, wie Sie Ihre Taktik einschätzen würden. Aggressiv oder konservativ? Und: Nimmt ein bestimmter Score Einfluss darauf Einfluss? Ermitteln Sie, was Sie zu Taktikänderungen verleitet und ob diese in der Vergangenheit, positive oder negative Auswirkungen auf Ihr Spiel genommen haben.

Verfahren Sie auf dem dritten Blatt ähnlich. Lassen Sie Ihren Gedanken zu Ihrer golfspezifischen Fitness freien Lauf. Sind Sie von Rückenschmerzen geplagt? Sind Sie in irgendeiner Form in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt? Würden Sie gerne mit mehr Power durch den Ball schwingen? Oder werden Sie gegen Ende der Runde oft müde? Klären Sie Fragen wie diese auf dem „Fitness Blatt“.

Zu guter Letzt befassen Sie sich mit dem mentalen Aspekt des Spiels. Welche Schulnote würden Sie ihrem mentalen Spiel geben und warum? Ihr Verhalten unter Druck, bei gutem oder schlechtem Start in eine Runde sowie das Verhalten nach missglückten Schlägen oder ganzen Runden, gibt Ihnen Auskunft über Ihre mentale Stärke. Die Note mit der Sie Ihre mentale Seite bewerten, sollte Ihren Zufriedenheitsgrad widerspiegeln. Befassen Sie sich daher auch mit ihren Wünschen und Zielen.

Wie reagieren Sie derzeit auf einen leichtsinnig verschobenen Putt? Was hat das ihrer Meinung nach für Auswirkungen auf kommende Putts und wie würden Sie gerne reagieren? Bedenken Sie dabei immer wieder, dass eine Bestandsaufnahme eine Reflektion Ihrer jetzigen Leistungen vor dem Hintergrund Ihrer Ziele und Wünsche ist. Deshalb sind Ihnen dabei auch keine Grenzen gesetzt. Schreiben Sie auf, was Ihnen in den Sinn kommt, was Sie beschäftigt und worin Sie Potential sehen.

Wichtig ist nur, dass Sie ehrlich mit sich sind. Um solch eine Bestandsaufnahme noch exakter werden zu lassen, können Sie ebenso Ihren Trainer, Spielpartner, Freund oder Freundin darum bitten, eine Bestandsaufnahme für Ihr Spiel durchzuführen. Eine zweite Meinung kann neues Licht auf das eigene Spiel werfen, ist allerdings kein Muss. Akkurater wird die Bestandsaufnahme auch durch Statistiken und AGAPS Analysen aus der Vergangenheit, welche die Notenvergabe, sowie Ihre Kommentare und Gedanken konstruktiv ergänzen.

Im zweiten Schritt gehen Sie die 4 Blätter erneut nacheinander durch und ermitteln die Punkte Ihres Spiels, die die höchsten Noten erhalten haben. Die höchste Note spiegelt gleichzeitig den Aspekt Ihres Spiels mit dem größten Potential wider. Fragen Sie sich, was Sie unternehmen können, um diesen Punkt zu verbessern. Verfahren Sie auf diese Weise mit den 5 Aspekten, die von Ihnen die höchsten Noten bekommen haben. In diesen Punkten steckt Ihr größtes Potential. Daher ist es sinnvoll, diese Punkte gezielt in Ihr Training einfließen und sich gegebenenfalls von einem Trainer helfen zu lassen. Auf belowpar.de finden Sie zusätzliche Übungen und Beiträge, die Ihnen weiter helfen.

Es gibt keinen Beitrag für den Aspekt Ihres Spiels mit der höchsten Note? Schreiben Sie uns: feedback@belowpar.de!

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Steigender Weg hoch auf Berg
Mental

Wie Sie sicher gehen, dass Ihre Ziele nicht auf der Strecke bleiben

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie ihre Ziele mit Erfolg verfolgen, Motivation schöpfen, und Durchhänger vermeiden.

#1 Arbeiten Sie Stück für Stück

In Amerika gibt es folgenden Ausdruck: „the only way to eat an elephant is to take one bite at a time.“ Frei übersetzt heißt das so viel wie „es gibt nur einen Weg einen Elefant zu verspeisen und das ist Stück für Stück“. Metaphorisch gesehen steht der Elefant für unsere Ziele, welche Sie tatsächlich am besten Stück für Stück angehen sollten. Machen Sie sich hierzu eine Liste, in welcher Sie ihr Hauptziel benennen und in einzelne Zwischenziele herunterbrechen.

Beginnen Sie dabei mit einem weit entfernten Ziel. Was möchten Sie irgendwann einmal erreicht haben? Ein + Handicap zu haben, ein bestimmtes Turnier zu gewinnen, oder als Profi Geld zu verdienen sind große Ziele, die sich nicht auf einmal erreichen lassen. Starten Sie mit diesem Ziel und fragen Sie sich in welchem Zeitrahmen Sie dieses Ziel erreichen möchten.

Fragen Sie sich basierend auf diesem Ziel, was ihr nächst kleineres Ziel ist das Sie erreichen möchten. Fahren Sie mit ihrem Jahresziel fort, welches Sie wiederrum in ein Halbjahres, und ein Monatsziel herunterbrechen. Im nächsten Schritt machen Sie sich ihr Monatsziel noch einmal bewusst und fragen sich was Sie wöchentlich für die Erreichung dieses Ziels tun können.

Machen Sie mit einem täglichen Ziel weiter, das auf ihrem wöchentlichen Ziel basiert. Wenn Sie es sich für die Erreichung Ihres Jahresziels zur Aufgabe gemacht haben, 30 Körbe Bälle im Monat zu schlagen, so bedeutet das 7,5 Körbe pro Woche, was sich in knapp über einen Korb pro Tag herunterbrechen lässt. Das trifft allerdings nicht nur für die Anzahl der Bälle, die Sie schlagen möchten, sondern für jedes beliebige Ziel das Sie erreichen möchten zu. In unserem Artikel Bestandsaufnahme – sinnvoll oder Zeitverschwendung? finden Sie Tipps und Anregungen, mit denen Sie ihr Spiel systematisch analysieren können und, basierend auf ihrer Analyse, die richtigen Ziele setzen.

Hauptziel

Was möchten Sie im Golf irgendwann einmal erreichen?

5 Jahres Ziel

Basierend auf ihrem Hauptziel, was möchten Sie in 5 Jahren erreicht haben?

1 Jahres Ziel

Basierend auf ihrem 5 Jahres Ziel, was möchten Sie in einem Jahr erreicht haben?

Monatsziel

Basierend auf ihrem Jahresziel, was möchten Sie in einem Monat erreicht haben?

Wochenziel

Basierend auf ihrem Monatsziel, was möchten Sie in einer Woche erreicht haben?

Tagesziel

Basierend auf ihrem Wochenziel, was möchten Sie heute erreichen?

Jetzt

Basierend auf ihrem Tagesziel, was können Sie jetzt dafür tun?

 

#2 Kreieren konstruktiver Gewohnheiten

Wenn wir Dinge aus Gewohnheit tun, so denken wir nicht mehr bewusst über das nach, was wir gerade tun, sondern tun es einfach – der Gewohnheit wegen. Gewohnheiten können eine powervolle Waffe sein, welche Sie ihre Ziele erreichen lässt. Um konstruktive Gewohnheiten zu formen, die ihre Ziele unterstützen, führen Sie sich die Liste mit ihrem Haupt-, Jahres-, Monats-, und Tagesziel noch einmal vor Augen und stellen Sie sich erneut die Frage, wie Sie diese Ziele erreichen. Ihre Bestandsaufnahme hilft ihnen dabei.

Nehmen wir an, Sie kämpfen regelmäßig mit kurzen Putts, vernachlässigen diese allerdings im Training, weil Putten für Sie ein langweiliges Thema ist. Stellen Sie sich die Frage, was Sie im Training bislang priorisiert haben. Vielleicht bevorzugen Sie das Spiel auf dem Platz und schlagen einen Korb Bälle zum Aufwärmen. Vielleicht lieben Sie die Herausforderung stundenlang einzelne Ziele auf der Driving Range zu bombardieren, oder vielleicht feilen Sie sehr gerne an ihrem Golfschwung.

Meist passiert das allzu unbewusst, denn wer sich jeden Mittwoch mit seinen Kumpels zu einer Feierabendrunde ohne Aufwärmen trifft, der lässt dieses Verhalten zur Gewohnheit werden. Der erste Schritt alte Gewohnheiten zu ändern und neue, konstruktive Gewohnheiten zu formen, ist der des Bewusstmachens. Vergleichen Sie ihre Gewohnheiten auf und neben dem Platz mit ihren Zielen und nehmen Sie gegebenenfalls Veränderungen vor. Zurück zum Beispiel mit den verhassten kurzen Putts.

Sobald Sie sich ihres Potentials bei kurzen Putts bewusst werden, beginnen Sie das Training von eben diesen zur Gewohnheit werden zu lassen. Oft ist dafür auch kein besonders hoher Aufwand nötig. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, vor jeder Trainingseinheit oder Platzrunde 15-20 Minuten kurze Putts zu trainieren, so werden Sie positive Ergebnisse auf dem Platz sehen und schon bald gar nicht mehr bewusst darüber nachdenken, wie Sie zu dem stehen, was Sie gerade tun. Sie tun es aus konstruktiver Gewohnheit.

#3 Machen Sie Ihre Ziele öffentlich

Seine Ziele öffentlich zu machen bedeutet nicht damit hausieren zu gehen, sondern sich offen und ehrlich mit vertrauten Menschen darüber auszutauschen. Menschen, die ähnliche Ziele haben wie Sie und die sich ebenso leidenschaftlich damit beschäftigen. Sobald Trainer, Freunde, Spielpartner, Familie, Mannschafts-, oder Berufskollegen in ihre Ziele eingeweiht sind, haben Sie die Chance neue Anregungen, Tipps und Feedback zu bekommen, welches so bisher nicht vorhanden war.

Ein Team von Unterstützern erinnert Sie auch bei einem Durchhänger daran weiter zu machen. Außerdem besteht nun ein positiver „öffentlicher Druck“, denn Sie werden nun wahrscheinlich daran gemessen, wie hoch Sie die Messlatte für sich selbst legen. Sehen Sie das als Chance und Erinnerung konstruktive Gewohnheiten zu formen, die ihre Ziele unterstützen!

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